Klare Kante

Muss ja auch mal gesagt werden - Foto: h|bMuss ja auch mal gesagt werden – Foto: h|b

Damit wir hier nicht zu sehr ins philosophieren geraten, gleich mal zu Anfang des Jahres eine klare, bildliche Botschaft aus Berlin-Kreuzberg. Sie geht prophylaktisch an alle, die uns dieses Jahr quer kommen wollen und für den Anfang darf sich gleich mal ein großes deutsches Unternehmen einreihen, wenn zutrifft, was aktuell in den Medien kolportiert wird. Noch ist zwar nichts bestätigt, allerdings auch nichts dementiert. Ach ja, dieser Beitrag wird hiermit für beendet erklärt. Basta!

Endlose Weite

20140102-133451.jpg

Ich glaube ich vermisse es jetzt schon. Das endlose Schauen über das Meer. Fünf Tage lang hatte ich einen Blick aus dem Hotelfenster oder vom Strand, zu einem Horizont, der an seinem Ende mit dem Himmel verschmilzt. Oben und unten werden zu Eins. Der Unterschied zu einem Häusermeer, in dem ich ja sonst wohne, ist eben genau dieser Blick, der von nichts unterbrochen wird, schon gar nicht von der nächsten Häuserwand auf der anderen Straßenseite. Ich denke auch deswegen liegen mir die Küsten eher als die Berge. Für einen ähnlich weiten Blick muss man dort erst hoch hinauf.

Es wird mir dann auch klar, warum nur Länder mit einer Küste Seefahrernationen werden konnten. Man steht am Ufer des Meeres und es zieht einen regelrecht hinaus. Täglich mit der immerwährenden Frage konfrontiert: Was kommt hinter dem Horizont? Wie geht es dort weiter? Heute gibt es ja keine Enden mehr, alles wurde vermessen und entdeckt und hinter jeder Ecke geht es immer noch weiter. Schiffe fahren über alle Weltmeere und jede noch so noch so kleine Insel ist kartografiert. Aber vorstellen kann ich mir schon, wie es damals gewesen sein muss, als eben nichts klar war. Als man einfach lossegeln musste, ganz ohne Google Maps oder fertige Seekarten, um selber zu schauen, wie es weitergeht.

Das neue Jahr liegt ja nun ebenfalls in seiner epischen Weite vor uns. Leider, oder Gottseidank, gibt es auch in der heutigen, modernen Zeit dafür keine fertigen Karten. Wir müssen einfach lossegeln, wie einst die großen Seefahrer. Selber um die Ecken oder über den Horizont spähen und überlegen, ob sich das weitergehen hier lohnt, oder vielleicht besser an einer anderen Stelle. Aber losgehen müssen wir, stehenbleiben gibt es nicht. Wir versuchen dabei unseren eigenen Horizont zu erreichen, nur um festzustellen, dass es dahinter tatsächlich weitergeht. Am Ende des Jahres dürfen wir dann kurz ausruhen und innehalten, bis es wieder heisst: Los gehts, nicht stehenbleiben! Auf zu neuen Ufern!

Der finale Untergang

Sonnenuntergang am Strand von Warnemünde

Der vierte Sonnenuntergang in unserem kleinen Silvesterurlaub ist auch gleichzeitig der letzte für 2013. Das Jahr endet für uns damit 365 Tage später – so wie es begonnen hat – standesgemäß in Warnemünde. Diesmal haben wir es uns allerdings gemütlich gemacht und im Hotel eingecheckt.

Es war ein ereignisreiches Jahr. Wir haben wieder einiges von Europa gesehen, haben ganz im Süden Sizilien umrundet, und später im Norden mit der Queen die Gletscher besucht. Die vielen kleinen Fluchten an die See brachten uns im Frühjahr zuerst nach Zingst auf die nordöstliche Seite der Ostsee und im Spätsommer weit raus bis nach Helgoland mitten in der Nordsee.

In Berlin versuchte ich im Frühjahr zusammen mit David Hasselhoff die Mauer zu retten, aber das „Living Level“ an der Spree konnte auch später von Pink Floyds Frontsänger nicht verhindert werden. Wobei die sich ja auch eher damit auskennen Mauern zum Einstürzen zu bringen.

War also ein spannendes Jahr und ich hoffe, dass das für 2014 auch zutrifft. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines kleinen Blogs ein frohes und erfolgreiches neues Jahr. Wir lesen uns natürlich wieder in 2014. In diesem Sinne…. Lasst es krachen.

Verwöhntage

20131230-165028.jpg

Heute hatten wir den ganzen Tag blauen Himmel und Sonne. 2013 zeigt sich an seinem Ende versöhnlich und verwöhnt die Besucher in Warnemünde. Tausende bevölkern bereits einen Tag vor Silvester die Promenade am alten Strom, nutzen die „Sales“ der Geschäfte aus und sitzen bei Glühwein oder Kaffee in der Sonne. Es ist frisch, aber mit der Sonne gut auszuhalten. Heute Nachmittag war auch die Rezeption im Hotel gut gefüllt, morgen dürfte es noch voller werden. Schließlich werden am 1. Januar 2014 fast 70.000 Menschen zum „Leuchtturm in Flammen“ erwartet. Mit uns mittendrin.

Das weiche Wasser bricht den Stein

Steine am Strand

Steine. Große Steine, bunte Steine, Stein in schwarz-weiss, Steine in grün. Ach nein, das sind glattgeschliffene Glasreste. Irgendwie über die Ostsee an den Strand gespült. Gibt es auch in anderen Farben. Unendlich viele Steine liegen am Strand von Warnemünde. Kurz vor Wilhelmshöhe. Drumherum liegt klassisch Sand. Was auch sonst.

Direkt an der Wasserlinie liegen auch viele Steine. Die Wellen bringen sie im Sekundenabstand dazu, sich mit sich selbst zu reiben. Man kann das gut hören. Tausende Steine die bei jeder Welle aufstöhnen. Sie reiben sich auf. Langsam. Wenn ich hier jetzt für die nächsten zehntausend Jahre stehen bleiben würde, könnte ich zusehen, wie aus den Steinen langsam Sand wird. Wahrscheinlich wäre das auf die Dauer allerdings etwas langweilig. So setze ich den Steinen lediglich hier an dieser Stelle ein fotografisches Denkmal.

Tschüssn Berlin

Blick auf die Spree - Foto: h|b
Ein letzter Blick auf die Spree – Foto: h|b

Ich bin dann mal weg. Weg von der Dauerknallerei die in Kürze starten wird. Weg von den Touristen die spätestens morgen in Berlin einfallen werden. Raus aus der Stadt, hin ans Meer. Eine kleine Auszeit mit Seeblick. Selber Tourist sein. So hat das Jahr begonnen, so wird es nun auch enden. Ciao Berlin, Bonjour Warnemünde.

Die Digitalisierung der Bücher

Bücher und Zeitschriften ohne Papier - Foto: h|b
Bücher und Zeitschriften ohne Papier – Foto: h|b

Der Beitrag ist etwas länger geraten als sonst üblich, nur so vorab als als Warnung 😉

Vor ungefähr zwei Jahren hatte ich ihn in der Hand, den klassischen Kindle von Amazon. Für Buchpuristen zweifelsfrei ein Sakrileg, für mich ein Selbstversuch: Geht es auch ohne Papier? Ich lese gerne Bücher. Spannende Geschichten. Je mehr Seiten desto besser. Also so 1000 Seiten sind durchaus okay, bis 500 auch noch, darunter muss es schon sehr gut sein. Will ja auch etwas davon haben, in die Geschichte eintauchen können. Kein Geschwafel um Seiten zu füllen, das mag ich wiederum nicht. Auch das ein unschätzbarer Vorteil von eBooks, man kann sich jederzeit, egal von welchem Buch, eine Leseprobe zukommen lassen, ist in 5 Sekunden da. Sind meist so die ersten 20 bis 50 Seiten des Buchs, je nachdem wie viele Seiten es insgesamt hat. Hat mir oft schon als Orientierung gereicht, unabhängig von den Rezensionen, ob ich am Ende gerne weiterlesen möchte. Wenn ja, dann fehlt nur noch ein weiterer Klick und ich kann mich ins Abenteuer stürzen.

Weiterlesen „Die Digitalisierung der Bücher“

Frohe Weihnachten

Ho, Ho, Ho - Foto: h|b
Ho, Ho, Ho – Foto: h|b

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Kleine Wünsche

Einer von vielen Wunschzetteln am Wunschbaum - Foto: hb
Einer von vielen Wunschzetteln am Wunschbaum – Foto: hb

Gestern im Alexa bin ich beim warten auf meine Frau über einen Weihnachtsbaum der besonderen Art gestolpert: Einen Wunschbaum. Kinder aus sozialen Einrichtungen, Heimen, oder einfach aus armen Familien die von Ämtern betreut werden, dürfen einen Wunsch für ein kleines Weihnachtsgeschenk auf einen Zettel übertragen und dieser hängt dann an diesem Baum. Neben vielen anderen versteht sich. Die Wünsche bewegen sich alle in einem normalen Rahmen, also auf keinem der Zettel steht etwas von der neusten Playstation oder einem Smartphone. Die Kinder haben sicher auch solche Wünsche, aber hier hängen eher Wünsche nach einem Hanni & Nanni Buch, nach einer kleinen Armbanduhr, oder nach einer Puppe. Alles mit einer kleinen Spende ohne Probleme finanzierbar. Ich habe mir dann einen der Zettel ausgesucht, ihn zusammen mit dem Gegenwert in die Glastrommel getan und hab nun die Hoffnung, jemanden damit konkret eine kleine Freude zu Weihnachten gemacht zu haben.

Kaufrausch

Weihnachtsendzeitrallye - Foto: h|b
Weihnachtsendzeitrallye – Foto: h|b

Heute ist der letzte verkaufsoffene Sonntag vor Weihnachten. Grund genug noch mal die Berliner Shoppingcenter – wie hier das Alexa – zu stürmen. Handys, Bücher, Stofftiere, Parfüm, Socken, Pullover, alles muss in die Tüte. Für die Lieben. Der Handel freut sich. Die Beschenkten hoffentlich auch. Geld sparen ist ja im Moment auch blöd, bringt ja eh nichts bei den Zinsen. Da kann man es auch gleich ausgeben. Süßer die Kassen nie klingen, als in der Vorweihnachtszeit. In diesem Sinne, einen schönen und geruhsamen vierten Advent.