Trecker auf Speed

Trecker beim Beschneiden von Weinreben

Bei einem kleinen Spaziergang am Wochenende durch die Überlinger Weinberge konnte ich fotografieren, was man sinnvolles mit einem Trecker anstellen kann, anstelle wütend nach Berlin zu dieseln. Statt mühsam zu Fuß und mit einer Heckenschere bewaffnet der wuchernden Reben Einhalt zu gebieten, hat der kleine Trecker scharfe übereinanderliegende Rotoren an einem Ausleger, mit denen die oberen Spitzen der Weinreben gekürzt werden. So kann der Saft und die Kraft auf den unteren Bereich beschränkt werden. Coole Sache. Spart sicher eine Menge Arbeitszeit und Kraft, braucht aber eine Maschine und damit Treibstoff. Rechnet man nun Zeitersparnis gegen Manpower und Mehrkosten, dürfte sich die Maschine – auch bei fehlender Dieselsubvention – immer noch rechnen.

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Arsch huh, Zäng ussenander

Kundgebung gegen Rechts am Landeplatz in Überlingen

Unter dem Motto gingen 1992 Menschen auf die Straße gegen Rassismus und Neonazis. Es waren die Baseballschlägerjahre. „Wenn wir den Arsch nicht hochkriegen, ist es eines Tages zu spät“ sangen BAP und andere Sängerinnen und Sänger damals auf dem Chlodwigplatz in Köln. Das ist die entscheidende Liedzeile, die auch heute wieder gültig ist. Wenn eine offen rechtsradikale Partei im Bundestag sitzt, die wieder über Deportationen von Menschen redet die in Deutschland leben, ist es an der Zeit endlich aufzustehen.

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Einschnellen

Männer beim Einschnellen in Überlingen

Pünktlich mit dem letzten Glockenschlag am Überlinger Münster um 12 Uhr bricht am Heiligen Dreikönigstag in der Münsterstraße das Chaos aus. Vor hunderten Zuschauer wird in Überlingen die Fasnet mit dem traditionsreichen „Einschnellen“ (SWR) eingeläutet. Dabei schwingen Narren die für die schwäbisch-alemannische Fastnacht charakteristischen Peitschen und Karbatschen hin und her. Das Ganze erinnert mich spontan an Schüsse und macht einen Höllenlärm.

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Sturmwarnung

Seit ein paar Tagen flackern rund um den Bodensee orange Leuchten an den Ufern. Wie wir als Neu-Überlinger gelernt haben, sind das Warnleuchten, die aktuell auf starke Windböen zwischen Beaufort 6 -7 hinweisen. Sie blitzen bis zu 40 mal in der Minute und warnen alle Schiffsführer sich entsprechend zu verhalten. Blinkt das Licht ungefähr 90 mal die Minute ist es eine Sturmwarnung. Dann bleibt man wohl besser im Hafen, oder am Ufer. Bei unserem heutigen Besuch am Landungsplatz ist das Wasser ganz schön kabbelig. Mit Ruderboot oder SUP wäre es wohl jetzt eher ungemütlich auf dem Wasser.

Interessanterweise scheint über den Schweizer Alpen die Sonne aus einem blauen Himmel, wogegen sich über dem Bodensee dunkle Wolken ballen, aus denen es ab und an nieselt. Ist mir schon ein paar mal aufgefallen und wohl dem Mikroklima des Bodensees geschuldet. Aber Dank unseres erhöhten Standortes sehen wir jeden Tag weit hinüber in die Schweiz und erfreuen uns am sonnigen Panorama.

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #1

Sprungturm des Überlinger Freibades im Dezembernebel

Nachdem die #52WochenFotoChallenge für 2023 beendet ist, habe ich mir ein neues kleines Projekt überlegt. Die „Jede Woche ein Bild“ Idee behalte ich bei, so setze ich mich ein wenig unter kreativen Druck. Es gibt zwar auch für 2024 eine Challenge von Norbert Eder, aber ich möchte gern in diesem Jahr meine neue Heimat in den Fokus stellen.

Bereits die ersten beiden Wochen haben mich dermaßen geflasht, was das Wetter und die daraus resultierenden Stimmungen angeht, dass ich sicher genug Fotomaterial zusammen bekomme, um ein Jahr zu füllen. Das Hauptthema – so wie es in der Überschrift zu lesen ist – habe ich mir mit Hilfe von ChatGPT erarbeitet, ich denke es trifft mein Vorhaben ganz gut. Licht und Wasser dominieren die Gegend, die Schweizer Alpen als Kontrast sind dann das Sahnehäubchen. Auch wenn das neue Jahr erst morgen startet, beginne ich die Serie bereits heute, am letzten Sonntag im Jahr 2023. Dem Jahr des großen Umbruchs.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch, bleibt gesund und erfreut euch an der Natur, die unvergleichliche Möglichkeiten bietet fotografisch entdeckt zu werden.

Nebelmeer

Das Münster von Überlingen vor dem Nebelmeer des Bodensees

Unter bestimmten Wetterbedingungen liegt die ganze Bodenseeregion in dicken Nebelschwaden, die sich erst spät, oder meist gar nicht auflösen. Dann ist den ganzen Tag dicke Suppe. Warum ist das so? Kurz gesagt, es liegt an den Bergen und dem Bodensee selbst. Die Bodenseeregion liegt zwischen vielen Bergen. Dazu gehören die Alpen, das Hegau, der Schwarzwald und die Schwäbische Alb. Hier kann sich kalte Luft besonders gut sammeln, die für das Entstehen des Nebels verantwortlich ist. Diesen Effekt verstärkt der Bodensee zusätzlich: Der See ist im Herbst und Winter oft wärmer als die Luft. Über die große Wasseroberfläche verdunstet zusätzlich also viel Wasser. Der Bodensee fängt an zu dampfen. (Quelle: Südkurier)

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Minimalistisch 49/52

Gelbe Kacheln in einem Berliner U-Bahnhof

Minimalismus in der Fotografie ist eine ästhetische Herangehensweise, die auf die Reduktion von Elementen zielt, um eine klare und einfache Bildaussage zu schaffen. Dabei werden störende oder unnötige Details vermieden, und das Hauptmotiv tritt klar in den Vordergrund. Durch die bewusste Begrenzung von Farben, Formen und Komplexität entstehen oft starke visuelle Wirkungen. Der minimalistische Ansatz ermöglicht es, die Essenz eines Motivs einzufangen und den Betrachter dazu zu bringen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Leerflächen, klare Linien und eine sorgfältige Komposition sind zentrale Merkmale, die dazu beitragen, die Einfachheit und Schönheit der Fotografie im minimalistischen Stil zu betonen (ChatGPT)

Berlin-Blues #26 – Ende

Blick durch herbstliche Bäume auf Häuser

Das ist er nun, der letzte Berlin-Blues, der letzte Tag im November. Das war der letzte komplette Monat in Berlin. Ab morgen tickt die Uhr runter bis zum Umzug am 9.12.23. Daher ein leicht verklärter Blick auf unsere Wohnung in der Gubener Straße in Berlin-Friedrichshain. Etwas über über 22 Jahre war das unsere Homebase, unser Lebensmittelpunkt, unser Kiez. Ein letzter Blick mit meiner Drohne über Park, Häusermeer bis hin zum Frankfurter Tor mit den zwei markanten Türmen.

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