Archiv der Kategorie: Fotografie

Eigene Welten

Zwei Buchstaben mit Licht gezeichnet
Meine Initialen mit der Taschenlampe und dem Time-Mode der OM-D – Foto: u|b

Der erste der uns auf der Treppe der Berliner Opernwerkstätten am Donnerstagabend entgegenkam war der Schauspieler Peter Lohmeyer, brav mit einer OM-D 5 in der Hand, so wie die vielen anderen Besucher der Vernissage auch. Das war das faszinierendste an diesem Abend, vordergründig eine ganz normale Kunstparty, aber jede und jeder bewaffnet war mit der „kleinen Schwarzen“, der spiegellosen Olympus, immer bereit dem Slogan „Create your own world“ Folge zu leisten. Das habe ich natürlich auch getan und herausgekommen sind eine Menge Bilder, die ich nach der Veranstaltung auf der Speicherkarte mit nach Hause nehmen durfte. Nur die Kamera, die musste ich leider wieder zurückgeben.

Frau hinter buntem Vorhang
Behind the curtain – Foto: h|b

Die Künstler haben ja inzwischen ihre „eigenen Welten“ bereits kreiert und die haben wir uns an diesem Abend zwischen Sekt und Schnittchen in Ruhe angeschaut. Von Pilzkulturen über Laserinstallationen, bis hin zu einer geheimnisvollen Box, in der man von aussen nur ein kleines Guckloch sehen kann. Die Kamera im Weitwinkelmodus durch das Guckloch und zwei Personen innerhalb der Box bringen das „Aha“- Erlebnis. Nachdem wir alle Stationen besucht hatten, inklusive des „Darkrooms“ zum Malen mit Licht, hier kommt der Time-Mode der OM-D wunderbar zum Einsatz, genossen wir den restlichen Abend entspannt bei elektronischer Musik und geistigen Getränken.

Weitere meiner Bilder und einen „offiziellen“ Bericht zur Vernissage findet ihr im Hauptstadtblog.

Aufs richtige Pferd gesetzt

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Ganz weit draussen im Osten, fast schon in Brandenburg, liegt ein 2400 Meter langes Oval aus Rasen. Es dient mehrfach im Jahr dazu, Pferde in hoher Geschwindigkeit, besetzt mit meist kleinen Männern, drumherumzujagen. Tausende Menschen schauen dem Treiben dabei interessiert zu. Wenn Reiter und Pferd endlich durchs Ziel jagen, freuen sich die Einen, wohingegen die Anderen fluchend kleine Zettel zerreissen. Es ist Renntag in Hoppegarten. Man kann ja an so einem Renntag auf alles wetten, auf Sieg, auf Platz, Zwillingswette, Viererwette, man muss nur verstehen, was es bedeutet.

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Photographie Playground – Ein Werkstattbesuch

Rauminstallation in den Opernwerkstätten Berlin
318 prepared dc-motors, cork balls, cardboard boxes, 100 x 100 x 100 cm von Zimoun – Foto: h|b

Bevor eine Vernissage in der nächsten Woche die Ausstellung eröffnet, durfte ich heute bereits einen kleinen Blick hinter die Kulissen des kommenden „OM-D Photographie Playgrounds“ werfen. Dazu werden gerade die alten Opernwerkstätten in Berlin zu einer interaktiven Spielwiese umgebaut. Ich treffe mich mit Jessica von „united communications“ unter dem großen Veranstaltungsplakat und über den staubigen Vorplatz erreichen wir den Eingang. Also eher Nebeneingang, denn überall wird noch gebaut und wo eben eine Treppe war, ist etwas später nur noch eine Leiter. Wir gehen durch verwinkelte mit Linoleum belegte Flure und fahren mit einem alten Lastenaufzug hinauf in den dritten Stock, in den „Taubenschlag“. So nennen die Veranstalter diesen Bereich und tatsächlich turteln und flattern ein paar Tauben mitten zwischen den Installationen herum. Photographie Playground – Ein Werkstattbesuch weiterlesen

Ansitzen

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Der Blick aus dem fahrenden Zug eröffnet ja permanent neue Perspektiven, wie Kino, nur schneller und ohne echte Handlung. Die muss man sich im Kopf selbst erzeugen. Manchmal würde ich gern anhalten, aussteigen und kurz mitspielen. Zum Beispiel in der Morgendämmerung mit dem Jäger hier auf dem Anstand sitzen und auf den ersten Regio warten der aus dem morgendlichen Nebel herangerauscht kommt. Anlegen, zielen, bammmm. Erlegt.

Aber was macht man anschließend mit einem erlegten Regio? Mit nach Hause nehmen? Direkt vor Ort ausweiden und zerteilen? Oder einfach warten, bis der Regio für den Jäger das Wild erlegt? Bin ehrlich gesagt etwas verwirrt, was die Position dieses Jagdsitzes angeht. Aber die jagende Zunft wird schon wissen was sie tut. Vielleicht irre ich mich aber auch komplett, und es ist ein Ansitz für Trainspotter. Aber das klingt irgendwie wieder langweilig. Also schnell weiter zur nächsten Szene.

Westwing

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Nach zwei Tagen Workshop im Westflügel des Berliner Hauptbahnhofes habe ich heute Nachmittag wieder das Licht der Sonne erblicken dürfen. Nach Powerpointfolien, Flipcharts und Whiteboards endlich wieder echtes Leben. Zur Akklimatisierung habe ich mir erst mal ein frisches Eis gegönnt und mich kurz auf dem Washingtonplatz in die Sonne gestellt. Die Eindrücke nach den zwei Tagen müssen sich jetzt setzen und danach geht es an die Umsetzung der erzielten Ergebnisse. Das Jahr wird vermutlich nicht reichen, aber vielleicht können wir die Zeit zwischendurch anhalten oder dehnen. Am Ende des Jahres wissen wir mehr.