Seit gestern sind wir unterwegs in den hohen Norden. Vermutlich wird es nur halb so warm werden, wie aktuell hier am Bodensee, aber wir können vielleicht auch wieder Luft holen. Während die Störche sich hier langsam auf den Abflug in ihre südlichen Überwinterungsgebiete vorbereiten, drehen wir die Richtung um. Laut Tourismusverbänden der skandinavischen Länder scheint das auch eine neue Entwicklung zu sein. Kein Urlaub mehr im heißen Süden, sondern „Cooltourism“ in den nordischen Ländern. Für die nächsten zwei Wochen ruht daher dieser Blog. Wir sehn uns im September. Bis dahin, bleibt gesund.
Standfest
Es sind gewaltige Wassermassen, die Tag für Tag den Rheinfall hinunterstürzen. 600 Kubikmeter pro Sekunde fliessen im Sommer im Schnitt über die 25 Meter hohe Felsstufe. Diese Wucht nagt langsam, aber stetig an den beiden Felszähnen, die aus dem Rheinfall ragen. Beim Hochwasser waren es zuletzt sogar bis zu 900 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, ein absolutes Spektakel für die Touristen aus aller Welt, aber ein steter „Tropfen“ der den Stein „höhlt“. So sagt es ein bekanntes Sprichwort.

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #14
Am Mittwoch haben wir es endlich geschafft den Pfänder in Bregenz zu besuchen. Den „Hausberg“ des Bodensees. Die liebe Bahn wollte das zwar verhindern, durch Verspätungen haben wir uns BSB Schiff in Friedrichshafen verpasst, aber wir sind ja flexibel und sind einfach weitergefahren bis nach Lindau und haben eben dort unser Schiff erwischt. Von hier ist es ja – wie auf dem Titelbild zu sehen – nur noch ein Katzensprung bis nach Bregenz.


Der Freischütz
Auf der Seebühne Bregenz ist der Vollmond bereits aufgegangen, bei uns dauert es noch zwei Tage. Ist heute auch Sommeranfang, sprich die Sommersonnenwende, sieht es auf der schnee- und eisbedeckten Bühne am Rande des Bodensees eher trist und dystopisch aus. Windschiefe Hütten, ein Pferdegerippe im Wasser in dem auch eine silberne Schlange lauert. Schräges Setting, was nicht überall Anklang findet.
In der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es irgendwie um den Jägersbursche Max der Agathe heiraten will. Dabei muss man schießen und treffen, sonst wird das nix, der sogenannte „Probeschuss“. Dann kommt noch ein Teufel ins Spiel der mit einem Kaspar einen Bund eingegangen ist. Mehr dazu in aller Kürze ist hier nachzulesen. Am Ende wird aber scheinbar alles gut. Dank eines Eremiten.

Klapperstörche
Betrachtet man die Menge der Störche hier am Bodensee und insbesondere in und um Salem, dürfte es um den Menschennachwuchs gut bestellt sein. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Oder man vom Storch gebissen werden muss, um schwanger zu werden. Aber ist ja alles Aberglaube.

Caspar David Friedrich – Der Landschaftsschreiber
„Mit Gemälden, die stimmungsvolle Sonnenuntergänge zeigen, nebelverhangene Gebirge und einsam betende Mönche wird Caspar David Friedrich nach 1810 zum berühmtesten Maler der deutschen Romantik. Dabei geht es dem Greifswalder weniger darum, was auf der Leinwand zu sehen ist, sondern vor allem um die Emotionen, die seine Werke auslösen. Sie sollen den Menschen tiefe Ehrfurcht vor dem Göttlichen lehren.“


Bodenseekreuzfahrt startet mit der BS Küstenzauber
Endlich ist es soweit. Mit dem heutigen Erstanlauf der BS Küstenzauber am Überlinger Landungsplatz gibt es jetzt auch endlich maritime Kreuzfahrten auf dem Bodensee. Die 7 Tage Törns – die immer Sonntags in Konstanz starten – ermöglichen den rund 1600 Passagieren an Bord ein intensives Kennenlernen der Bodenseeregion. Nach Anläufen in Überlingen, Meersburg, Friedrichshafen, Lindau, Bregenz und Romanshorn kehrt die BS Küstenzauber zurück nach Konstanz und startet erneut.
Weiterlesen „Bodenseekreuzfahrt startet mit der BS Küstenzauber“Schiff Ahoi
Ab dem heutigen Wochenende hat die Bodenseeschifffahrt die Saison eröffnet. Noch nicht alle, der größte Anbieter, die BSB ist erst am nächsten Wochenende mit dabei. Am Karfreitag steht auch die „Weisse Flotte“ für die Osterurlauber bereit.

Der Rheinfall: Majestätisches Naturspektakel
Mit einer beeindruckenden Wassermenge von durchschnittlich 373 Kubikmetern pro Sekunde (!) und einem imposanten Durchfluss, der die Sinne überwältigt, ist der Rheinfall einer der drei größten Wasserfälle Europas. Die beiden anderen befinden sich weit entfernt in Norwegen und auf Island. Daher ist es nur logisch, dass wir den kürzesten Weg nehmen, den in die Schweiz. Schaffhausen ist von Überlingen gerade mal 60 km entfernt und eignet sich daher für einen kleinen Nachmittagsbesuch.

Berlin-Blues #25
Berlin Hbf, Dreh- und Angelpunkt aller Berlinbesucher, die nicht mit dem Flieger oder dem Auto anreisen. 330.000 Reisende oder Besucher nutzen ihn täglich, bis zu 1300 Züge halten hier pro Tag. Damit belegt er Platz 4 im Ranking der meistfrequentierten Bahnhöfe in Deutschland, hinter Frankfurt, München und Hamburg.

