Selfies vom Oranienplatz

Selfies vom Oranienplatz - Foto: h|b
Selfies vom Oranienplatz – Foto: h|b

An rund 120 Orten über ganz Berlin verteilt, spielt sich aktuell der „6. Monat der Fotografie“ ab. Mal drin, mal draussen, mal gegen Eintritt, meist jedoch frei, kann man vom 16. Oktober bis zum 16. November so viele Fotos anschauen wie in den Kopf hineinpassen. „Umbrüche und Utopien“ ist der Leitgedanke der Ausstellungen, viele der Fotografen und Künstler sind mit ihren Fotografien Zeitzeugen des Wandels einer Epoche. Ich war am Wochenende in fünf der Ausstellungen und stelle sie euch im Rahmen einer „Woche der Fotografie“ einzeln vor. Ein kleiner Tipp noch, am Donnerstag ab 16 Uhr ist das öffentliche Grand-Opening des c/o Berlin im Amerikahaus am Bahnhof Zoo.
Selfies vom Oranienplatz
Beginnen möchte ich mit einer Open-Air Ausstellung am Oranienplatz in Kreuzberg. Hier wo lange Zeit Flüchtlinge den Platz in ein Zeltlager verwandelt haben, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, findet sich ein Rondell mit vielen verschlossenen Türen. Auf jeder Tür findet sich ein Selfie. Nach der Räumung des Platzes sind die Menschen anderweitig untergekommen, an ihren neuen Orten haben sie sich selbst „lomografiert“. Es ist eine schnell konsumierbare Ausstellung, trotzdem macht sie nachdenklich. Die Menschen sind von diesem Ort verschwunden, über ihr Schicksal ist mir nichts bekannt. Ihre Bilder füllen den Platz noch einmal auf. Danach bleibt Leere.

Die Siemensbahn

Gleisbett mit Birken - Foto: h|b
Gleisbett mit Birken – Foto: h|b

Das erforschen von stillgelegten Fabriken, Krankenhäusern, Kasernen oder ähnlichem erfreut sich ja großer Beliebtheit. Die Bilder zeigen dann das morbide Ambiente unbewohnter Gebäude. Abblätternde Farbe an den Wänden, verblasste Wandgemälde, Artefakte der früheren Bestimmung wie Schreibtische oder OP-Tische. Das wollte ich nun auch endlich mal machen, aber lieber etwas oberirdisches. Ich hatte keine Lust irgendwo rumzukrabbeln, über halbkaputte Treppen zu balancieren, immer auf der Hut vor irgendwelchen Wachdiensten. Viel zu viel Schiss. Weiterlesen „Die Siemensbahn“

Fast allein

Der Herbst lässt die Ostseestrände wieder leerer werden - Foto: h|b
Der Herbst lässt die Ostseestrände wieder leerer werden – Foto: h|b

Langsam aber sicher wird es in Warnemünde wieder leerer. Es ist Herbst und die Saison der Kreuzfahrtschiffe ist beendet. Sie kreuzen jetzt mit ihren tausenden Passagieren in wärmeren Gefilden. Dem Mittelmeer, der Karibik oder zwischen den kanarischen Inseln. Es wird früher dunkel und wir hatten bei unserem letzten Besuch den Strand wieder fast für uns alleine. Der frühmorgendliche Spaziergang am „Alten Strom“ entlang, Warnemünde noch ganz verschlafen, wie ausgestorben. Für uns ist die Saison nun leider auch vorbei. Danke für die schöne Zeit, wir sehen uns im nächsten Jahr.

Der Bierpinsel

Traum in Beton, der Bierpinsel in Steglitz - Foto: h|b
Traum in Beton, der Bierpinsel in Steglitz – Foto: h|b

Anfang des Jahres haben sich in Berlin ein paar Fotoverrückte zusammengefunden, die eines vereint: Die Kameramarke. Alle benutzen Digitalkameras von Olympus, in der Regel die neuen, die „mit ohne Spiegel“. Daraus entstand nun der Berliner Oly-Stammtisch. Beim Treffen in dieser Woche gab es neben Foto-Smalltalk auch die Ergebnisse der beim letzten Mal gestellten Aufgabe zu präsentieren. Es galt den „Bierpinsel“ – laut Wikipedia „ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau nebst Treppenturm“ in Steglitz in Szene zu setzen. Das ist ein architektonisch ziemlich interessantes Bauwerk, gleichzeitig ist es aber auch ziemlich schräg. Wie ein aus dem Himmel gefallenes außerirdisches Artefakt reckt es sich von der Schlossstraße aus neben einer Hochstraße in die Höhe. Weiterlesen „Der Bierpinsel“

Selfie

Selfie mit der EM-5 - Foto: h|bSelfie mit der EM-5 – Foto: h|b

Es steht ja nirgends geschrieben, dass man Selfies nicht auch mit einer richtigen Kamera machen darf, oder? Da nun langsam aber sicher der Sommer zu Ende geht, habe ich gestern morgen vor dem Büro noch mal kurz die Sonnenstrahlen wirken lassen und wenn ich schon so rumstehe gleich ein Bild von mir geschossen. Arm lang ausgestreckt, Blick mitten ins Objektiv und verzweifelt versucht nicht blind zu werden. Die Sonne stand wirklich exakt in Blickrichtung. Bin ja ansonsten eher selten auf Bildern. Ein Vorteil, der Mensch hinter der Kamera zu sein. Aber es ist auch cool, Fotograf und Model in einer Person zu sein.

Baustellenwerbung

Baustelle - Foto: h|b Baustelle – Foto: h|b

Wäre ja fast wieder eine Idee für ein kleines Projekt, regelmäßig ein Bild von dieser Position, aktuell mit Baustelle an der Warschauer Strasse, aber irgendwie halte ich das ja nie so recht durch. Mein „Berlin from the ground“ braucht auch dringend Nachschub. Ich komme aber auch zu nichts mehr. Woran liegt das nur? Muss mal wieder Prioritäten setzen. Weniger arbeiten und am Wochenende mal wieder raus in die Stadt. Chakka.