Es gibt jemanden hier in Überlingen, der sich richtig Mühe gibt, um solche Kunstwerke am Ufer des Überlinger Sees zu erschaffen. Wohl wissend, dass sie nur temporär sein werden. Das nächste übermütige Kind, oder der nächste frustrierte Erwachsene werden ihre Freude daran haben, das filigrane Steingebilde zu zerstören. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich bald wieder solch ein Foto aufnehmen kann und ich mich – wie viele andere Spaziergänger auch – an der Kunst des Zen erfreuen werde.
Hexenküche
Langsam beginnen hier am Bodensee die Nebeltage. Heute Morgen um acht Uhr konnte ich gerade so den Baum vor unserem Fenster erahnen, nur eine halbe Stunde später war der Blick frei hinunter auf den See. Auf der gegenüberliegenden Seite in Dingelsdorf trieben die Nebelschwaden allerdings noch länger über den Bodanrück. Auch die Appenzeller Alpen schauten nur mit den Spitzen über das Nebelmeer.

Der herbstliche Blick über das Überlinger Münster zeigt eine Nebelwand über dem Untersee. Links im Bild reckt der Säntis sein Haupt in den Himmel.
Ernte sei Dank
Am ersten Sonntag nach Michaelis wird in unseren Breitengraden das Erntedankfest gefeiert. Meist läuft das auf den ersten Sonntag im Oktober hinaus. Beide Kirchen haben sich auf diesen Termin festgelegt, da er auch weitgehend mit dem Ende der Ernte übereinstimmt.

Auf 2000 m², die rein rechnerisch jedem Menschen an fruchtbarer Ackerfläche zur Verfügung stünden, zeigt der Überlinger Weltacker in einer Freiluftausstellung die meistangebauten Ackerkulturen der Welt. Auch hier wird heute das Erntedankfest gefeiert.
Weiterlesen „Ernte sei Dank“Beerenauslese
Der Weinpfad auf der Insel Mainau zeigt sich ziemlich vertrocknet. Die schrumpligen blauen Trauben an den Weinreben wollte wohl niemand ernten. Oder man wartet auf den Frost und den daraus resultierenden Eiswein. Aber das dürfte hier noch ein wenig dauern. Von Frost ist weit und breit keine Spur. Mein Geschmackstest ergab eine gute Süße, aber um aus den paar Trauben selbst ein Glas Wein zu keltern, dürfte den Aufwand nicht lohnen. Vielleicht freuen sich ja die Vögel über einen schmackhaften Nachtisch.
Das Foto ist eine Doppelbelichtung, mit der zwei Bilder direkt in der Kamera (OoC) miteinander gemischt werden.
Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #17
Lange nichts mehr zu dem Thema eingestellt. Daher heute nur kurz und knapp das Überlinger Münster, fotografiert vom Garten des kulturhistorischen Museums, in dem wir heute die Lauterwasserausstellung besucht haben. Viele Bilder die Überlingen zeigen, einen Bogen spannend vom letzten Jahrhundert von den Anfängen der Fotografie bis in die heutige Zeit. Veränderung ist die einzige Konstante.
Festival der Farben
Noch kann man die Dahlienkönigin auf der Insel Mainau wählen und sich an der Farbenpracht erfreuen, da buhlt schon die nächste Blume um die Aufmerksamkeit der Besucher: Die Chrysantheme. Nicht ganz so opulent wie die Dahlie mit ihren teilweise riesengroßen Blüten, aber auch farblich ansprechend und etwas für jeden Balkon.


Herbstanfang
Im Herbst steht – in den Gärten die Stille, für die wir – keine Zeit haben // Victor Auburtin
Noch tragen die meisten Bäume ihr grünes Kleid, aber die Kastanien am Überlinger Landungsplatz scheinen langsam in den Herbstmodus zu wechseln. Jahreszeitlich ist es heute soweit. Der kalendarische Herbstanfang färbt aber nicht nur die Blätter ein, es ist auch die Zeit für die Ernte von Obst und Trauben.

Frische, knackige Äpfel finden sich bereits eine ganze Weile in Holzboxen entlang der Höfe, der Beutel mit frischen Äpfeln für gerade mal 5 Euro. Die Weintrauben erreichen auch langsam den Grad der Lese, die ersten Winzer sind bereits gestartet und sind optimistisch, was die Qualität des künftigen Weines angeht. Sonnige Tage und kühle Nächte hätten den Trauben in diesem Jahr gut getan, heißt es übereinstimmend. Die blauen Trauben in Aufkirch sind geschmacklich noch nicht so wirklich süß. Aber noch scheint ja die Sonne am Bodensee. Wir freuen uns auf einen schönen Herbst.

Zwiegespräch
Manchmal muss man seine Gedanken und Ideen teilen und mit wem könnte man das besser, als mit seinem eigenen Ich. Man liegt auf einer Wellenlänge, kann aber trotzdem ausführlich das Für und Wider abwägen, um am Ende zum besten Ergebnis zu kommen.
Hier ist das beste Ergebnis eine Kombination aus zwei Bildern, die – mittels Photoshop und Masken – einen fotografischen Disput mit mir selbst ermöglichen. Der Blick von der roten Bank in Richtung meines Zuhauses, Überlingen und dem Bodensee kann man von hier bewundern. Ich liebe diesen Blick auf das herbstliche Q5. Im Hintergrund sieht man heute sogar die Appenzeller Alpen mit dem Säntis über den Wolken.

Seerosenteich
Bei jedem Besuch der Insel Mainau- bisher waren es sieben Mal – gehen wir auch am neu angelegten Seerosenteich vorbei, immer in der Erwartung, dass – neben den fetten Fischen – sich auch endlich die Seerosen zeigen. Beim letzten Mal war es dann soweit, alles voller weißer und rosafarbener Seerosen. Mir schwebte so eine Art Monetbild vor. Der hat ja ne Menge Seerosen gemalt, oft noch mit einer kleinen Brücke im Hintergrund. Eine Brücke gibt es auf der Mainau zwar auch, aber nicht ganz so malerisch. Daher heute nur Seerosen mit einem leichten Monettouch. Den richtigen Filter für seine Art des Malens habe ich nicht gefunden, daher musste ein wenig Ölfarbenfilter in Photoshop herhalten.
Weiterlesen „Seerosenteich“Sonnenstrahlen
Aktuell hat uns der Sommer hier am Bodensee voll im Griff. Bei Temperaturen über 30 Grad muss man seine Freizeitaktivitäten geschickt planen. Eine Bootsfahrt – auch wenn sie nur eine gute halbe Stunde dauert – bringt dank der Seekühle und leichtem Fahrtwind die erste Erleichterung auf dem Weg zur Insel Mainau.

