Abgeschliffen

Ein Holzblick mit weißer Rinde, auf das ein gelbes Viereck und ein verstümmeltes blauser N zu sehen sind.

Ich bleibe über diesem Stück Holz stehen, weil es nichts mehr eindeutig sagt.
Die Farbe formt etwas, das einmal Buchstaben gewesen sein könnten – oder auch nicht.
Zeit hat die Bedeutung abgeschliffen, aber nicht die Wirkung.
Im Unlesbaren liegt eine eigene Ruhe, und genau dort beginnt für mich Wabi Sabi.

Diagonal 52/52

Zwei blaue Linien auf einer Eislauffläche

Das war’s. Das ist das letzte Foto für die 52WochenFotoChallenge in 2025. 52 mal habe ich versucht die Vorgabe, die ja meist nur aus einem Wort besteht, fotografisch umzusetzen. Ich musste auch sehr selten auf mein Archiv zugreifen und wenn, dann höchstens eine kurze Zeit zurück. Es hat Spaß gemacht, man ist aber auch irgendwie fremdbestimmt. Daher werde ich im kommenden Jahr eine Runde aussetzen und wieder eigene Fotoprojekte hier vorstellen. Natürlich auch Bilder vom schönen Bodensee, oder wo immer es uns vielleicht mal hintreibt. Also dranbleiben 😉

Merry Christmas

Ein stimmungsvolles Foto einer beleuchteten Straßenszene aus Überlingen

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Genießt die Tage, denkt an was Schönes und bleibt gesund.

Kitsch 51/52

Kunstobjekte in einer Kunstgalerie

Kunst liegt ja immer im Auge des Betrachters. Oft sagt man ja auch „Ist das Kunst, oder kann das weg“. Man denke nur an die festgeklebte Banane an der Wand. Auch die hat schließlich einen Käufer gefunden, der das millionenteure Objekt anschließend verspeiste. Wer hat der hat.

Auch bei uns in der Galerie kommt es vor, dass Besucher reinschneien, kurz durch die Galerie schlendern und dann verkünden, dass sie diese Skulptur mal eben für 2600€ mitnehmen möchten. Ist halt eine Galerie, die Künstler freut es. Ob es die Figuren auf dem Bild auch schaffen im Warenkorb eines Kunstinteressierten zu landen, steht allerdings in den Sternen. Die Objekte liegen preislich etwas über 4000€. Wer also schon immer mal einen Hund ausführen möchte, dem man nicht mit dem Kackebeutel hinterher laufen muss, sollte sich das Angebot vielleicht näher anschauen. Ob es bei dem Preis noch Kitsch ist, möge der werte Betrachter oder die Betrachterin selbst entscheiden.

Vergänglich 50/52

Aufnahme einer Straße mit Rissen im Asphalt

„Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand“ schrieb Theodor Fontane in seiner Ballade „Brück’ am Tay“. Da geht es um den Einsturz einer gerade fertiggestellten Eisenbahnbrücke in England. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befuhr ein Zug die Brücke und riss 75 Menschen mit in den Tod. Dass Brücken nicht so stabil sind, wie wir glauben, hat uns die jüngste Vergangenheit gelehrt.

Weiterlesen „Vergänglich 50/52“

Linie 48/52

Am blauem Himmel sind diverse Kondensstreifen zu sehen

Linie: Längerer, gerader, gekrümmter oder geknickter Strich; Gerade, Kurve, Reihe, (Richt-)Schnur, Strecke, Umriss, Zeile – die kürzeste Verbindung zweier Punkte. All das macht laut Wikipedia eine Linie aus. Ich habe für meine Wochenaufgabe der #52WochenFotoChallenge alles im Angebot. Das folgende Bild stammt aus der Kunstausstellung in der Galerie in Überlingen und fasert eher aus.

Ein Kunstwerk aus goldenen sich zerfasernden Linien
Chaos

Als Hauptbild habe ich die Linie, bzw. Linien genommen, die uns im täglichen Leben immer wieder begegnen, außer man wohnt aktuell in der Ukraine, oder im Iran. Da dürften diese Linien nicht so alltäglich sein, meiden doch Fluglinien diese Länder beim Überflug. Für das letzte Bild habe ich eine ganze Menge Linien in einer Unterführung in Berlin gesammelt, die aber alle senkrecht verlaufen. Aber letztendlich sind auch dass …. Linien.

Eine Unterführung mit verwischten Menschen und weißen senkrechten Lampen
Senkrechte Linien

Ich hoffe meine Linienauswahl hatte euch gefallen und da heute der erste Advent ist, wünschen ich allen Lesern und Leserinnen einen schöne Adventszeit. Und vermeidet bitte weiße Linien, die in der Regel auf Toiletten gezogen werden. Ist besser so 😉

Blutmond

Blutmond am Himmel über dem Bodensee

Nach dem Erdbeermond ist vor dem Blutmond, der ja eigentlich eine Mondfinsternis ist. Trotz Erdschatten, reicht das Licht der Sonne gerade noch aus, um den Mond etwas zu beleuchten. Wie viele andere Fotografen warte ich gegen acht Uhr mit Martin gespannt auf das Erscheinen des Mondes, der unsere Geduld allerdings auf eine lange Probe stellt.

Teleobjektiv beleuchtet vom Licht der Kamera
Auf der Suche nach dem Blutmond
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Schattenspiel 34/52

Ein Schattenbild eines Fahrrades, fotografiert vom Radler von oben.

Ob „Moonlight Shadow“, oder „Shadows of your Love“, der Schatten kommt in der Musik sehr häufig vor. Gerade eine Website gefunden mit den 93 besten Song, die „Shadow“ im Titel haben. Wobei ja auch im Schatten immer das Böse lauert. Licht und Schatten bedingen sich gegenseitig und laden zum Spiel ein. Wer gewinnt, Gut oder Böse? Das Licht oder die Dunkelheit. Im Moment alles etwas unklar.

Für Fotografen ist Schatten natürlich ebenfalls eine gute Gelegenheit mit Licht und Schatten zu spielen. Vieles wirkt dadurch am Ende nur grafisch und am Besten noch in hartem schwarzweiss, wie in meinen beiden Aufnahmen zum Thema „Schattenspiel“.

Das Titelbild ist mit meinem iPhone 15pro während der Fahrt mit dem Rad entstanden, das andere Bild auf einem alten Industriegelände in Überlingen mit meiner Olympus.