Diesmal also eine Fensterbank als Teil der #52WochenFotoChallenge. Na gut, dazu muss ich ja nicht mal vor die Tür gehen. Dank meiner besseren Hälfte ist unsere Fensterbank in Richtung Bodensee und Appenzeller Alpen immer gut bestückt mit allerlei Pflanzentöpfchen. Zur leichteren Pflege und da diese Seite auch die morgendliche Sonnenseite ist, aber ausschließlich Sukkulenten. Wie man sehen kann, freuen sich die Minikakteen durchaus hier zu sein und unsere Fensterbank zu verschönern.
Niedrigwasser
Kaum verliert der Bodensee ein paar Liter Wasser steigt die Panik in Deutschland. Selbst der Tagesspiegel, eine Berliner Tageszeitung, und damit weit weg, am anderen Ende der Republik, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Thema. Auch bange Fragen werden gestellt: Wie lange noch bis der Bodensee zu Fuß überquert werden kann? Wann trocknet der See komplett aus?


Durchscheinend 17/52
Im Spielbereich zwischen unseren Wohnblöcken hat die Baugenossenschaft Überlingen eine Art „Öffentliches Wikipedia“ errichtet. Neben einem langen Zeitstrahl, der in den Boden eingelassen ist, stehen am Rand große Glasplatten, auf denen die Entwicklung der Menschheit – oft im lokalen Bezug zur Stadt Überlingen und dem Bodenseekreis – aufgelistet ist.
Der Text ist auf halbtransparenten Folien aufgedruckt und wurde dann auf die Glasplatten geklebt. Als wir letztens Abends nach Hause kamen und meine Frau auf der anderen Seite gegen das Licht durchschien, hatte ich endlich eine Möglichkeit zur Umsetzung des Themas gefunden. Wir – der Homo Sapiens – schreiten am Ende der aktuellen Menschheitsgeschichte in die Zukunft und scheinen durch die alten Zeiten hindurch. Perfekt.
Blütenzauber
Der Frühling ist nun nicht mehr zu stoppen, die ersten Obstblüten wagen sich in die Sonne. Hoffentlich nicht zu früh, in der nächsten Woche soll es Nachts noch mal leichten Frost geben, auch wenn jetzt zum Wochenende Temperaturen bis zu 20° avisiert werden. Wäre ja schön, wenn am Ende auch Kirschen, Mirabellen oder Aprikosen am Baum hängen und gepflückt werden können.

Narzissen
Lange hat es gedauert, aber nun sprießen sie entlang jeder Straße oder Promenade. Das Überlinger Grünamt war fleissig und hat alles vorbereitet um – nach den Krokussen – nun auch die Narzissen erblühen zu lassen. Das satte Gelb spiegelt die Sonne wider, die sich im Moment leider ein wenig rar macht. Umso leuchtender ihre Stellvertreter hier unten auf der Erde mit ihrem Sonnengruß.

Funkenfeuer
Der absolute Schlusspunkt der alemannischen Fasnet sind die „Funken“. Auch am Bodensee brennen am Wochenende nach der Fasnet auf vielen Bergen und Hügeln die „Funkenfeuer“. Die Narrenzünfte bauen dazu mehr oder weniger große Holzstöße.

Stille 8/52
Stille ist in unserer lauten und bewegten Zeit etwas geworden, was man wirklich vermisst. Aber es gibt sie noch, die Enklaven der Ruhe. Eine solche habe ich im Rahmen der #52WochenFotoChallenge Anfang letzter Woche am Uferpark in Überlingen gefunden. Es ist kalt und neblig und ich bin dort unten am See fast alleine. Die Autostraße liegt hinter einer Böschung, ab und an hört man nur leise einen Zug der Bodensee-Gürtelbahn vorbeihuschen. Selbst die krächzenden Möwen haben frei, oder tummeln sich lieber weit weg am Landungsplatz.

Still ruht der See
Auch wenn der See im Moment vor lauter Nebel mal wieder nicht zu sehen ist, gibt es doch noch genug Seebilder in meinem Album. Heute mal eins in s/w und in einer Langzeitbelichtung. Zwar nur mit dem iPhone und der App ReeHeld, aber damit kann man das ganz gut simulieren. Muss das aber auch bei Gelegenheit mit der richtigen Kamera austesten. Ronny Behnert aus Berlin treibt das bis zum Exzess auf seinem Blog „Bewegungsunschärfe„. Da finden sich sehr coole Bilder, oft eben auch mit Wasser, was aber aussieht wie ein Spiegel, also null Bewegung. Es sieht oft eher aus wie ein Milchsee. Sehr schöne Fotos. In seinem Blog gibt er auch Hinweise zur Erstellung dieser Fotos.
Stein am Rhein
Wenn die Schweiz mehr oder weniger vor der Tür liegt, kann man auch mal einen kleinen Ausflug dorthin machen. Rund 50 Kilometer entfernt von Überlingen liegt die kleine Schweizer Stadt „Stein am Rhein“. Mit ihren Fassadenmalerein aus dem 16. Jahrhundert, an den Häusern rund um den Rathausplatz, gehört sie zu den touristischen Hotspots in der nördlichen Schweiz.


Saftporling
Die Pilzzeit ist ja eigentlich vorbei, aber ich hatte noch einen Pilz aus der Nebelzeit übrig, den ich gern noch hier zeigen möchte. Da ich kein Pilzkenner bin, verlasse ich mich auf die Google-Fotosuche, die mir in diesem Fall „Oligoporus“ oder eben „Saftporling“ vorgeschlagen hat. Davon gibt es diverse Abarten, aber alle wachsen an Bäumen. Daher gehe ich mal davon aus, dass das in diesem Fall korrekt ist.
In diesem Sinne: „Ein gutes Pilz geht immer“ 😉
Foto: iPhone 15 pro, ISO 64, 48 mm, f /1.8
