Freiheit 38/52

Ein Stoffelch auf einem Felsen, dahinter - unscharf - ein weißes Wohnmobil

Freiheit ist ein Begriff, über den sich wahrlich lang und breit philosophieren lässt. Wo beginnt sie, wo endet sie? Was macht Freiheit aus? Ich kann es nur für mich persönlich festmachen. Meine „Freiheit“ begann am 1.1.21, der erste Tag an dem ich nie mehr aufstehen musste, um zur Arbeit zu gehen. Okay, von freiwilligen Einsätzen zur Reisendenlenkung abgesehen, aber hey, auch dass mach ich letztlich freiwillig.

Ansonsten konnte ich nun, wann immer ich wollte, mein Wohnmobil besteigen und losfahren. Norden, Süden, Westen. Europa hat viel zu bieten. Diese Freiheit setzt allerdings voraus über Mittel zu verfügen, um sich das leisten zu können. Das Glück habe ich und ich bin sehr dankbar dafür.

Nachgewachsen

Ein erhöhter Blick über die Rüdersdorfer Straße in Berlin-Friedrichshain. Rechts im Bild ALDI mit Parkplatz.

Heute möchte ich in der Rubrik „Früher/Heute“ meiner näheren Umgebung etwas Aufmerksamkeit widmen. Hergezogen sind wir im Jahr 2001, den Comeniuspark haben wir seitdem vor der Tür. Damals haben wir nicht verstanden, was dieser riesengroße, tolle Spielplatz in dem Park sollte, heute wünschen wir ihn uns manchmal weg. Nein, nicht wirklich, Kinder sind schließlich unsere Zukunft. Damals, also Anfang der 2000er, gab es hier allerdings so gut wie keine Kinder, die den Spielplatz nutzen konnten. Die Gentrifizierung nahm erst langsam ihren Lauf. Eher hätte es Hundeplätze und Altenheime gebraucht.

Zu seiner Zeit gab es dort einen großen Baum der Schatten warf, aber irgendwann morsch wurde und gefällt werden musste. Als Ersatz wurden 3 kleine Bäumchen gepflanzt. Ich dachte damals noch, na bis die mal Schatten werfen, bin ich uralt. Inzwischen haben sich die 3 Bäumchen zu einem großen Ungetüm gemausert und auch die kleinen Bäume am Eingang, sind inzwischen nachgewachsen und so groß, dass man den eigentlichen Park nur noch im Winter sieht, wenn die Blätter gefallen sind.

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Stadt 34/52

Ein älteres Pärchen schaut auf eine Stadtsilhuette mit Hochhäusern

Die Großstadt ist eine Sinfonie der Kontraste. Hektik und Stille, Chaos und Ordnung, Bewegung und Stillstand – all diese Elemente kommen zusammen, um eine einzigartige und faszinierende Melodie zu schaffen.

Hektik ist oft Taktgeber dieser Großstadtsinfonie. Menschen eilen von einem Ort zum anderen, immer auf der Suche nach der nächsten Station in ihrem geschäftigen Alltag. Die Zeit scheint hier schneller zu vergehen, als irgendwo sonst.

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Gestrandet

Beach Bar am Berliner Hauptbahnhof aus dem Jahr 2009

Bar 25, Bundespressestrand, Oststrand, Strandbar Mitte, Beach am Hauptbahnhof oder Humboldthafen. Wer Ende der Nullerjahre in Berlin gelebt hat, verbindet mit diesen Namen vielleicht das entspannte Bierchen am Ufer der Spree zu entspannter, elektronischer Musik, oder zumindest mit nackten Füßen im feinkörnigen Sand. Brachflächen wurden damals sinnvoll genutzt, das Lebensgefühl einer großen Stadt spiegelte sich wider. Nicht immer für Alle geöffnet, gegen Ende dieser Phase wurde es teilweise elitär und der Zugang eingeschränkt, aber im Großen und Ganzen schon eine coole Zeit.

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Dots per inch

Passanten gehen auf den Eingang des Futuriums in Berlin zu

Das Futurium in Berlin bietet schöne Möglichkeiten der Streetfotografie. Die Punkte im Boden rund um das Haus bieten einen reizvollen Kontrast zu den darauf laufenden Menschen und die Wabenkonstruktion des Daches ist architektonisch und fotografisch ebenfalls interessant.

Fotografiert mit meiner Olympus OM-D E-M5II und dem m.Zuiko 12-40/2.8 pro

Liebe 31/52

Liebesschlösser am Pilsumer Leuchtturm

#Liebe ist der Begriff für die 31. Woche der #52WochenFotoChallenge von Norber Eder der auf der Social Media Plattform „Mastodon„, einem Teil des Mediverse, zu finden ist. Dort läuft die Challenge, ich nutze natürlich meinen Blog für die Erstverwertung.

Die Idee zum aktuellen Foto kam mir, als ich darüber nachdachte, wie eine visuelle Umsetzung erfolgen könnte. Auf unseren Reisen sind wir ja schon sehr oft über die sogenannten „Liebesschlösser“ gestolpert. Sei es auf der bekanntesten deutschen Location, der Hohenzollerbrücke in Köln, dem Ufergeländer in Warnemünde, direkt gegenüber dem Standesamt am alten Strom, oder an der berühmten „Pont Neuf“ in Paris. Also kurz im Archiv gestöbert und das Foto gefunden. Es zeigt den Pilsumer Leuchtturm in Ostfriesland, damals durch den Film „Otto – der Außerfriesische“ bekannt geworden und heute eine Pilgerstätte für Liebende.

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Wächter

Wachpersonal am Denkmal der ermordeten Juden in Berlin

Aus meiner Tätigkeit als Reisendenlenker im Berliner Hauptbahnhof kann ich solche Jobs inzwischen ganz gut einschätzen. Man braucht Stehvermögen, ein waches Auge und die innere Ruhe um Langeweile zu überstehen. In der Regel passiert nämlich wenig bis nichts. Ab und an mal eine Ansage, doch bitte nicht auf den Stelen rumzuklettern, dem Ort die Würde zu geben, die er verdient, aber das war’s dann auch. Der Rest ist der regelmäßige Blick auf die Uhr und die Frage, wann die verdammte Schicht endlich rum ist.

For all mankind

Mondsichel mit Flugzeug

Viel ist von der damaligen Euphorie – dem „Aufbruch zu den Sternen“ – leider nicht übrig geblieben. Als Neil Armstrong heute – amerikanischer Zeit – vor 54 Jahren mit dem ikonischen Satz: „That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind“ – mit einem kleinen Hüpfer in den Staub des Mare Tranquillitatis – als erster Mensch den Mond betrat, saßen weltweit noch mehrere hundert Millionen Menschen aufgeregt vor kleinen TV Geräten, die grisselig, schwarzweisse Bilder aus rund 384.000 km Entfernung übertrugen. Heute interessiert das nur noch Wenige. Sehr schade, dass wir Menschen uns lieber gegenseitig für Geld, Macht oder wegen Religion an die Gurgel gehen, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Den „Großen Schritt für die Menschheit“ hat es leider nie gegeben. Kann man ja aktuell wieder gut beobachten.

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Don’t look up

Ein Mann im Businessanzug steht seitlich oberhalb einer Treppe

In letzter Zeit habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema „Street“ beschäftigt. Berlin hat ja Straßen genug, es fehlen also nur noch die Menschen, damit das Thema rund ist. Ach ja, Formen, Strukturen und Perspektiven sind auch hilfreich, um die Betrachter zu lenken. Auch wenn Street nicht zwingend schwarz/weiss sein muss, kommt es meiner Interpretation doch irgendwie eher entgegen. Das vorliegende Foto entstand im Regierungsviertel in der Nähe des Spreebogens. Der junge Mann nutzte die Mittagspause, um die Sonne und sein Sandwich zu genießen.

Das Foto enstand mit einer Olympus OM-D E-M5II und dem m.Zuiko 12-40 PRO, Blende 7.1 bei einer 1600stel Sekunde. Nachbearbeitung in LR Classic.