Grün 27/52

Eine große grüne Heuschrecke

Eigentlich hatte ich mein Foto für die #52WochenFotoChallenge 2025 schon in Sack und Tüten, auch wenn ich noch nicht so ganz zufrieden war. Das Thema ist GRÜN und ich habe unseren Lavendelbaum vom Balkon vor den grünen Blättern des Nachbarbaumes fotografiert.

Ein Lavendelstracu vor grünem Hintergrund

Nur die Blätter des Baums wären mir zu langweilig gewesen. Im Gegensatz zum Lila des Lavendels war aber immer noch genug GRÜN auf dem Bild, was zum Thema passt.

Heute morgen werde ich jedoch vom erschrockenen Ausruf meiner Frau geweckt: „Wir haben einen Gast!“ Noch dazu einen GRÜNEN. Und tatsächlich, oben auf der Tür zum Schlafzimmer hockt ein riesiger Heuschreck. Grasgrün und groß. Was macht ein Fotograf zuerst? Den Besucher fotografieren. Mit Kamera und Handy. Erst dann wird zur Rettung geschritten. Der Heuschreck mit Glas und Deckel eingefangen und in die Freiheit entlassen.

Und wenn einem am Tag der Challenge ein so großer grüner Gast beehrt, ist es nur recht und schlecht, wenn er auch die Titelrolle bekommt. Grüner wird es nicht.

Gerstenfeld

Ein Gerstenfeld vor dem Bodensee

Bereits im Juni leuchtet das Gerstenfeld am Eglisbol goldgelb vor dem dahinterliegenden blauen Bodensee. Wo wird die Gerste wohl landen, wenn der Bauer das Feld geerntet hat? Wird aus dem Getreide schlichtes aber leckeres Brot? Wird es zu Malz und damit am Ende zu einem Bier, einer leckeren Gerstenkaltschale? Oder wird es genutzt um Malzkaffee zu brauen, wer immer den auch trinken mag? Vielleicht wird sogar ein süffiger Whisky daraus.

Das Schöne an einem Gerstenfeld als Fotograf sind ja die langen Grannen, die sich im Winde bewegen. Ein Meer von gelben Halmen, immer in Bewegung, je nach Richtung und Stärke des Windes. Wenn man dann mit der Kamera etwas länger belichtet, ist es nur noch ein Rauschen auf dem Sensor. Ein weichgezeichnetes Abbild der Realität.

Unterhalb 26/52

Ein Fahrrad und ein Schiff unterhalb einer Brücke über den Main

Für das Fotoprojekt #52WochenFotoChallenge ist mit dem heutigen Bild Halbzeit. Noch ein halbes Jahr mit 26 weiteren Fotoaufgaben liegt noch vor mir. Heute ist es der Begriff „Unterhalb“. Eigentlich wollte ich nach Frankfurt/M reinfahren – ich war zu Besuch zum 18. Geburtstag meines Enkels in Okriftel – und B-Ebenen fotografieren. Leider waren Bauarbeiten und damit einhergehender Schienenersatzverkehr. Das muss man sich nicht antun.

Also bin ich mit dem Rad etwas den Main entlang gefahren und hab mein Motiv unterhalb der Bahnbrücke gefunden. Das i-Tüpfelchen wäre natürlich noch gewesen, wäre zusätzlich zum Schiff auch grad noch der ICE Köln-Frankfurt vorbeigekommen, aber man kann nicht alles haben.

El Niño

Nein, für diesen Beitrag ist nicht das Klimaphänomen im tropischen Pazifik gemeint, dass alle paar Jahre Auswirkungen auf das globale Wettergeschehen haben kann. Es geht um eine Figur des Bildhauers Ubbo Enninga. Die Figur findet sich an der Radolfzeller Hafenmole, in Sichtweise des Bahnhofs, und ist ein beliebtes Fotomotiv.

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Bruchstück 25/52

Ein s/w Aufnahme eines Kunstobjektes aus der Rinde eine Kameldornbaumes

Ich bin ja seit kurzem „Tags im Museum„. Als Kassierer und Aufsicht in der Galerie „Fauler Pelz“ in Überlingen. Was man halt als Rentner so macht. Wir sollen ja nicht einfach so auf der faulen Haut liegen und vielleicht sogar noch angeln, oder etwas ähnlich Unnützes tun. Sagt zumindest die Regierung. Und die Wirtschaft. Also bewache ich die Kunstwerke, die vom IBC aktuell in der Ausstellung „Über den See“ zu sehen sind.

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Insel Reichenau

Sankt Pirmin Statue am Eingang der Insel Reichenau

Die Geschichte von Überlingen und der Insel Reichenau ist eng mit dem Mittelalter verbunden, insbesondere mit dem Benediktinerkloster auf der Reichenau. Durch eine Urkunde des Diakon Waldo aus dem Jahr 770 (773) geht die Ersterwähnung von Überlingen als „Iburinga villa Publica“ hervor. In der Folgezeit entwickelte sich Überlingen von einem königlichen Landgut zu einer bedeutenden Reichsstadt.

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Echo 24/52

Ein Blick von Überlingen über den Bodensee bis hin zu den Appenzeller Alpen

Eins der bekanntesten Echos ist sicherlich das Trompetenecho an der Echowand am Königssee. Wer mal mit dem Schiff von Schönau nach St. Bartholomä fährt, kann zuhören, wie der Trompeter seine Meldodie spielt, immer mit Pausen, um dem Echo die Gelegenheit zu geben zu antworten. Also was braucht es für ein Echo? Eine Wand, bevorzugt eine Felswand. Die sehe ich zwar regelmäßig beim Blick von meinem Balkon über den See in Form der Appenzeller Alpen, aber für ein Echo sind sie dann doch etwas zu weit entfernt.

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Erdbeermond

Vollmond mit rotem Schleier

Der Mond hat ja verschiedene Erscheinungsphasen, mal gibt es ihn als Blutmond, mal als Neumond (da ist dann eher nichts zum fotografieren da) und natürlich als Vollmond. In diesem Juni war wiederum eine besondere Mondart zu sehen, der Erdbeermond. Also ab aufs Dach und Stativ und Fotoapparat aufstellen. Dann heißt es warten, bis er über dem Horizont erscheint. Da ist er aber noch so schwach, dass ihn die Kamera kaum fokussieren kann. Also noch etwas warten und mit dem Handy experimentieren.

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Nachwuchsgewinnung

Waldrapp in Überlingen

Gestern wurde mir ein Foto in die Timeline gespült, oder besser gesagt der Beitrag Kükenalarm vom 11. Juni 2024, an dem ich stolz die ersten Fotos der neuen Überlinger Waldrappe präsentiert habe. Damals waren sie noch sehr klein und ich konnte gerade mal EIN Küken auf den Sensor bannen. Diesmal sind sie scheinbar schon weiter.

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Zeitlos 23/52

Bild einer Reihe von Grabsteinen auf einem Friedhof in Überlingen

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, spielt Zeit keine Rolle mehr. Zumindest für den oder die, die hier begraben liegen. Eben noch ging der Blick vielleicht zur Uhr, im nächsten Moment ist Zeit völlig bedeutungslos, da sie ab sofort nur noch für alle anderen einen Bezugswert hat. In etwa vier Milliarden Jahren wird die Erde von der Sonne verschlungen, aber vermutlich schafft es die Menschheit auch so, sich bis dahin irgendwie selbst die Lebensgrundlagen zu entziehen. Übrigens wird in derselben Zeit auch die Andromeda Galaxie mit der Milchstraße kollidieren. Dürfte ein ziemliches Spektakel werden. Gut dass wir bis dahin völlig zeitlos längst alle im Schoss der Erde ruhen.