Taubengang

Eine Taube im Portrait

Was in Warnemünde die Möwen sind – die den ahnungslosen Touristen am alten Strom schon mal gern das komplette Fischbrötchen aus der Hand klauen, wenn man nicht aufpasst – ist hier in Calpe – zumindest rund um eine bestimmte Bar – die Taubengang. Ungefähr 20-30 Tauben, sogar einbeinige Veteranen sind mit dabei, stehen bereit, wenn es darum geht Nahrung zu organisieren. Obwohl genug Besucher etwas auf den Weg werfen, wird jede Gelegenheit genutzt, persönlich vorbeizuschauen, mit der Frage im Blick: „Isst du das noch, oder kann ich das haben?“.

Wischenden Armbewegungen zur Verscheuchung der Störenfriede wird geschickt ausgewichen und die Tauben stolzieren weiter wie Graf Koks auf den Tischen und Stuhllehnen umher. Sollte die Bedienung nach dem Bezahlen der Gäste nicht schnell genug abräumen, und es sind noch Reste übrig, steht das Taubengeschwader bereit um jede verfügbare Pommes oder Patatas zu kämpfen.

Ein sehr amüsantes Spektakel, solange man nicht direkt betroffen ist, oder seinen Kopf als Landeplatz hergeben muss. Und eine gute Gelegenheit ein paar Taubenportraits zu schießen.

Look left!

Look left, Hinweis in Gibraltar

Für alle britischen Besucher von Gibraltar dient der plakative Hinweis beim überqueren der Straße zuerst nach links zu schauen. Anders als im UK, wo der Hinweis für die Kontinentaleuropäer genau andersherum an den Übergängen steht, gilt auf den Straßen von Gibraltar das Rechtsfahrgebot. Wäre wohl zu chaotisch, wenn sofort hinter dem Grenzübergang alle Autos plötzlich links fahren müssten.

1704 im spanischen Erbfolgekrieg erobert ist Gibraltar seit 1830 britische Kronkolonie. Die Spanier hätten es wohl gern zurück, aber davon halten die Briten nicht sehr viel. Für Wohnmobilisten wie uns aktuell ein Schlaraffenland in Punkto tanken: Der Dieselpreis lag bei unserem Besuch bei 1,05 €. Da lohnt sich schon mal die Einreise auf sich zu nehmen und vollzutanken.

Weiterlesen „Look left!“

Tanz der Flamingos

Sechs Flamingos

In Calpe existiert mit „Les Salinas“ – einem Salzsee mitten im Ort – ein Refugium für Vögel und Fische. Am interessantesten dabei ist eine kleine Kolonie von Flamingos. Nicht ganz so rosa wie ihre Artgenossen aus dem Berliner Tierpark, aber in Teilen durchaus. Wahrscheinlich gibt es in dem Salzsee weniger Garnelen als anderswo.

Trotzdem macht es Spaß die Tiere zu beobachten, ihre Balzsprünge, das abwehren der Nebenbuhler, oder halt das einfache – wie nennt man eigentlich diese Art von Nahrungsaufnahme – gründeln, äsen, fischen? Ich hab dabei heute zum ersten Mal gesehen, dass die Flamingos dabei so eine Art „Moonwalk“ machen. Sie „shuffeln“ mit ihren Beinen, um vermutlich kleine Tiere aus dem Schlamm zu wirbeln, während sie mit dem Kopf unter Wasser stecken.

Hier eine kleine Galerie der heutigen Fotos…

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und dem mZuiko75-300mm

Waldbewohner

Baumstamm mit Moos bedeckt und einem Ast als Minitroll

Als mir die vielen Bäume und Blätter und Blätter und Bäume im Wald der Glindower Alpen etwas langweilig wurden, habe ich versucht Lebewesen im Wald zu finden. Aber natürlich nicht so offensichtliche wie Käfer, die kommen später noch dran, sondern eher so geheime Wesen, die man nicht gleich entdeckt und die man nur mit Glück findet. Das Tier auf dem Aufmacherfoto muss eine Art verwunschenes Einhorn oder ein Troll mit Nasenpickel sein. Versteckt im Wald unter Moos schaut nur ab und an die Nase raus. Gefunden habe ich auch noch eine Art Mooskrokodil, ein verholzter Bär und ein Drache, wo nur das Auge auf ein Wesen hinweist.

Mister Wiseguy

Virginia-Uhu

Uhus und Eulen seien weise, sagt man so. Vermutlich weil sie sehr alt werden können. Also für Vögel. Der Virginia Uhu auf dem Titel immerhin bis zu 30 Jahre alt. In Gefangenschaft. In der freien Wildbahn eher die Hälfte. Wenn sie einen mit diesen gelborangenen, riesigen Augen anschauen, weiß man allerdings nie so genau ob die Weisheit aus ihnen spricht, oder vielleicht doch eher der Versuch einzuschätzen, ob du vielleicht eine mögliche Beute sein könntest. Immerhin ist dieser Uhu  über einen halben Meter groß und fängt sogar Stinktiere. Die sind ja wahrlich auch nicht sooo klein.

Nach den Gibbons im Tiergarten habe ich noch eine Runde durch die Volieren gedreht. Durch die Gitter der Volieren, mal kleinmaschig, mal etwas größer, klappt das fotografieren nur, wenn die Tiere nicht zu dicht am Gitter sitzen (Gitter ist mit auf dem Foto) oder zu weit hinten im Käfig (keine Freistellung des Hintergrunds möglich) und möglichst offener Blende. Mit dem 75-300 m.Zuiko klappt das ganz gut, wenn die Position der Vögel passt. Eine kleine Auswahl gibt es hier noch zu sehen.