Dos Locos

Drei Männer vor einem Auto

Viele halten uns ja schon für verrückt, mit dem Wohnmobil über Monate unterwegs zu sein, um im warmen Spanien zu überwintern. Allerdings haben wir Zeit. Viel Zeit. Monate Zeit. Die beiden Verrückten, nichts anderes heißt das spanische“Dos Locos“ auf deutsch, die uns gestern mit ihrem „Rallyeauto“ kurz in Los Alcazares besucht haben, fahren mit ihrem Auto in rund drei Wochen von Berlin bis nach Banjul, in die Hauptstadt Gambias. Rund 7000 Kilometer. Das Ganze für einen guten Zweck.

Seit Samstag sind Kai und Karsten auf der „Rallye Dresden-Dakar-Banjul“ als Team „Dos Locos“ unterwegs und legen dabei pro Tag im Schnitt 900 Kilometer zurück. Über Frankreich, Andorra, Spanien, Gibraltar fahren sie zur Fähre nach Algeciras, von wo sie morgen nach Afrika übersetzen. Von dort geht es durch Marokko, Mauretanien und dem Senegal – hier liegt das berühmte Ziel einer anderen klassischen Rallye, der „Paris – Dakar“ – nach Banjul, der Hauptstadt von Gambia.

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Costa del Sol

Yachthafen von Manilva

Seit Montag hat uns die Küste wieder. Die „Costa del Sol“ oder auch „Costa del Golf“ wie es auf großen Schildern entlang der Autobahn zu lesen ist, ist der südliche Teil der spanischen Mittelmeerküste und endet ein Stück vor Gibraltar. Bis dahin sind es von unserem aktuellen Standort – Manilva – noch rund 40 km. Wir haben uns auf dem Campingplatz „Bella Vista“ für eine Woche eingebucht und genießen Meer und Sonne ohne irgendwas tun zu müssen. Chillen ist angesagt. Der einzige Nachteil: Der letzte Platz den es zu vergeben war auf dem Platz liegt ca. 20 Meter neben der A-7, der Autovía del Mediterráneo. Gefühlt fahren die Autos fast durch unser Wohnmobil 😉

Da es aber parallel noch die AP-7 gibt, die „neue“ Autobahn“, ist der Verkehr eher lokaler Natur und lässt gegen Abend und Nachts stark nach. Trotzdem sind Ohrstöpsel angesagt, oder Kopfhörer mit Noise-Cancelling, um ruhig schlafen zu können. Unten am Strand, der CP hat direkten Strandzugang, hört man davon aber nichts mehr. Steht man am Ufer zeigt uns der Blick nach rechts bereits einen anderen Kontinent, nämlich Afrika. Später – wir fahren noch nach Gibraltar und Tarifa – wird er uns noch ein wenig näher kommen, aber bereits jetzt ist es schon ein faszinierendes Gefühl der afrikanischen Küste so nahe zu sein.

Das Titelbild des Beitrags zeigt den Yachthafen von Manilva, zu diesem Ort gehört auch der Campingplatz. Ein Stück weiter nach Norden kommt nach Estepona noch Marbella, aber den Bereich haben wir ausgelassen. Nach Jet Set steht uns aktuell nicht der Sinn. Eher nach Entspannung (Sonne, Meer und Strand), Genießen (Vino, Sangria, Tapas) und dem Gefühl es gut getroffen zu haben, den Stürmen und dem Winter in Deutschland entflohen zu sein. Das uns das möglich ist, macht uns sehr dankbar.

Verwüstetes Land

Bild eines brüllenden Löwen
Das passende Bild für jedes Managerbüro – Foto: h|b

Bilder in der Größe von bis zu zwei Meter wünscht sich wohl jeder für zu Hause. Entweder die eigenen, oder besser noch die atemberaubenden Bilder von Nick Brandt. In der Ausstellung „Across the Ravaged Land“ in der Berliner Galerie „Camera Work“ brüllen sie einen direkt an, die Löwenportraits, oder, wer es etwas kontemplativer mag, schaut sich die leicht melancholischen Fotos der Elefanten an, die bis in die letzte Runzel magischen Giganten der Steppe. Aber hintern den Bildern steckt auch eine Botschaft, die Warnung vor den schwindenden Lebensgebieten der Giraffen, Elefanten, Löwen und Büffeln.

Die durch Wilderung gefährdete Einmaligkeit der afrikanischen Tierwelt verändert den Kontinent. Bilder von Stoßzähnen, zur Trophäe glorifiziert, bringen das Problem auf den Punkt. 2010 gründete Nick Brandt die „Big Life Foundation“ mit dem Ziel der Erhaltung der afrikanischen Tierwelt. Wer etwas dazu beitragen möchte und sich vielleicht wirklich eins der großformatigen Bilder in seine Wohnung hängen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Zwischen 15.000 bis 125.000 Euro kosten die limitierten Prints. Wer die Bilder noch auf sich wirken lassen möchte muss sich beeilen. Die Ausstellung endet leider bereits morgen. Letzte Gelegenheit also Aug in Aug dem Löwe gegenüber zu stehen.