Weidmanns Heil

Ansitz auf einem Feld

Wenn ich so mit dem Rad durch Feld und Flur streife, sind mir schon immer die diversen Hochsitze ins Auge gefallen. Es scheint dafür keine Din Norm oder sowas zu geben. Manche Ansitze sind recht abenteuerlich zusammengezimmert. Manche haben ein Dach, manche sind hoch, manche niedrig, ganz ohne Dach oder Komfort, manche fast baufällig. Ich habe allerdings noch NIE einen gesehen, wo jemand drauf- oder drinstand. Dazu müsste ich vermutlich früher aufstehen. Aber vielleicht gibt es auch keine Jäger mehr.

Dieses Exemplar habe ich gefunden, als ich zwei Milane fotografiert habe. Er steht mitten in einem staubigen Feld, durch einen einzelnen Baum beschützt, unten ein kleines quadratisches Rasenstück. Fast wie ein Wochenendhäuschen, nur ohne Pool. Mit der Drohne habe ich ihn dann vom Umfeld gelöst, was das Ganze noch mehr wie ein kleines Spielzeughaus aussehen lässt.

Fischräuber

Kormoran mit ausgebreiteten Flügeln am Bodensee

Da sitzt er. Ganz unschuldig. Sein Gefieder trocknet in der Sonne. Der Kormoran. Der erklärte Feind der Fischer am Bodensee. Ein halbes Kilo Fisch vertilgt der Raubvogel pro Tag sagen Experten. Allein 1200 Paare brüten aktuell am Bodensee und sorgen damit für weiteren Nachwuchs. Wenn man das hochrechnet, fressen sie pro Tag rund 1200 kg Fisch. Politiker aus Baden-Württemberg sprechen sogar von bis zu 3 Tonnen. Kein Wunder, dass die Fischer sie als Bedrohung sehen.

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Jagdsaison

Jagdsaison

Wer häufiger auf den Straßen der Republik unterwegs ist, sieht sie meist rechts und links auf den Feldern, an den Waldrändern und in sehr verschiedenen Erscheinungsformen. Die Ansitze. Teilweise gut gebaut, manchmal auch nur vier kurze Stangen und ein Brett obendrauf. Ich meine das auch nur in Deutschland gesehen zu haben, im Ausland ist mir das nie aufgefallen. Deutschland, ein Land der Dichter und Jäger. Rund 390.000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland die – wenn sie denn eine Jagdpacht haben – überwiegend auf Rotwild ansitzen.

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen vor allen Dingen gejagt wird und die großen Drück- und Treibjagden stattfinden. Viele Tierarten haben lediglich eine kurze Schonzeit, meist im Frühling und Sommer, wenn die Tierkinder auf die Welt kommen. Die Zeit soll den Elterntieren dienen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Leider sind diese kurzen Zeiten oft nicht einmal ausreichend, um das Selbstständigwerden der Welpen abzudecken. Einige Wildtiere genießen gar keine Schonzeit und dürfen ganzjährig getötet werden. Pro Jagdsaison fallen dabei rund 1.3 Millionen Rehe, 600.000 Wildschweine und 400.000 Füchse der Jagd zum Opfer schreibt PETA auf Ihrer Website.

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