Sil·hou·et·te – Umriss, der sich [dunkel] vom Hintergrund abhebt. So die Erklärung aus den „Oxford Languages“. Der Begriff stammt aus dem Französischen und heißt ins deutsche übersetzt „Schattenriss„. Ausgehend von diesen Erklärungen habe ich im Berliner Bodemuseum das Thema der aktuellen #52WochenFotoChallenge getroffen und eine #Silhouette einer antiken Statue inklusive Treppengeländer auf die Speicherplatte gebannt.
For all mankind
Viel ist von der damaligen Euphorie – dem „Aufbruch zu den Sternen“ – leider nicht übrig geblieben. Als Neil Armstrong heute – amerikanischer Zeit – vor 54 Jahren mit dem ikonischen Satz: „That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind“ – mit einem kleinen Hüpfer in den Staub des Mare Tranquillitatis – als erster Mensch den Mond betrat, saßen weltweit noch mehrere hundert Millionen Menschen aufgeregt vor kleinen TV Geräten, die grisselig, schwarzweisse Bilder aus rund 384.000 km Entfernung übertrugen. Heute interessiert das nur noch Wenige. Sehr schade, dass wir Menschen uns lieber gegenseitig für Geld, Macht oder wegen Religion an die Gurgel gehen, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Den „Großen Schritt für die Menschheit“ hat es leider nie gegeben. Kann man ja aktuell wieder gut beobachten.

Don’t look up
In letzter Zeit habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema „Street“ beschäftigt. Berlin hat ja Straßen genug, es fehlen also nur noch die Menschen, damit das Thema rund ist. Ach ja, Formen, Strukturen und Perspektiven sind auch hilfreich, um die Betrachter zu lenken. Auch wenn Street nicht zwingend schwarz/weiss sein muss, kommt es meiner Interpretation doch irgendwie eher entgegen. Das vorliegende Foto entstand im Regierungsviertel in der Nähe des Spreebogens. Der junge Mann nutzte die Mittagspause, um die Sonne und sein Sandwich zu genießen.
Das Foto enstand mit einer Olympus OM-D E-M5II und dem m.Zuiko 12-40 PRO, Blende 7.1 bei einer 1600stel Sekunde. Nachbearbeitung in LR Classic.
Natur 29/52
In einer großen Stadt ist der Weg zur Natur ja oft mit langen Wegen verbunden. Wir haben allerdings das Glück, direkt vor unserer Tür einen kleinen Park zu haben, den Comenius-Park. Stadtparks sind zwar oft auch eher auf Effizienz ausgerichtet, zweimal im Jahr kommt das Grünflächenamt und rasiert alles ab was höher als 5 cm ist, aber es ist durchaus möglich kleine Nischen zu schaffen. Was ja in vielen Augen völlig verwahrlost aussieht, sind die sogenannten „Wildblumenwiesen“. Aber gerade die sind total wichtig für Insekten und vor allen Dingen Bienen. Ein paar Tütchen in der Natur ausgesät und los geht’s.


Riverside
Bei den aktuellen Temperaturen sitzt es sich am Ufer eines Flusses sicher am angenehmsten. Das könnte in Berlin auch der Fall sein, wenn zwischen Marie-Elisabeth-Lüders – und Paul-Löbe-Haus nicht alle paar Minuten eines der vollgestopften Touristenschiffe vorbeidieseln würde, die einem das Ganze leider etwas verleidet. Warum man hier nicht längst die Notbremse gezogen hat, um nur noch Elektroschiffen die Erlaubnis zu erteilen, werd ich nicht verstehen. Seit dem wir hier wohnen – was inzwischen 22 Jahre sind – ziehen die Schiffe der Stern&Kreis ihre Runden und emittieren – von wenigen Solarbooten abgesehen – weiter Schadstoffe mitten in der Stadt.
Kreis 28/52
„Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis“. Altes Sprichwort für Amtsstuben oder Behörden. Muss ich aber diesmal nicht, da ich den perfekten Kreis ein paar Tage zuvor schon gefunden habe, nämlich am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin-Mitte. Wer meinen Blog die Woche verfolgt hat, wird das Motiv wiedererkennen, nur diesmal nicht im Anschnitt, sondern als kompletten #Kreis. Daher passt es auch gut zur #52WochenFotoChallenge die Norbert Eder auf Mastodon ins Leben gerufen hat. 52 Begriffe über das Jahr verteilt, sollen die Kreativität des Fotografen anregen und diese Woche wird der „Kreis“ gesucht.
Weiterlesen „Kreis 28/52“Walking, Running, Cycling – 3/3
Walking, Running, Cycling – 2/3
Walking, Running, Cycling – 1/3
Nummer 27/52
Was liegt näher als meine Wochenendaufenthalte am Berliner Bahnhof dafür zu nutzen eine Nummer zu ziehen, ähhm, zu suchen und zu fotografieren. Schließlich ist #Nummer, der aktuelle Begriff der Woche 27 in der #52WochenFotoChallenge. Jeder Zug hat natürlich irgendwo Nummern, sei es Wagennummern, oder Platznummern, oder die „große“ Nummer, die den Pöbel von den Eliten trennt. Bei der Bahn wird „Klassenbewusstsein“ schließlich groß geschrieben. Als aktiver Mitarbeiter der Bahn durfte ich ja die letzten 20 Jahre auch die „bessere“ Klasse nutzen, als Pensionär bleiben mir nur noch die Holzbänke. Na gut, so schlimm ist es ja gottseidank auch nicht, Zug fahren ist generell eine tolle Sache, solange die Züge fahren und einigermaßen pünktlich sind. Mit beidem klappt es im Moment nicht so wirklich, es kann nur besser werden. Hoffe ich mal.
