Es sind gewaltige Wassermassen, die Tag für Tag den Rheinfall hinunterstürzen. 600 Kubikmeter pro Sekunde fliessen im Sommer im Schnitt über die 25 Meter hohe Felsstufe. Diese Wucht nagt langsam, aber stetig an den beiden Felszähnen, die aus dem Rheinfall ragen. Beim Hochwasser waren es zuletzt sogar bis zu 900 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, ein absolutes Spektakel für die Touristen aus aller Welt, aber ein steter „Tropfen“ der den Stein „höhlt“. So sagt es ein bekanntes Sprichwort.
Am Mittwoch haben wir es endlich geschafft den Pfänder in Bregenz zu besuchen. Den „Hausberg“ des Bodensees. Die liebe Bahn wollte das zwar verhindern, durch Verspätungen haben wir uns BSB Schiff in Friedrichshafen verpasst, aber wir sind ja flexibel und sind einfach weitergefahren bis nach Lindau und haben eben dort unser Schiff erwischt. Von hier ist es ja – wie auf dem Titelbild zu sehen – nur noch ein Katzensprung bis nach Bregenz.
Wenn einem die Motive zu langweilig oder ausgelutscht erscheinen, kann man seine Kamera ja bitten, mal was anderes zu machen. In diesem Fall den eingebauten ND Filter der Olympus OM-D E-M1 iii auf 32 setzen. Damit ist auch im Hellen eine längere Belichtungszeit möglich. Dann bewegt man die Kamera je nach Gusto mal langsam nach oben, oder dreht sie im Kreis, oder zoomt während man belichtet. Beim zoomen entstehen solche Bilder wie auf dem Titel und beim folgenden Bild habe ich einfach die Kamera gedreht.
Jeden Morgen führt uns der erste Gang zum Wohnzimmerfenster, um zu sehen, welches Bild uns heute geboten wird. Werden wir überhaupt etwas sehen was über die nächste Hausreihe hinausgeht, oder liegt Nebel über dem See? Werden wir das magische Panorama der Appenzeller Alpen sehen, oder hat wieder jemand vergessen ein paar Schweizer Franken in den Alpenblickautomat zu stecken? Doch selbst wenn die Berge zu sehen sind, liegt meist ein Dunst davor, der der Kamera mit Teleobjektiv ein eher verwaschenes Bild liefert.
Wenn die langsam untergehende Sonne einen leichten Bronzeeffekt auf das Wasser des Bodensees zaubert, der Mülleimer an der Promenade ein Solarpanel hat indem sich der Baum darüber spiegelt, kann das Smartphone nicht in der Tasche bleiben.
Das Wochenende versöhnt uns wieder mit dem Regen und Nebel der vergangenen Woche. Zeit für etwas „Ommmmm“ unten am See. Die Aussicht genießen, die Luft atmen, die Sorgen wegschwimmen lassen, alles loslassen. Der Blick geht weit hinüber zu den Schweizer Alpen, die aber nur schemenhaft im leichten Dunst zu erkennen sind. Perfekt.
Nach einer grauen und teilweisen regnerischen Woche, kam am Wochenende in Überlingen endlich Licht ins Dunkle. Wir konnten unsere neuen Balkonmöbel einweihen und in der Wintersonne ließ es sich bereits prima aushalten. Klar, warm anziehen ist Bedingung, aber die Kraft der Sonne ist bereits Ende Januar echt erstaunlich.
Vorher waren wir aber noch unten am See, eine Runde spazieren gehen. Die Idee hatten wir aber nicht alleine, die Promenade war voll mit sonnenhungrigen Spaziergängern und die Restaurants am Landungsplatz gut gefüllt mit Menschen, die sich in der Sonne einen Aperol oder Wein munden ließen.
Passend zum „Sonntag“ gibt es endlich wieder mal das passende Wetter am Bodensee. Blauer Himmel und Sonne satt. Durch die weiterhin anhaltende Kälte mit bis zu -7 Grad in der Nacht bilden sich im Moment nach dem Sonnenaufgang meist Hochnebel, die den ganzen Tag anhalten. Die Folge sind graue und trübe Tage an den Hängen des Bodensees.
Also muss man die Sonnenstunden nutzen und am See spazieren gehen. Deswegen sind wir ja hierher gezogen. Auf der Suche nach Fotomotiven fällt mir der kleine Gozilla auf, der am Ufer des Bodensees die armen Steinmännchen bedroht. Das iPhone entsprechend positioniert, kleine Nacharbeit in LrC und fertig ist das heutige Bild zum Thema „Licht und Wasser“.
Endloser Bodensee
Beim zweiten Bild hat man das Gefühl am Meer zu sein. Ein Horizont, an dem das andere Ufer im Dunst verschwindet täuscht eine Weite vor, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Die Schweizer Berge die normalerweise den Horizont bilden, haben wir die ganze Woche schon nicht mehr gesehen. Entweder Hochnebel, oder Dunst, so wie heute, lassen sie einfach verschwinden. Vielleicht muss auch nur irgendjemand wieder ein paar Schweizer Franken nachwerfen, damit sie wieder erscheinen 😉
Mit einer beeindruckenden Wassermenge von durchschnittlich 373 Kubikmetern pro Sekunde (!) und einem imposanten Durchfluss, der die Sinne überwältigt, ist der Rheinfall einer der drei größten Wasserfälle Europas. Die beiden anderen befinden sich weit entfernt in Norwegen und auf Island. Daher ist es nur logisch, dass wir den kürzesten Weg nehmen, den in die Schweiz. Schaffhausen ist von Überlingen gerade mal 60 km entfernt und eignet sich daher für einen kleinen Nachmittagsbesuch.
Im Rahmen der #52WochenPhotoChallenge steht heute das Thema „Reflexion“ auf dem Programm. Dafür braucht es entweder Spiegel, Pfützen, Metall, oder eben Fenster die mit schwarzer Folie abgedeckt sind, weil im Restaurant gebaut wird. Da ich mir diese Woche eine weitere Aufgabe gestellt habe, nämlichen den bekannten Felsen in Calpe, Spanien, den Ifach, immer wieder zu fotografieren, aber mit unterschiedlichen Umgebungen, Vordergründen, Rahmen, bot sich auch die Reflexionsaufgabe entsprechend an. Neben dem Titelbild – der eigentlichen Aufgabe – hier noch drei Variationen des Themas.