Letztens bin ich über den Begriff „Wabi Sabi“ gestolpert. Wabi-Sabi ist ein japanisches ästhetisches und philosophisches Konzept, das grob gesagt die Schönheit des Unperfekten, Vergänglichen und Unvollständigen feiert. Dabei bedeutet Wabi Schlichtheit, Bescheidenheit, das Unaufgeregte und Sabi Patina, Alter, Spuren der Zeit, das „Gelebte“.
So zäh wie sich das vergangene Jahr manchmal anfühlte, war es in Wirklichkeit gar nicht. Ich hab mir gestern die Top 100 Bilder aus 2025 rausgesucht, mit dem ich das Jahr chronologisch ein wenig im WhatsApp Status Revue passieren lassen möchte. Es ist ne ganze Menge passiert. Sowohl persönlich als auch fotografisch. Und es fühlt sich im Rückblick nach ’ner Menge Spaß an.
Kunst liegt ja immer im Auge des Betrachters. Oft sagt man ja auch „Ist das Kunst, oder kann das weg“. Man denke nur an die festgeklebte Banane an der Wand. Auch die hat schließlich einen Käufer gefunden, der das millionenteure Objekt anschließend verspeiste. Wer hat der hat.
Auch bei uns in der Galerie kommt es vor, dass Besucher reinschneien, kurz durch die Galerie schlendern und dann verkünden, dass sie diese Skulptur mal eben für 2600€ mitnehmen möchten. Ist halt eine Galerie, die Künstler freut es. Ob es die Figuren auf dem Bild auch schaffen im Warenkorb eines Kunstinteressierten zu landen, steht allerdings in den Sternen. Die Objekte liegen preislich etwas über 4000€. Wer also schon immer mal einen Hund ausführen möchte, dem man nicht mit dem Kackebeutel hinterher laufen muss, sollte sich das Angebot vielleicht näher anschauen. Ob es bei dem Preis noch Kitsch ist, möge der werte Betrachter oder die Betrachterin selbst entscheiden.
Für manche Themen der #52WochenFotoChallenge muss man schon mal die Magie herbeirufen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Wie soll denn sonst bitte etwas schweben? Wir sind doch nicht in Stranger Things, wo der fiese Vecna dauernd Leute schweben lässt, bevor er ihnen die Knochen im Leib krachend verdreht, oder bei Harry Potter, wo ja auch dauernd was schwebt. Also habe ich die Magie der Fotografie herbeigerufen und gebeten meine Hand zu leiten, um den frischen Apfel zum Schweben zu bringen. Hat dann ganz gut geklappt. Voila, ein Apfel, #schwebend. Aufgabe erfüllt 😉
Linie: Längerer, gerader, gekrümmter oder geknickter Strich; Gerade, Kurve, Reihe, (Richt-)Schnur, Strecke, Umriss, Zeile – die kürzeste Verbindung zweier Punkte. All das macht laut Wikipedia eine Linie aus. Ich habe für meine Wochenaufgabe der #52WochenFotoChallenge alles im Angebot. Das folgende Bild stammt aus der Kunstausstellung in der Galerie in Überlingen und fasert eher aus.
Chaos
Als Hauptbild habe ich die Linie, bzw. Linien genommen, die uns im täglichen Leben immer wieder begegnen, außer man wohnt aktuell in der Ukraine, oder im Iran. Da dürften diese Linien nicht so alltäglich sein, meiden doch Fluglinien diese Länder beim Überflug. Für das letzte Bild habe ich eine ganze Menge Linien in einer Unterführung in Berlin gesammelt, die aber alle senkrecht verlaufen. Aber letztendlich sind auch dass …. Linien.
Senkrechte Linien
Ich hoffe meine Linienauswahl hatte euch gefallen und da heute der erste Advent ist, wünschen ich allen Lesern und Leserinnen einen schöne Adventszeit. Und vermeidet bitte weiße Linien, die in der Regel auf Toiletten gezogen werden. Ist besser so 😉
Auf meinen Hochhaustouren in Berlin und Frankfurt, habe ich ja eine Menge Häuser fotografieren können. Alle mit Blick nach oben, das kleine Fotoprojekt heißt ja auch „Lookup“. Angeregt durch ein Bild aus der aktuellen Ausstellung hier in Überlingen, habe ich mehrere Bilder in Photoshop zusammengefügt und miteinander multipliziert. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und manchmal passst die Eine, manchmal die Andere. Hier sind also für die 43. Aufgabe der #52WochenFotoChallenge meine Bilder zum Thema #künstlerisch. Die Aufnahme im Titel zeigt Hochhäuser aus dem Frankfurts Bankenviertel, das folgende Bild Hochhäuser rund um die Messe, mit dem Hammeringman.
Passend zum heutigen Wetter – es regnet seid heute Nacht aus einem grauen Himmel – dachte ich mir, ein wenig Farbe könnte der Sache guttun. Ich habe mich nämlich letzte Woch ein der Kunst der „Tröpfchenfotografie“ geübt. Dazu gibt es ja fantastische Bilder im Netz.
Wir müssen weg hier, raus aus dem Wald, verstehst du nicht? Wo ist dein Schuh? Du hast ihn verloren, als ich dir den Weg zeigen musste. Wer hat verloren? Du dich? Ich mich? Oder, oder WIR UNS?
Die Peanutsfigur Charlie Brown ist ja ständiges Inventar in meiner Fototasche. Bei jeder Gelegenheit versuche ich ihn eine Szenerie zu integrieren. Also nicht bei jeder, aber wenn es passt. Wie oft ich das mache, könnt ihr euch hier anschauen. Leider bin ich aber auch ein Schusselkopp und vergesse den armen Charlie manchmal. So könnte er heute noch unter dem Gipfel des Mount Ventoux auf einem Holzpfosten stehen. Ich hoffe aber, er hat neue Freunde gefunden, die besser auf ihn achtgeben.
Charlie und die Pilze
Diesmal war ich wieder im Wald in Uhldingen, bei den spiegelnden Kunstwerken und habe im Umfeld interessante Pilzformationen gefunden. Da bot es sich natürlich an, Charlie in Szene zu setzen. Hat im letzten Herbst auch schon Spaß gemacht, Charlie in die Welt der Pilzeeinzuführen. Das Einzige was ich mir noch wünschen würde, wäre eine Charlie Brown Figur von Schleich, mit einem Lächeln im Gesicht. So scheint er auf meinen Fotos immer zu denken, „Booaahh, neee, warum muss ich denn jetzt hier schon wieder dumm rumstehen.“ Aber das denken sich vermutlich viele Models 😉
Was kann mehr Spaß machen, als bunten Seifenblasen hinterherzurennen und sie zum platzen zu bringen. Aus Kindersicht braucht es nicht viel mehr. Mit immer neuen Luftsprüngen versuchen sie die Unmengen an Seifenblasen zu fangen, die die Seifenbläserin mit ihrem großen Seifenblasengerät unermüdlich erzeugt. Mit jeder geplatzten Blase werden Hände und Arme immer seifiger, aber das stört nicht. Selbst das zuschauen und fotografieren der Jagd macht enormen Spaß.
#Spaß ist das aktuelle Thema der #52WochenFotoChallenge von Norbert Eder.