Nun haben wir es also geschafft. Wir haben unser erstes Weihnachtsfest außerhalb von Deutschland gefeiert. 2500 Kilometer von unserem zu Hause in Berlin entfernt. Allein, nur wir zwei. In Spanien. Weihnachtsgrüße erreichen uns über die sozialem Medien, die Kinder sind entweder bei sich zu Hause, oder bei den Eltern des Partners.
Am Heiligabend machen wir bei angenehmen Temperaturen einen längeren Spaziergang durch die Altstadt von Calpe, finden ein paar schöne Fotomotive und landen am Ende in einer Bar mit DJ, Weihnachtsmusik und Blick auf den Ifach (Titelbild). Bei Aperol Spritz und einem Sangria genießen wir das Ambiente und den Ausblick auf das Meer. Wir könnten es schlechter getroffen haben.
Am heutigen Tag endet unser Aufenthalt in Peniscola nach etwas mehr als 14 Tagen. Zwischen heftigem Wind, dem dadurch bedingten, dreifachen Auf- und Abbau unseres Vorzeltes, kalten Nächten, schmerzenden Rücken, stand das Projekt „Überwintern in Spanien“ sogar auf der Kippe. Es hat sich aber – im wahrsten Sinne des Wortes – alles wieder eingerenkt und es geht nun weiter gen Süden.
Am Sonntag hab ich mich auch endlich mal aufgerafft und bin morgens – um kurz nach acht und bei 4 Grad – zum Strand, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Ich hab es die ganze Zeit vor mir hergeschoben, weil es morgens im Bett des Wohnmobils irgendwie kuscheliger ist. Aber schließlich musste meine Olympus Kamera ja auch mal wieder zum Einsatz kommen und Sonnenaufgänge sind definitiv eher was für „richtige“ Kameras mit Teleobjektiven.
Nach einer guten halben Stunde war ich durchgefroren genug, Zeit für eine heiße Dusche und leckeres Frühstück. Die Ergebnisse zeige ich euch hier in der kleinen Galerie …
Ab heute betreten wir nun Neuland. Weiter im Süden von Spanien waren wir bisher nur mit einem Kreuzfahrtschiff. Malaga und Cadiz – damals die Anlaufhäfen – stehen aber noch auf unserer Liste. Jetzt ist es allerdings nur ein mittlerer Hopser, es geht 270 km weiter, nach Calpe in der Region Murcia. Dort haben wir den CP Calpe Mar gebucht und sind schon sehr gespannt was uns dort erwartet. Laut Wetterapp soll es endlich auch etwas wärmer werden, angeblich bis zu 21 Grad über Weihnachten. Das wäre sehr cool. Lassen wir uns überraschen. Neue Geschichten und Bilder vom (Un-)Ruhestand und unserem nächsten Ziel gibt es dann in Kürze in diesem Blog. Stay tuned.
Ist ja nicht so, dass hier nur schönes Wetter ist. Heute und morgen ist es durchgängig bewölkt und nachts geht die Temperatur runter auf erfrischende 4 Grad. Hola! Spanien! So war das nicht abgemacht. Die Erwartungshaltung ist definitiv eine andere. Wir fahren doch nicht fast 2500 Kilometer, um es dann so kalt zu haben wie zu Hause. Dann kann man sich das auch sparen. Also wirklich. Wir waren gestern extra im Media Markt in Vinaros, um uns einen besseren Heizlüfter zu kaufen. Spart Gas.
Aber der Blick auf die Vorhersage gibt uns Hoffnung. Heiligabend in Calp, unserem nächsten Stopp ab nächsten Dienstag, können wir mit angenehmen 19 Grad rechnen und wieder rund 6 Stunden Sonne am Tag. Damit sind wir noch 300 km weiter südlich in der Region Murcia. Der kleine Einschub dient vermutlich nur dazu, dass man hier nicht größenwahnsinnig wird und den daheimgebliebenen dauernd Fotos postet, die suggerieren hier wäre es Sommer. Nein, isses nicht. Auch in Spanien ist es Winter, nur eben etwas angenehmer als im Norden. Bei Sonnenschein hatten wir gestern gegen Mittag angenehme 30 Grad im Vorzelt.
Festung – Foto: h|b
Wer nicht lange suchen will, die Überschrift des Artikels heißt „Meist bewölkt“ auf spanisch. Wir haben ja schließlich auch einen kulturellen Auftrag. Und ich hab heut wieder mal die „richtige“ Kamera genutzt. Soll sich ja nicht ausgeschlossen vorkommen. Den Bildern habe ich dann noch ein wenig Lightroom zukommen lassen.
Ach ja, Glückwunsch Friedrich Merz, nu isser endlich da wo er schon immer sein wollte. Nur das Kanzlerdings, das fehlt noch. Wird aber vermutlich die nächsten 8 Jahre eher nix, daher eine gute Wahl, liebe CDU 😉
Noch ein Wort zu Corona: Leider sind die Werte hier inzwischen auch wieder so hoch wie in DE. In der Region Valencia sind sie von 56 (vor genau einem Monat) wieder auf 356 gestiegen (7-Tage Inzidenz). Wir sind gespannt wie das hier weitergeht. Vor anderthalb Jahren hat man alle Touristen des Landes verwiesen. Jetzt ist es wie in Deutschland auch, man nimmt es zur Kenntnis und rät zum boostern.
Wenn man zu lange durch den Wald läuft, verwischen irgendwann die Gedanken. Warum nicht die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und das selbe mit dem Wald selbst tun. Oder mit den FotokollegInnen, die mit mir durch den Wald streifen, auf der Suche nach dem besten Baumfoto. Als Susanne, die einzige aus dem Klub mit langen roten Haaren, ein paar Meter vor mir geht, stelle ich die Kamera auf kleine ISO, drehe die Blende soweit zu dass die Belichtungszeit auf eine 20stel springt und fange an zu fotografieren und dabei die Kamera von unten nach oben zu bewegen. Immer nur knapp, damit noch ein wenig auf dem Foto zu erkennen ist. So entsteht ein abstraktes „Wischbild“ was durch die Komplementärfarben rot und grün seine Spannung erzielt. Hier noch ein Foto ohne Person, hier wirkt nur das immer noch frische herbstliche grün.
Als mir die vielen Bäume und Blätter und Blätter und Bäume im Wald der Glindower Alpen etwas langweilig wurden, habe ich versucht Lebewesen im Wald zu finden. Aber natürlich nicht so offensichtliche wie Käfer, die kommen später noch dran, sondern eher so geheime Wesen, die man nicht gleich entdeckt und die man nur mit Glück findet. Das Tier auf dem Aufmacherfoto muss eine Art verwunschenes Einhorn oder ein Troll mit Nasenpickel sein. Versteckt im Wald unter Moos schaut nur ab und an die Nase raus. Gefunden habe ich auch noch eine Art Mooskrokodil, ein verholzter Bär und ein Drache, wo nur das Auge auf ein Wesen hinweist.
Am letzten Wochenende war ich mit den Fotokollegen in den Glindower Alpen in der Nähe von Werder. Ein toller Spaziergang in einem völlig verwunschenen Wald, der mehr oder weniger sich selbst überlassen scheint. Ich werde nach und nach die Fotos hier einstellen, die ich auf dem Waldspaziergang gemacht habe und beginne heute mit einem Foto was einen der Bäume zeigt, die sich teilweise verzweigen, neu erfinden, in alle Richtungen diffundieren und skurrile Formen annehmen.