Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #18

Steinfigur am Ufer des Bodensees

Es gibt jemanden hier in Überlingen, der sich richtig Mühe gibt, um solche Kunstwerke am Ufer des Überlinger Sees zu erschaffen. Wohl wissend, dass sie nur temporär sein werden. Das nächste übermütige Kind, oder der nächste frustrierte Erwachsene werden ihre Freude daran haben, das filigrane Steingebilde zu zerstören. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich bald wieder solch ein Foto aufnehmen kann und ich mich – wie viele andere Spaziergänger auch – an der Kunst des Zen erfreuen werde.

Hexenküche

Dingelsdorf am Bodensee im morgendlichen Nebel

Langsam beginnen hier am Bodensee die Nebeltage. Heute Morgen um acht Uhr konnte ich gerade so den Baum vor unserem Fenster erahnen, nur eine halbe Stunde später war der Blick frei hinunter auf den See. Auf der gegenüberliegenden Seite in Dingelsdorf trieben die Nebelschwaden allerdings noch länger über den Bodanrück. Auch die Appenzeller Alpen schauten nur mit den Spitzen über das Nebelmeer.

Der herbstliche Blick über das Überlinger Münster zeigt eine Nebelwand über dem Untersee. Links im Bild reckt der Säntis sein Haupt in den Himmel.

Ernte sei Dank

Kastanienmännchen

Am ersten Sonntag nach Michaelis wird in unseren Breitengraden das Erntedankfest gefeiert. Meist läuft das auf den ersten Sonntag im Oktober hinaus. Beide Kirchen haben sich auf diesen Termin festgelegt, da er auch weitgehend mit dem Ende der Ernte übereinstimmt.

Auf 2000 m², die rein rechnerisch jedem Menschen an fruchtbarer Ackerfläche zur Verfügung stünden, zeigt der Überlinger Weltacker in einer Freiluftausstellung die meistangebauten Ackerkulturen der Welt. Auch hier wird heute das Erntedankfest gefeiert.

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Beerenauslese

Doppelbelichtung mit trocknen Trauben und Weinlaub

Der Weinpfad auf der Insel Mainau zeigt sich ziemlich vertrocknet. Die schrumpligen blauen Trauben an den Weinreben wollte wohl niemand ernten. Oder man wartet auf den Frost und den daraus resultierenden Eiswein. Aber das dürfte hier noch ein wenig dauern. Von Frost ist weit und breit keine Spur. Mein Geschmackstest ergab eine gute Süße, aber um aus den paar Trauben selbst ein Glas Wein zu keltern, dürfte den Aufwand nicht lohnen. Vielleicht freuen sich ja die Vögel über einen schmackhaften Nachtisch.

Das Foto ist eine Doppelbelichtung, mit der zwei Bilder direkt in der Kamera (OoC) miteinander gemischt werden.

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #17

Überlinger Münster in der Herbstsonne

Lange nichts mehr zu dem Thema eingestellt. Daher heute nur kurz und knapp das Überlinger Münster, fotografiert vom Garten des kulturhistorischen Museums, in dem wir heute die Lauterwasserausstellung besucht haben. Viele Bilder die Überlingen zeigen, einen Bogen spannend vom letzten Jahrhundert von den Anfängen der Fotografie bis in die heutige Zeit. Veränderung ist die einzige Konstante.

Herbstanfang

Herbstbäume am Landungsplatz in Überlingen

Im Herbst steht – in den Gärten die Stille, für die wir – keine Zeit haben // Victor Auburtin

Noch tragen die meisten Bäume ihr grünes Kleid, aber die Kastanien am Überlinger Landungsplatz scheinen langsam in den Herbstmodus zu wechseln. Jahreszeitlich ist es heute soweit. Der kalendarische Herbstanfang färbt aber nicht nur die Blätter ein, es ist auch die Zeit für die Ernte von Obst und Trauben.

Frische, knackige Äpfel finden sich bereits eine ganze Weile in Holzboxen entlang der Höfe, der Beutel mit frischen Äpfeln für gerade mal 5 Euro. Die Weintrauben erreichen auch langsam den Grad der Lese, die ersten Winzer sind bereits gestartet und sind optimistisch, was die Qualität des künftigen Weines angeht. Sonnige Tage und kühle Nächte hätten den Trauben in diesem Jahr gut getan, heißt es übereinstimmend. Die blauen Trauben in Aufkirch sind geschmacklich noch nicht so wirklich süß. Aber noch scheint ja die Sonne am Bodensee. Wir freuen uns auf einen schönen Herbst.

Zwiegespräch

Zwei Männer auf einer roten Bank, dahinter ein Maisfeld

Manchmal muss man seine Gedanken und Ideen teilen und mit wem könnte man das besser, als mit seinem eigenen Ich. Man liegt auf einer Wellenlänge, kann aber trotzdem ausführlich das Für und Wider abwägen, um am Ende zum besten Ergebnis zu kommen.

Hier ist das beste Ergebnis eine Kombination aus zwei Bildern, die – mittels Photoshop und Masken – einen fotografischen Disput mit mir selbst ermöglichen. Der Blick von der roten Bank in Richtung meines Zuhauses, Überlingen und dem Bodensee kann man von hier bewundern. Ich liebe diesen Blick auf das herbstliche Q5. Im Hintergrund sieht man heute sogar die Appenzeller Alpen mit dem Säntis über den Wolken.

Dahlienexplosion

Dahlienblüte auf der Insel Mainau

Auf der Insel Mainau kann man noch bis zum 6. Oktober die Dahlien-Königin wählen. Zur Auswahl stehen fast dreihundert Sorten von verschiedenen Züchtern mit so illustren Namen wie „Cafe au lait“, „Purple Flame“, oder „Strawberry Ice“. Die traditionelle Dahlienschau gibt es schon seit über 70 Jahren und ist einer der Höhepunkte im Mainau-Blumenjahr. 12.000 Dahlien in mehr als 280 Sorten entfalten im Dahliengarten ein wahres Blütenfeuerwerk und kündigen farbenfroh den Herbst an.

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Romsdalsfjorden

Eine Person blickt weit über den Romsdalsfjorden

Auf unserer Norwegentour mit der AIDAbella liefen wir auch den kleinen Ort Andalsnes an. Mit der Queen Mary II waren wir da schon mal in 2013. Da mussten wir allerdings noch tendern und eine Seilbahn auf den Hausberg gab es auch nicht. Heute hat der Ort eine kleine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe und direkt daneben die Talstation der Romsdalsgondelen, die die Österreicher hier vor drei Jahren gebaut haben.

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