Ab dem heutigen Wochenende hat die Bodenseeschifffahrt die Saison eröffnet. Noch nicht alle, der größte Anbieter, die BSB ist erst am nächsten Wochenende mit dabei. Am Karfreitag steht auch die „Weisse Flotte“ für die Osterurlauber bereit.


Bilder und Geschichten vom Bodensee
Ab dem heutigen Wochenende hat die Bodenseeschifffahrt die Saison eröffnet. Noch nicht alle, der größte Anbieter, die BSB ist erst am nächsten Wochenende mit dabei. Am Karfreitag steht auch die „Weisse Flotte“ für die Osterurlauber bereit.

Wir sehen die ehemalige Kirche von Aufkirch in der Regel nur von unten, von unserem Balkon aus (s. Foto unten). Da ich meine kleine DJI Mini wieder mal ausführen wollte, habe ich das angenehme Wetter die Tage genutzt und bin mit dem Fahrrad hochgefahren, etwas hinter den kleinen Ort Aufkirch. Von dort flog die Drohne noch ein Stück höher, so dass fast nicht mehr erkennbar ist, dass es überhaupt ein starkes Gefälle zwischen Aufkirch und Überlingen gibt. Eine schöne Stimmung über dem abendlichen Bodensee mit einem weiten Blick hinüber zur Insel Mainau und dem eigentlichen Bodensee.

Wenn die langsam untergehende Sonne einen leichten Bronzeeffekt auf das Wasser des Bodensees zaubert, der Mülleimer an der Promenade ein Solarpanel hat indem sich der Baum darüber spiegelt, kann das Smartphone nicht in der Tasche bleiben.
Noch ist die Fähren- und Schiffssaison am Bodensee nicht eröffnet, aber eine kleine Fähre pendelt regelmäßig zwischen Überlingen und Wallhausen. Das Titelbild hab ich letztens von der Promenade in Überlingen fotografiert. Noch wird es ja recht früh dunkel, ich muss also nicht so lange warten.

Neben einem tollen Blick auf den Bodensee haben wir auch gleich dahinter noch den Fernblick auf die Appenzeller Alpen in der Schweiz. Der rund 60 Kilometer Luftlinie entfernte Säntis ist mit gut 2500 Metern die höchste Erhebung und quasi der Überlinger Hausberg. Die Alpen sind allerdings für uns nicht immer sichtbar. Wir scherzen dann gern, dass wir wohl wieder mal ein paar Räppli einwerfen müssen, damit die Schweiz sie wieder hervorzaubert. An einem der letzten Abende zeigte sich unter einer Schlechtwetterfront ein herrlich rosafarbenes Alpenglühen. Auch mit dem Supertele meiner Kamera gelingt es mir selten ein klares Bild der Berge zu bekommen, da sich in den 60 Kilometern doch eine Menge Dunst und Wasser kondensieren. Aber es geht ja auch eher um die Stimmung.
An diesem grauen und regnerischen Tag am Bodensee wird es Zeit für etwas Farbe. Vorgestern bin ich – mit meiner neuen Olympus bewaffnet – vom Mantelhafen bis zur Überlinger Therme spaziert und hab geschaut, was sich schon aus der Erde traut. Und … das war eine ganze Menge. Im Februar! Der mit durchschnittlich 7 Grad vermutlich der wärmste Februar seit der Wetteraufzeichnung in die Geschichte eingehen wird. Sagt Kachelmann, und der muss es wissen.

Wer in südlichen Gefilden lebt, dürfte nicht überrascht sein, wenn an Feldwegen plötzlich ein Kreuz mit einer Christusfigur auftaucht. Für uns säkulare Saupreissn ist es aber ungewöhnlich, in Berlin findet man das eher selten. Auf meiner „Runde um Aufkirch“ steht die Figur an der Kurve zur letzten Steigung. Richtig schön golden. Da ich aber ein wenig fotografisch experimentieren möchte, hab ich sowohl die Jesusfigur, als auch einen ordentlich gestapelten Holzhaufen – der kommt später auf der Runde – in Photoshop ineinandergewürfelt und zeige hier das Ergebnis. Man legt dazu in PS zwei Ebenen an, reduziert beim Hintergrund ein wenig die Dichte und probiert dann die verschiedenen Funktionen „Ineinanderkopieren“ aus, bis einem das Ergebnis gefällt. Voilà, c’est ici !
Heute gibt es nur einen kleinen Beitrag und ein Stückchen Natur aus den Wäldern rund um Überlingen. Das Moos unterstützt hier den Zersetzungsprozess von Totholz am Haldenhof. Die Moosblüten stecken dabei ihre Köpfe in die Sonnenstrahlen.
Gestern Abend wurde in Überlingen die Fasnet zu Grabe getragen. Mit einem Fackelzug machte sich die Trauergemeinde – begleitet von zwei Musikkapellen – vom Renker über die Münsterstraße auf den Weg zur Hofstatt. Dort angekommen gab es ein paar Reden, Schluchzer ob dem Ende der närrischen Tage waren auch dabei, aber dann ging es ans Eingemachte. Die Verbrennung der „Hexe“ stand auf der Tagesordnung.

Noch sind Boote auf dem Bodensee Mangelware. Einsame Fischerboote manchmal, ansonsten hat der private Schiffsverkehr noch Winterpause. Ein paar Fähren fahren, aber das wars dann auch. Gestern nachmittag tauchte dann der Fasnetsachter aus dem Bodenseenebel auf und zog seine Kreise. Auf dem Foto treffen sich dann Achter und Angler vor dem Überlinger Landungsplatz, aus dem Hintergrund beobachtet von zwei Schwänen.