Auf unserer Norwegentour mit der AIDAbella liefen wir auch den kleinen Ort Andalsnes an. Mit der Queen Mary II waren wir da schon mal in 2013. Da mussten wir allerdings noch tendern und eine Seilbahn auf den Hausberg gab es auch nicht. Heute hat der Ort eine kleine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe und direkt daneben die Talstation der Romsdalsgondelen, die die Österreicher hier vor drei Jahren gebaut haben.
Aller guten Dinge sind ja drei. Sagt man so. Nach 2005 – unserem ersten Mal – und 2012 – über Schweden und Finnland zum zweiten Mal, wollen wir 2024 zum dritten Mal das Nordkapp besuchen. Dazu wählen wir diesmal eine entspanntere Anreise mit einem Schiff, statt erst wieder mit dem Wohnmobil weit durch das Land zu fahren. Unser Ziel – und natürlich auch das des Schiffes – heißt Honningsvåg, von wo aus wir die 37 km in lächerlichen 45 Minuten mit dem Bus zu den Nordkapphallen hinter uns gebracht hätten. Entspannung pur. So weit der Plan.
Seit gestern sind wir unterwegs in den hohen Norden. Vermutlich wird es nur halb so warm werden, wie aktuell hier am Bodensee, aber wir können vielleicht auch wieder Luft holen. Während die Störche sich hier langsam auf den Abflug in ihre südlichen Überwinterungsgebiete vorbereiten, drehen wir die Richtung um. Laut Tourismusverbänden der skandinavischen Länder scheint das auch eine neue Entwicklung zu sein. Kein Urlaub mehr im heißen Süden, sondern „Cooltourism“ in den nordischen Ländern. Für die nächsten zwei Wochen ruht daher dieser Blog. Wir sehn uns im September. Bis dahin, bleibt gesund.
Es sind gewaltige Wassermassen, die Tag für Tag den Rheinfall hinunterstürzen. 600 Kubikmeter pro Sekunde fliessen im Sommer im Schnitt über die 25 Meter hohe Felsstufe. Diese Wucht nagt langsam, aber stetig an den beiden Felszähnen, die aus dem Rheinfall ragen. Beim Hochwasser waren es zuletzt sogar bis zu 900 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, ein absolutes Spektakel für die Touristen aus aller Welt, aber ein steter „Tropfen“ der den Stein „höhlt“. So sagt es ein bekanntes Sprichwort.
Am Mittwoch haben wir es endlich geschafft den Pfänder in Bregenz zu besuchen. Den „Hausberg“ des Bodensees. Die liebe Bahn wollte das zwar verhindern, durch Verspätungen haben wir uns BSB Schiff in Friedrichshafen verpasst, aber wir sind ja flexibel und sind einfach weitergefahren bis nach Lindau und haben eben dort unser Schiff erwischt. Von hier ist es ja – wie auf dem Titelbild zu sehen – nur noch ein Katzensprung bis nach Bregenz.
Auf der Seebühne Bregenz ist der Vollmond bereits aufgegangen, bei uns dauert es noch zwei Tage. Ist heute auch Sommeranfang, sprich die Sommersonnenwende, sieht es auf der schnee- und eisbedeckten Bühne am Rande des Bodensees eher trist und dystopisch aus. Windschiefe Hütten, ein Pferdegerippe im Wasser in dem auch eine silberne Schlange lauert. Schräges Setting, was nicht überall Anklang findet.
In der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es irgendwie um den Jägersbursche Max der Agathe heiraten will. Dabei muss man schießen und treffen, sonst wird das nix, der sogenannte „Probeschuss“. Dann kommt noch ein Teufel ins Spiel der mit einem Kaspar einen Bund eingegangen ist. Mehr dazu in aller Kürze ist hier nachzulesen. Am Ende wird aber scheinbar alles gut. Dank eines Eremiten.
Betrachtet man die Menge der Störche hier am Bodensee und insbesondere in und um Salem, dürfte es um den Menschennachwuchs gut bestellt sein. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Oder man vom Storch gebissen werden muss, um schwanger zu werden. Aber ist ja alles Aberglaube.
„Mit Gemälden, die stimmungsvolle Sonnenuntergänge zeigen, nebelverhangene Gebirge und einsam betende Mönche wird Caspar David Friedrich nach 1810 zum berühmtesten Maler der deutschen Romantik. Dabei geht es dem Greifswalder weniger darum, was auf der Leinwand zu sehen ist, sondern vor allem um die Emotionen, die seine Werke auslösen. Sie sollen den Menschen tiefe Ehrfurcht vor dem Göttlichen lehren.“
Endlich ist es soweit. Mit dem heutigen Erstanlauf der BS Küstenzauber am Überlinger Landungsplatz gibt es jetzt auch endlich maritime Kreuzfahrten auf dem Bodensee. Die 7 Tage Törns – die immer Sonntags in Konstanz starten – ermöglichen den rund 1600 Passagieren an Bord ein intensives Kennenlernen der Bodenseeregion. Nach Anläufen in Überlingen, Meersburg, Friedrichshafen, Lindau, Bregenz und Romanshorn kehrt die BS Küstenzauber zurück nach Konstanz und startet erneut.
Ab dem heutigen Wochenende hat die Bodenseeschifffahrt die Saison eröffnet. Noch nicht alle, der größte Anbieter, die BSB ist erst am nächsten Wochenende mit dabei. Am Karfreitag steht auch die „Weisse Flotte“ für die Osterurlauber bereit.