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Eidechsenwetter

Vor zwei Wochen haben wir alle noch gejammert wo denn der Sommer bliebe. Gebibbert während der Schafskälte haben wir, obwohl der Sommer laut Kalender längst da sein sollte. Irgendwie war früher doch alles besser und Rudi Carell hatte eh Recht. Aber nun zeigt uns der Sommer grad was ne Harke ist.

Im Moment würden sich wohl selbst Eidechsen tief im Steinschatten verstecken, auch wenn sie die Hitze ja gewohnt sind. Aber gefühlte 50 Grad sind dann doch irgendwie zu viel. Vor allen Dingen in einer Stadt, wo der Asphalt und die Häuserwände die Hitze speichern und gleich wieder abstrahlen. Bleibt also nur zu Hause alles zu verdunkeln, die Füße tief im Eimer mit Eiswasser versenken, viel trinken und zu warten, bis der Abend die Temperatur auf ein erträgliches Maß reduziert hat, um eine Runde durch den Kiez zu laufen.

[Olympus OM-D E-M5, 12-50, 50mm / f.5.6/ ISO 200]

Hitzewelle

Der Präriehund weiß es schon. Ab heute ist SOMMER - Foto: h|bDer Präriehund weiß es schon. Ab heute ist SOMMER – Foto: h|b

Zwischen zwei Tiefs wird sehr warme Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland geschaufelt. Das beschert uns in Berlin die ersten Hochsommertage mitten im Frühling. Die Wetterauguren sagen Temperaturen bis 32 Grad voraus. Eigentlich ja zu viel für die Stadt. Aber immerhin kann man sich mal endlich die Knochen wärmen. Bis jetzt war es ja eher so nasskalt. Ick freu mir.

Lemminge

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Den Menschen zieht es ja immer wieder zum Wasser. Wasser ist Leben und die ersten 9 Monate seines Lebens verbringt der junge Mensch sogar komplett im Wasser. Kein Wunder also, dass, kaum scheint die Sonne vom blauen Himmel, er sich auf den Weg macht, um ans Wasser zu kommen. Dazu setzt er sich zuerst in seine Blechkiste, fährt sodann stundenlang mit vielen anderen auf heissen Betonstrassen, um dann, endlich angekommen, am sandigen Ufer des Meeres mit tausenden eingeölten Individuen dem Sonnenbaden zu frönen.

Bereits ab der dritten Wurfzeltreihe ist das Meer nur noch zu erahnen, während sich um ihn herum Familiendramen abspielen. Bei geschlossenen Augen hört es sich an, als stünde er in der weltgrößten Bahnhofshalle, das leise Meeresrauschen dringt darunter gar nicht mehr hervor. Spätestens nach fünf Stunden nervt der Sand, im Wasser ist auch nur noch stehen möglich und krebsrote Gestalten leuchten heller als die Sonne. Man sehnt sich nach einem kühlen Keller oder einem Zimmer, durch das ein frischer Wind weht, nur um am nächsten Tag pünktlich um zehn Uhr sein Wurfzelt am Strand wieder zwischen vielen anderen Lemmingen aufzubauen. Strandleben macht einfach süchtig.

Berlin im Fieber

Unbarmherzig knallt die Sonne vom blauen Himmel - Foto: h|b
Unbarmherzig knallt die Sonne vom blauen Himmel – Foto: h|b

„Am Samstag und Sonntag bekommt Deutschland Fieber. Wir erwarten das bisher heißeste Wochenende des Jahres“ sagt Andreas Friedrich, vom Deutschen Wetterdienst (DWD). War es Anfang des Jahres die nordatlantische Oszillation die uns in Berlin einen harten und ewig dauernden Winter bescherte, verdanken wir die aktuellen Sommertage einer „Omega“ Wetterlage. Dabei sind wir in der Mitte eines angenommenen Omegas, von oben strömt trockene, skandinavische Luft zu uns, und um uns herum stabilisieren zwei Tiefdruckgebiete diese Konstellation. Das führte bisher zu einer stabilen und trockenen Hochdrucklage, verhinderte aber auch den dringend notwendigen Regen. Seit dem 2. Juli hat es jetzt in Berlin nicht mehr geregnet. Ab morgen dreht sich das Ganze nun und es strömt heiße Luft aus Nordafrika auf direktem Wege über das Mittelmeer zu uns. Im Zusammenspiel mit der Sonneneinstrahlung steht daher das bisher heißeste Wochenende des Jahres bevor. Ich werde dann wohl den Keller mal wohnlich einrichten gehen.
Brunnen machen das Klima erträglich - Foto: h|b
Brunnen machen das Klima erträglich – Foto: h|b