Neben unserer Wohnung, habe ich sicher die meiste Zeit in Berlin am Potsdamer Platz zugebracht. Im dortigen Hochhausensemble steht nämlich der „Bahntower“, die Zentrale der Deutschen Bahn AG. Seit 2001 mein fester Arbeitsplatz in der internen Kommunikation. Zuerst im 20. Stock, später etwas nach unten gerutscht, in den 8. Stock. Zentraler ging zu der Zeit nicht. Hier hab ich Medwedew in seiner schwarzen Limousine im gegenüberliegenden Hotel vorfahren, zigmal die Winterwelt auf- und abbauen sehen, Demos, Streiks, Promiaufläufe im Sony-Center. Mittendrin statt nur dabei.
Weiterlesen „Berlin-Blues #11“Mode – 46/52
Die Mode ist ein Spiel der Kontraste, eine endlose Symphonie von Stoffen und Silhouetten. Stil ist nicht nur das, was man trägt, sondern wie man es trägt – eine Kunstform, die die Persönlichkeit eines jeden individuell unterstreicht. Accessoires sind die Punktierung in der Sprache der Eleganz, sie verleihen dem Gesamtbild den letzten Schliff. Die Mode ist eine Reflexion der Zeit, eine ständige Metamorphose, die den Geist der Moderne einfängt. In der Welt der Kleidung gibt es keine Regeln, nur Möglichkeiten, sich selbst auszudrücken.
Laut ChatGPT wären das die Worte, die Karl Lagerfeld zum Thema verlauten lassen würde. Das Thema „Mode“ ist der 46. Beitrag der #52WochenFotoChallenge und das Foto habe ich heute morgen in der Mall mit dem iPhone geschossen.
Berlin-Blues #10
Ich weiß gar nicht, wie oft ich in den 22 Jahren Berlin an ihm vorbeigelaufen bin, mit dem Fahrstuhl dann in den 3. Stock, ihn noch mal von oben betrachtend, um dann abzubiegen zu diversen Fotoausstellungen, z.B. der Ausstellung der Bilder des jährlichen „World-Press-Photo-Awards„, dem weltweit größten Wettbewerb für Pressefotografie.
Aktuell wird die Ausstellung zu den „Sony World Photography Awards“ zum neunten Mal gezeigt. Der offene Wettbewerb feiert die Kraft eines einzelnen Bildes. Die Gewinnerfotos werden dabei aufgrund ihrer Fähigkeit, eine eindrucksvolle visuelle Botschaft zu vermitteln, und ihrer hervorragenden technischen Umsetzung ausgewählt. Vernissage ist am 16.11.23, danach läuft die Ausstellung noch bis Februar 2024. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Weiterlesen „Berlin-Blues #10“Berlin-Blues #9
Der Checkpoint Charlie war einer der Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße – zwischen Zimmerstraße und Kochstraße – den sowjetischen mit dem amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg.

Heute ist er sicherlich einer DER Hotspots in Berlin für Besucher aus aller Welt. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass seit dem Jahr 2000 dort ein nachgebautes Kontrollhäuschen steht, dass sich prima für Selfies anbietet. Die „Sandsäcke“ vor der Baracke sind allerdings mit Beton statt Sand gefüllt. Bis 2019 standen dort auch Studenten, die sich als GI’s und andere Soldaten verkleidet hatten, um – gegen einen kleinen Obulus – die Bilder „anzureichern“. Das wurde allerdings zwischenzeitlich unterbunden.
Weiterlesen „Berlin-Blues #9“Berlin-Blues #8
Was mich alles so verbindet mit Berlin, ergibt sich so langsam im Rahmen des kleinen „Berlin-Blues“ Projektes. Den allerersten Flug meines Lebens hatte ich Mitte der 90er tatsächlich nach Berlin. Mit einer Abgeordnetengruppe durften wir – von Frankfurt aus – drei Tage Berlin besuchen. Wir landeten meines Wissens in Tegel, auch wenn zu der Zeit Tempelhof noch geöffnet war.



Das endete erst im Oktober 2008, als eine JU 52 – der alte Rosinenbomber – und eine DC 3 mit ihren Starts den Schlusspunkt einer bewegten Vergangenheit setzten. Als rasender Reporter „Harry Hirsch“ war ich natürlich dabei und stand wie hundert andere Planespotter und Nostalgiker mit der Kamera am Zaun. Seitdem war ich oft auf dem Tempelhofer Feld, was per Volksentscheid im Jahr 2014 dazu verurteilt wurde, immer zu sein und niemals zu werden.
Weiterlesen „Berlin-Blues #8“Beleuchtung 45/52
Noch 7 Wochen bis zum Finale der #52WochenFotoChallenge von Norbert Eder. Das Thema der KW 45 lautet „Beleuchtung“. Städte ohne Licht würden gar nicht funktionieren und jeder versucht den anderen zu übertreffen, um Kunden zu locken. Schon die ollen Motten flogen und fliegen auf Licht. Im Gegensatz zur Dunkelheit, dem Thema der letzten Woche, sehnen sich Menschen geradezu nach Licht und Helligkeit. Suggeriert sie doch Sicherheit und Wärme. Aber nicht vergessen: Wenn es eng wird, NIEMALS ins Licht gehen. Ihr wisst ja wo das endet.
Berlin-Blues #4
Wir bleiben noch ein wenig im Kiez und an der Spree. Dort gibt es einen seeeehr großen Menschen, eigentlich sind es sogar drei. Die Rede ist vom Molecule Man, einem Kunstwerk von Jonathan Borofsky, das aus der Spree, in der Nähe der Elsenbrücke, 30 Meter hoch aufragt. Normalerweise sieht man die Statue nur von der Uferperspektive, aber mit einer Drohne kann man diese Perspektive ja mal ändern.

Der Aufstellungsort der Dreifachfigur wurde am Zusammentreffen der drei vorherigen selbstständigen Berliner Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg und Treptow gewählt. Gleichzeitig ist es eine Nahtstelle des wiedervereinigten West- und Ost-Berlin.
Berlin-Blues #3
Die „Insel der Jugend“ liegt zwischen Treptower Park und dem Forst Plänterwald gegenüber der Halbinsel Stralau. Verbunden über eine Brücke, beherbergt die Insel einen Jugendclub und ein Mädchenwohnheim. Im Sommer finden hier Konzerte statt und man kann sich im Biergarten ein Helles schmecken lassen.

Direkt gegenüber liegt der „Zenner“, ebenfalls ein beliebter Ausflugstreff für Berlinerinnen und Berliner. Auch für uns immer gern ein Einkehrpunkt nach einem Spreespaziergang von der S-Bahn-Station Treptower Park.
Berlin-Blues #2
Einer der absoluten Hot-Spots der Stadt Berlin, ist die East Side Gallery in Friedrichshain, unten an der Spree. Es ist eine lange Mauer, entlang der Mühlenstraße und war zu DDR Zeiten die sogenannte „Hinterlandmauer“. Die eigentliche Grenze verlief mitten in der Spree. Im Frühjahr 1990, nach der Öffnung der Berliner Mauer, wurde dieses Teilstück von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer Länge von 1316 Metern bemalt. Da die Schmierfinken der Welt ihre Griffel nicht in der Tasche lassen können und unbedingt „Lasse was here“ oder ähnlichen Unsinn auf die Bilder kritzeln, müssen die Bilder regelmäßig und für viel Geld erneuert werden. Aber wie so oft, das Selfie mit Schmiererei ist scheinbar wichtiger als die Kunst selbst.
Ich hab in mein Bild mal etwas Dynamik einfliessen lassen, wer „normale“ Anischten haben möchte, kann gern in meinem Blog stöbern. Unter dem folgenden Link finden sich einige Beiträge rund um die East Side Gallery.
Technik 41/52
Wo kann man mehr Technik sehen, erleben und darüber staunen als in einem Technikmuseum. In einem Land wie Deutschland, wo die Automobiltechnik der Motor für Wohlstand ist, oder eben auch Berlin, wo Technik mit den Siemenswerken eine lange Geschichte hat. Das Foto zeigt einen 6-Zylindermotor als Explosionsobjekt im Technikmuseum Berlin. Eine Technik, die über kurz oder lang verschwinden wird, da Motoren dieser Art aussterben werden. Ein E-Motor ist wesentlich unterkomplexer und wahrscheinlich auch weniger fotogen. Daher ist dieser Art Technik im Museum gut aufgehoben.
Das Thema #motor ist der 41. Beitrag der #52WochenFotoChallenge von Norber Eder aus dem sozialen Netzwerk „Mastodon“. Das Foto wurde mit der Olympus OM-D E-M5II aufgenommen und und in Lightroom berarbeitet.
