Klimaschock

Nächtliche Szene mit Wetterleuchten in dunklen Wolken. Über dem Horizont sind Blitze zu sehen.

Das Ende der verrückten Hitzeperiode ist in Sicht. Morgen soll es laut Wetter-App bis zu 10° weniger auf dem Thermometer haben als heute. Teile Deutschlands erwarten allerdings für heute noch mal neue Rekorde, die gar nicht so schnell entstehen, wie sie auch schon wieder purzeln. Über 40° soll das neue Normal sein? Früher war auch Sommer?

Auf Autobahnen brechen die Betonpisten auf, die Bahn rät davon ab mit dem Zug zu fahren, selbst die Infrastruktur hält der Hitze nicht stand. Veranstaltungen werden abgesagt, Rettungsdienste sind am Limit und holen immer wieder Hitzeopfer aus Wohnungen. Menschen sterben wegen Dehydrierung, Hitzschlag, oder beidem. Wenn das das neue Normal sein soll, weiß ich auch nicht. Aber wie sagt unser BuKa so schön: “ Die Welt geht ja deswegen morgen noch nicht unter“. Das mag stimmen, aber was ist mit Übermorgen? Egal, Hauptsache weiter so.

Das Foto entstand gestern Nacht kurz nach 23 Uhr von unserem Balkon mit Blick über den See in Richtung Schweiz. Ich hab meine OM-D E-M 1 III dazu auf das Stativ gestellt, „LiveComposite“ eingeschaltet und 4 Minuten laufen lassen. Jede Belichtung dauert 4 Sekunden, hinzugefügt wird immer nur, was sich im Bild ändert. Hier eben das Wetterleuchten und die Blitze.

Mal sehen, ob das Ende der Hitzewelle mit Unwettern einhergeht, oder ob wir morgen einfach wieder normal Leben können, ohne Angst vor dem nächsten Sonnenaufgang haben zu müssen.

Alpenglühen

Bergketter der Appenzeller Alpen im Abendlicht

Neben einem tollen Blick auf den Bodensee haben wir auch gleich dahinter noch den Fernblick auf die Appenzeller Alpen in der Schweiz. Der rund 60 Kilometer Luftlinie entfernte Säntis ist mit gut 2500 Metern die höchste Erhebung und quasi der Überlinger Hausberg. Die Alpen sind allerdings für uns nicht immer sichtbar. Wir scherzen dann gern, dass wir wohl wieder mal ein paar Räppli einwerfen müssen, damit die Schweiz sie wieder hervorzaubert. An einem der letzten Abende zeigte sich unter einer Schlechtwetterfront ein herrlich rosafarbenes Alpenglühen. Auch mit dem Supertele meiner Kamera gelingt es mir selten ein klares Bild der Berge zu bekommen, da sich in den 60 Kilometern doch eine Menge Dunst und Wasser kondensieren. Aber es geht ja auch eher um die Stimmung.

Alpenblick

Ein rotes Ruderboot auf dem Bodensee vor den Schweizer Alpen

Zum Abschluss unserer 6-monatigen Überwintern-Tour haben wir unsere Freunde in Überlingen am Bodensee besucht. Bei unserem letzten Besuch im Herbst war es grau und neblig, aber diesmal scheint die Sonne und bereits der Blick bei der Einfahrt von oben nach Überlingen hinunter ist atemberaubend. Der Bodensee liegt vor uns und im Hintergrund zum Greifen nahe grüßt die Alpenbergkette in der Schweiz. Wahnsinn.

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Lac Léman

Blick auf den Genfer See

Nach einem Zwischenstop in Freiburg mit Kaffee und Erdbeerbecher im Schatten des Münsters sind wir heute am Genfer See angekommen. Der CP liegt direkt am See und man hat einen herrlichen Blick hinüber zur Genfer Uferpromenade. Die besuchen wir dann morgen mit den Fahrrädern. Heute, am Sonntag, war schwer Halligalli, Riesenrad, Karussell, Buden und viele Flaneure. Wir relaxen an unserem „Haus am See“.

Da Genf zur französischen Schweiz gehört, konnte ich an der Rezeption schon mal üben, aber der nette, junge Mann konnte Gottseidank auch englisch. Das dürfte in Frankreich schwieriger werden, aber hoffentlich in Spanien dann wieder besser. Obwohl wir ja nun in dem europäischen Land sind, was nicht an dieser Wahl teilnimmt, sogar die doofen Engländer mussten ja noch mal ran, bin ich gespannt wie heute Abend die Ergebnisse der Europawahl aussehen. Good luck europeans…