Kiezkalender #19

Das Cafe "Milch und Zucker" in der Warschauer Straße
Leckeren Kuchen gibt es im „Milch und Zucker“ – Foto:h|b

Das „Milch und Zucker“ haben wir erst spät für uns entdeckt, die Warschauer Straße ist nicht unbedingt ein kuscheliger Ort zum Kaffeetrinken. Aber der leckere, selbstgemachte Kuchen, oder die knallbunten Smoothies, machen das alles wett. Man kann sogar auf kleinen orangenen Stühlchen draußen sitzen, befindet sich aber dann auf Auspuffhöhe der vorbeifahrenden Autos, von denen es hier nicht wenige gibt. Drin kann man auch gut sitzen, doch sind die Tische oft von MacBooks belegt, vor denen junge Leute sitzen und arbeiten. Zumindest hat es den Anschein 🙂

Kiezkalender #18

Schöne alte Tür - Foto: h|b

In Ermangelung weiterer Kieztürchen – aus bekannten Gründen – nehme ich das was da ist. Daher meine aktuelle, sehr schöne Tür, die ich hoffentlich heute öffnen kann, um das Haus zu verlassen in das sie führt. Ich will mich nicht beschweren. Hier im Haus 7 des Klinikums in Friedrichshain wird man super betreut, engagiertes und nettes Personal macht einem den Aufenthalt angenehm, aber hey, es ist ein Krankenhaus, machen wir uns nichts vor. Die vergangenen 7 Tage haben mir gezeigt, wie wichtig es ist das Leben zu genießen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Jeder Streit, jeder idiotische Schwachsinn hat darin keinen Platz. Dazu ist es viel zu kostbar. Neben der Wiedererlangung der Gesundheit, auch ein kleiner, aber wichtiger Erkenntnisgewinn 🙂

Kiezkalender #17

Unser "Lieblingsspäti" mit frischen Brötchen - Foto: h|b
Unser „Lieblingsspäti“ mit frischen Brötchen – Foto: h|b

Im Frankfurter Raum gibt es ja die sogenannten „Kioske“. Kleine Lädchen mit Ausgabefenster, wo man schon mal die vergessenen Eier, ein paar Bier oder sonstige Artikel bekommen kann, wenn der Supermarkt schon zu hat. Also Werktags nach 18.30 und an Samstagen ab 14 Uhr (falls sich daran noch jemand erinnert) Das wurde allerdings nach unserem Umzug nach Berlin durch den allgegenwärtigen „Späti“ getoppt. Es ist egal wie lange der Supermarkt aufhat, der Späti hat länger auf und hat ein Sortiment, das sich nicht hinter kleinen Supermärkten verstecken muss. Und… zur Krönung des Ganzen: Oft frische Brötchen am Sonntag. Zumindest in diesem, in der Gubener Straße. Ein klares „Thumbs Up“ für die Berliner Spätis, die sich übrigens fast ausschließlich in türkischer Hand befinden.

Kiezkalender #16

Das "Tor zur Hölle" - Foto: h|b
Das „Tor zur Hölle“ – Foto: h|b

Der Suicide Circus entlässt frühmorgens die Partycrowd ins Freie. Ein letztes Bild im Fotoautomat, dann geht es nach Hause in die WG zum auspennen. Wenn ich im Sommer morgens auf dem Weg zur Arbeit bin, kommen mir die oft verpeilten Pärchen, nach Bier und Zigaretten riechend, entgegen, oder sitzen mir in der Straßenbahn debil kichernd gegenüber. Weiß dabei nie ob ich neidisch sein soll, oder froh aus dem Alter raus zu sein. Als ich noch mit der S-Bahn von der Warschauer gefahren bin, waberte Montagmorgens leise das Technogewummer aus dem alten Gemäuer auf dem RAW Gelände herüber. Bis die Türen der S-Bahn sich zischend schlossen.

Kiezkalender #15

Die "Neue Heimat" im RAW Friedrichshain
Die „Neue Heimat“ im RAW Friedrichshain

Dies ist ein temporäres Türchen und sollte bis spätestens 21. Dezember geöffnet werden. Solange befindet sich hier auf dem RAW Gelände der – etwas andere – Weihnachtsmarkt in der „Neuen Heimat“. Foodcourts mit einem besonderen Speiseangebot zum Schlemmen und eine Indoor-Eisbahn mit glitzernder Discokugel zum Eistanzen. Trotz hoher Hipsterdichte, eine schöne Location jenseits der klassischen Weihnachtsmärkte.