God Tag Norge

Inzwischen sind wir auf unserer Ostseetour in Norwegen gelandet. Kristiansand ist eine kleine Hafenstadt am südlichen Ende von Norwegen und hat rund 19.000 Einwohner. Diese Zahl ist heute kurzfristig um rund 4000 gestiegen, da die MS Eurodam und die Costa Favolosa im Hafen festgemacht haben. Kristiansand ist auch Ziel der Color Line Fährschiffe, die von Hirtshals in Dänemark starten.

Wir haben uns das Städtchen zu Fuß erlaufen, dabei leckere norwegische „Waffeler“ mit Jørdbeeren gegessen und Kaffee „all you can drink“ dazu bekommen. Das alles bei herrlichstem Wetter in einer kleinen netten Lokalität direkt am Ufer des Yachthafens. Heute Nacht steuern wir die norwegische Hauptstadt Oslo an, unseren vorletzter Hafen, die wir dann morgen besuchen können.

[Foto: Kong Hakoon VII von Norwegen auf dem Rathausplatz in Kristiansand – h|b]

Gate to Berlin

Ohne die Nähe zu Berlin und die Möglichkeit direkt vom Kreuzfahrtschiff mit einem Charterzug, oder mit Bussen, die Hauptstadt in knapp 3 Stunden zu erreichen, hätte Warnemünde nicht „die Attraktivität“ für immerhin rund 180 Anläufe von 39 Kreuzfahrtschiffen pro Jahr. Für viele Amerikaner und Asiaten gehört der Besuch der deutschen Hauptstadt zum Pflichtprogramm, auch wenn so eine Tour schon mal rund 300$ pro Person kostet.

Sehr beliebt in der Sommersaison sind auch die „Weißen Nächte von St. Petersburg“. Die Kreuzfahrer starten zum Teil in Warnemünde und laufen dabei Häfen wie Tallin, Riga, Helsinki, Stockholm an und dauern im Schnitt 7 – 10 Tage, 2 Tage dabei allein in St. Petersburg. Dort geht die Sonne im Sommer kaum unter, daher die „Weißen Nächte“.

Wir sind letzten Montag in Kopenhagen gestartet und verlassen heute Abend – nach einem sehr schönen Tag in Warnemünde, inklusive „German Bierfest“ mit Blasmusik auf Deck 9 – die deutsche Küste Richtung Göteborg. Dort werden wir morgen liegen, bevor es – über Kristiansand und Oslo – wieder zurück nach Kopenhagen geht. Wir können uns also auf vier weitere Tage auf der Ostsee freuen. Allen Lesern ein fröhliches „Sail away“ aus Warnemünde.

Välkommer Stockholm

Gerade legen wir mit der MS Eurodam in Stockholm ab. Zwei sehr schöne Tage durften wir in der Stadt sein, und haben viel gesehen. Gestern Abend zum Beispiel einen herrlichen Sonnenuntergang aus der Sea View Bar von Deck 9, bei einem kühlen Rostocker Pilsener. A Perfect Moment. Die Biermarke ist auch der Einstieg zu unserem nächsten Ziel, was wir am Montag erreichen: Warnemünde. Waren wir ja noch nie, zumindest nicht mit einem Kreuzfahrtschiff. Interessante Erfahrung es nun einmal von der anderen Seite zu sehen. Jetzt winken wir aber ein letztes Mal zur Gamla Stan hinüber, lauschen dem Kreischen der um das Schiff kreisenden Möwen und freuen uns auf den morgigen Seetag.

Ein „Kippis“ aus Helsinki

Heute haben wir uns Helsinki im wahrsten Sinne des Wortes erlaufen. Knapp 15 Kilometer zeigt die Bewegungs-App, nachdem wir wieder zurück auf der MS Eurodam sind. Bei herrlichem Wetter, aber einem echt fiesen Wind, sind wir von der Felsenkirche über das Sibelius-Denkmal und dem Senatsplatz durch die Stadt gewandert. Zwischendurch mal mit der Straßenbahn gefahren, am Hafen entlang geschlendert, „Korvapuusti“ gegessen und Kaffee mit Blick auf die Schären getrunken. Jetzt ist es halb sechs finnische Ortszeit und wir legen gleich ab in Richtung Stockholm. Ein „Näkemiin“ an Helsinki, war schön mit dir.

Hauptstädte des Nordens

Seit wir gestern mit der MS Eurodam in Kopenhagen abgelegt haben, sind wir unterwegs auf der Ostsee. Die Kreuzfahrt heißt „Hauptstädte des Nordens“, auch wenn mit Kiel und Warnemünde der Begriff sehr weit gefasst ist. Die beiden sind aber eh nur Platzhalter für Hamburg und Berlin. Für die 90% Amerikaner an Bord, ist das entfernungstechnisch vermutlich auch nicht wirklich relevant. 

Nach dem heutigen Aufenthalt im regnerischen Kiel, nehmen wir am späten Nachmittag einen laaaaaangen Anlauf, um die nördlichste Hauptstadt Festlandeuropas zu erreichen: Helsinki. Einen Tag und zwei Nächte brauchen wir dafür. Morgen ist damit Seetag, und wenn alles klappt, mit viel Sonne und blauem Himmel. Schiff Ahoi.

Küstenlinie

Verwischte Küstenlinie von Zingst

Ich wünsche allen Fotobegeisterten – die ab heute ihren „Horizont“ auf Zingst erweitern wollen – schöne Tage und immer eine Handbreit ISO auf dem Sensor. Ich werde ab Montag dreimal in der Nähe vorbeifahren (Kopenhagen-Kiel, Kiel-Helsinki, Stockholm-Warnemünde) und euch von der MS Eurodam aus zuwinken.  Kann aber sein, dass ihr mich gar nicht sehen könnt.

Das Bild aus dem Beitrag entstand am 3. Mai 2013 auf Zingst und zeigt die Küstenlinie mit Gras, Bodden, Strand und Wasser leicht verfremdet. Ich habe dazu die Kamera auf 1/60stel gestellt und während des Auslösens leicht horizontal bewegt. So wirkt der „Horizont“ – farblich etwas verstärkt – wie eine Aquarellzeichnung.

Küstenmaler

Ein Maler an der Küste von Usedom

Da das Wetter über das lange Wochenende an der Ostseeküste eher nicht zum Sonnen und Baden einlud, sind wir viel gelaufen. Rund 40 Kilometer an den 3 Tagen die wir in den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck verbracht haben. Auf dem sehr schönen Mobilcamp in Heringsdorf fanden wir für uns und unser Wohnmobil eine perfekte Unterkunft. Zentral gelegen, allen Komfort den man so braucht und erschwinglich. Jeden Abend lecker Fisch in einem der drei Orte, Livemusik und dank unseren Freunden aus Usedom auch den einen oder anderen Geheimtipp.  Nur das Wetter hätte ein wenig mehr Richtung Frühling sein können.

Wellenbrecher

Die Wellenbrecher in Warnemünde sind ein beliebtes Motiv für Fotografen, erst recht, wenn Wagemutige auf den Holzpfosten balancieren. Im Sommer sorgen sie dafür, dass die Dünung, von Brandung kann man ja in Warnemünde nicht so recht reden, nicht über die Strenge schlägt. Dem kleinen Charlie war es auch etwas umheimlich, so dass ich ihn schnell wieder in meiner Tasche habe verschwinden lassen.

Saisonauftakt

Unser erster Weg nach dem Andocken unseres Wohnmobils in Warnemünde ist das Abklatschen des grünen Leuchtturms am Ende der Mole. „Wir sind wieder da und haben vor zurückzukommen“. Aberglaube. Aber von der guten Sorte. Bis jetzt hat es tadellos funktioniert.

Das Wetter hielt am Wochenende nicht ganz was die App versprochen hatte, aber Wolken sind ja gut für die dramatische Wirkung von Fotos. Verstärkt durch den „Dramatic Tone“ des Artfilters der Kamera erst recht. Jetzt sitzen wir wieder zu Hause und haben Jetlag, aber nicht durch die lange Reise, sondern die bescheuerte Uhrzeitumstellung die niemand braucht.