Ehrenmal?

Panzer am Ehrenmal in Berlin

Hinter den Panzern und der riesigen Figur eines sowjetischen Soldaten liegen etwa 2500 in der Schlacht um Berlin gefallene Rotarmisten. Neben Russen auch Ukrainer und Soldaten anderer inzwischen selbstständiger Länder der ehemaligen Sowjetunion. Daher hat das Ehrenmal weiterhin einen Sinn, auch wenn dieser momentan schwer zu verstehen ist.

Die Befreiung aus der Herrschaft der Nationalsozialisten war ein wichtiger Akt und führte letztendlich auch zur Bildung einer europäischen Identität. Umso schlimmer, dass einer der damaligen Akteure – Russland – aktuell ein mörderischen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland führt, um es angeblich zu „entnazifizieren“. Der völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine wird aus russischer Sicht mit immer abstruseren Gründen gerechtfertigt. Der Roman 1984 ist in der Realität angekommen. Damit hätte ich in meinem Leben nicht mehr gerechnet.

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Mutter Heimat

Sowjetisches Ehrenmal in Berlin-Treptow

Da ja immer noch so kein rechtes Drohnenwetter ist, meist viel zu stürmisch für die kleine Mavic Mini, greife ich noch mal auf das Archiv vom ersten Ausflug zurück. Nach dem Besuch der Insel der Jugend und einem kleinen Ausflug durch den Plänterwald (Blog dazu später) bin ich am Sowjetischen Ehrenmal in Treptow gelandet. Meine Idee war, die Drohne einfach mal an der 30 Meter hohen Statue des sowjetischen Soldaten hochfliegen zu lassen, auf der Suche nach interessanten Perspektiven. Durch die vielen Besucher und auch aus Pietätsgründen aber vielleicht doch keine so gute Idee. Besser sein lassen.

Daher bin ich lieber ans andere Ende der weitläufigen Anlage gefahren, um am Rande der Anlage – die aktuell auch mit einem Bauzaun versehen ist – zu schauen, ob sich dort Möglichkeiten bieten. Da war nicht viel los, so hab ich die Mini eben mal ein paar Meter in die Lüfte geschickt. Es müssen ja nicht immer größere Höhen sein. Die ersten beiden Bilder – hier im Anhang – zeigen die imposante Anlage in ihrer ganzen Länge, aber irgendwie fehlte mir noch ein wenig der Hingucker. Da ich direkt neben der Statue „Mutter Heimat“ stand, genau entgegengesetzt zum Soldaten mit Schwert und Kind, hab ich mich an die Fotografenweisheit „Vordergrund macht Bild gesund“ erinnert und die Drohne in halber Höhe hinter der Statue positioniert. Richtige Position suchen, mit der Drohne geht das echt prima, und schon hatte ich das Bild was ich gesucht hatte. Daher ziert es auch den Header dieses Beitrages.