V-Day

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Neben Valentinstag war heute auch Weltaktionstag gegen Frauengewalt. Unter dem Motto „One Billion Rising“ kamen weltweit Menschen zusammen, um zu einer bestimmten Choreographie zu tanzen, und um ein Zeichen zu setzen. In Berlin war der Treffpunkt auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor. Mehrere hundert Frauen und Männer trafen sich, um um halb sechs die Aktion erfolgreich durchzuführen. Happy Valentine.

Aufräumarbeiten

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Wer nicht lesen kann muss laufen und wahrscheinlich obendrein noch eine kleine Ablösesumme bezahlen, um sein Auto wiederzubekommen. Langsam wird es allerdings ungemütlich was die Parkplatzsituation rund um den Comeniuspark angeht. In der Marchlewskistrasse wird gebaut, eine Strassenseite ohne Parkplätze. In der Kopernikuss werden neue Leitungen verlegt, keine Parkplätze. Gut das unser Wohnmobil einen sicheren Platz hat, den wir auch erstmal nicht aufgeben werden. Nicht bevor alle Bauarbeiten im Umkreis erledigt sind. Los Bauarbeiter, der Winter ist fast rum, fangt an!

Verkehrsunterbrechung

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Da fährt man so Abends nichtsahnend mit der M10 Richtung Eberswalder und plötzlich bleibt sie einfach stehn. Kurze Zeit später wuchtet sich die kräftige Fahrerin aus ihrer Kabine und richtet das Wort an das irritiert lauschende Publikum: „Sehnse da vorne, die andere Strassenbahn? Da vor steht noch ein Auto, daher is hier jetzt Schluss.“

Ein Auto vor der Strassenbahn? Hier hat doch die Bahn eine eigene Trasse? Mit Schotter! Und genau dorthin hat sich das Auto verirrt, wie auch immer. Auf jeden Fall gings nicht weiter.

200 Meter weiter fand sich netterweise ein Car2Go als Tramersatz und als ich über die Kreuzung ging, kam bereits die Feuerwehr zur Rettung herbeigeeilt. Das Auto hatte zumindest kein Berliner Kennzeichen, da kann man sich schon mal verirren.

Feurio

Bürgerhaus Steinbach (Quelle: Chronik "1200 Jahre Steinbach")
Bürgerhaus Steinbach (Quelle: Chronik „1200 Jahre Steinbach“)

 

Mit dem Ruf wurden sicher heute Nacht die Feuerwehren des Hochtaunuskreises alarmiert, als das Bürgerhaus Steinbach gegen halb zwei bereits in hellen Flammen stand. Mein Sohn informierte mich heute morgen gegen 4 Uhr, ich habe es dann um sieben Uhr nach dem Aufstehen erfahren und die Bilder im Web gesehen. Wahnsinn. Nu isses hin. Warum ich das hier schreibe? Weil sich mit dem Bürgerhaus in Steinbach eine Menge Erinnerungen verbinden, aus der Zeit als wir dort gewohnt haben. Als Grüne sind wir dort erstmalig 1983 in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen, wie es sich gehörte mit Blumen, und haben den Politikbetrieb aufgemischt. Zumindest fühlte es sich damals so an. Meine Frau hat dort ihre erste Rede als Stadtverordnete gehalten und später wurde ich dort als Magistratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister vereidigt. Dazwischen lagen Theateraufführungen mit dem städtischen Kindergarten, Ordensverleihungen der Fremdensitzungen, Antifa-Veranstaltungen mit einmarschierenden und schreienden Neonazis, Theateraufführungen bekannter Bühnen und unser Abschied aus Steinbach auf der LC Jahreshauptversammlung im Jahr 2000.

Ein bisschen in die Jahre gekommen war das 1969 erbaute Bürgerhaus, verschiedene Anläufe zu einem Neubau scheiterten immer am Geld, was die kleine Gemeinde Steinbach am Rande des Taunus nie hatte, so blieb es immer ein Flickwerk kleiner Veränderungen, Anbauten und Verbesserungen. Nun ist es komplett ausgebrannt, Geschichte. Keine Ahnung, ob es versichert war, ob man davon etwas zurückbekommt, aber ein Wiederaufbau ist sicherlich notwendig, war es doch schon immer ein Mittelpunkt der Begegnung der Bürger des kleinen Städtchens. Ich wünsche den Verantwortlichen aus der Ferne gutes Gelingen. Wie wichtig das Bürgerhaus für Steinbach ist, zeigt der aktuelle Veranstaltungskalender der Website des Ortes, fast alle Veranstaltungen der nächsten Wochen sollten dort stattfinden. Aktuell war für den 1. März das Theaterstück „Verbrennungen“ angesetzt. Ein makabrer Zufall.

Bürgerhaus Steinbach am Taunus: 1969 – 2013

Kunst in Folien

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Immer wieder überrascht die Künstlergruppe Bosso Fataka mit zweckentfremdeten Alltagsgegenständen. Meist passiert das irgendwann in der Nacht, überwiegend in Friedrichshain, und am Morgen gibt es etwas Neues zu bestaunen und möglichst schnell zu fotografieren. Denn eine Eigenart dieser Kunst im öffentlichen Raum ist ihre Vergänglichkeit. Länger als ein paar Tage überleben die Installationen in der Regel nicht. Also Augen auf und Kamera bereithalten.

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Seltener Gast

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Die Sonne ist ja in diesen Wintertagen ein gern gesehener Gast, vor allen Dingen da sie sich leider sehr rar macht. Heute morgen zeigt sie sich mit einem herrlichen Sonnenaufgang über dem Berliner Osten und viele Pendler bleiben stehen, um das Ereignis auf den Chip ihres Smartphones zu bannen. Das Bild muss dann für die nächsten Tage reichen, wenn sie sich wieder hinter die Wolken zurückzieht.

Sssteife Brise

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Heute pfeift ein kräftiger Nordwestwind über Warnemünde und die brave Ostsee ist darüber richtig aufgewühlt. Hält sich fast für die Nordsee. So wellentechnisch. Wir lassen uns davon aber nicht schrecken und nachdem die letzten Schneeflocken bei knapp unter Null Grad vom Himmel gefallen sind, machen wir uns auf den Weg nach Wilhelmshöhe. Das erste Mal in 2013.

Weiterlesen „Sssteife Brise“

The Six Days

Rennradfahrer im Velodrom
Die letzte Kurve vor dem Ziel – Foto: h|b

Gestern Abend war ich zum ersten Mal seit dem wir in Berlin wohnen, beziehungsweise auch das erste Mal überhaupt, auf dem Berliner Sechstagerennen. Ihr wisst schon, Tatatatatatam, Pfiff, Pfiff, Pfiff, Pfiff. Bereits zum 102 wird das Spektakel in Berlin ausgetragen. Seit einiger Zeit im Velodrom, also nicht so weit weg von unserem zu Hause. Freunde hatten uns Karten besorgt – vielen Dank nochmal dafür – und so konnten wir uns das Gekreisel der Radfahrer bequem vom Oberrang aus anschauen.

Bei vielen der Rennen musste man erstmal das Prinzip begreifen, nachdem hier gefahren wird, aber mit der Zeit konnte man im Gewusel der Rundbahn auch erkennen, wer möglicherweise vorne liegt und wer vielleicht gewinnen könnte. Obwohl das oft am Zielstrich dann ein knappes Ding wurde. Ich konnte mich zwischen dem einen oder anderen Bier dem fotografieren von schnellen Objekten widmen und von rund 530 Fotos sind doch ein ganzer Teil was geworden. Ich werde später noch mal darauf referenzieren, das überarbeiten dauert sicher noch ein wenig.

Cheerleaderin übebringt den Siegern des Radrennens einen Blumenstrauß
Schnellen Schrittes zur Blumenübergabe – man beachte den Oberschenkelumfang des Zweiten von links – Foto: h|b

Mit teilweise bis zu 70 km/h fahren die Profis durchs Rund, manchmal auch mit Hilfe professioneller Windschattenhilfe, dazu auch später noch mal ein extra Bericht zu skurrilen Radwettbewerben. Auf jeden Fall interessant, auch wenn man nicht so für das Radfahren im Kreis schwärmt. Das Spektakel lohnt sich allemal.