Mit einer beeindruckenden Wassermenge von durchschnittlich 373 Kubikmetern pro Sekunde (!) und einem imposanten Durchfluss, der die Sinne überwältigt, ist der Rheinfall einer der drei größten Wasserfälle Europas. Die beiden anderen befinden sich weit entfernt in Norwegen und auf Island. Daher ist es nur logisch, dass wir den kürzesten Weg nehmen, den in die Schweiz. Schaffhausen ist von Überlingen gerade mal 60 km entfernt und eignet sich daher für einen kleinen Nachmittagsbesuch.
Berlin Hbf, Dreh- und Angelpunkt aller Berlinbesucher, die nicht mit dem Flieger oder dem Auto anreisen. 330.000 Reisende oder Besucher nutzen ihn täglich, bis zu 1300 Züge halten hier pro Tag. Damit belegt er Platz 4 im Ranking der meistfrequentierten Bahnhöfe in Deutschland, hinter Frankfurt, München und Hamburg.
Das Bild habe ich während unserer letzten „Überwintern in Spanien“-Tour aufgenommen und es passt irgendwie zum dieswöchigen Thema „Einsam“. Das ältere Pärchen sitzt am Strand vor der grandiosen Kulisse des „Castell de Peníscola“, voneinander abgewandt und starrt dabei auf elektronische Devices.
Was mich alles so verbindet mit Berlin, ergibt sich so langsam im Rahmen des kleinen „Berlin-Blues“ Projektes. Den allerersten Flug meines Lebens hatte ich Mitte der 90er tatsächlich nach Berlin. Mit einer Abgeordnetengruppe durften wir – von Frankfurt aus – drei Tage Berlin besuchen. Wir landeten meines Wissens in Tegel, auch wenn zu der Zeit Tempelhof noch geöffnet war.
RosinenbomberDer letzte FlugAbgehoben
Das endete erst im Oktober 2008, als eine JU 52 – der alte Rosinenbomber – und eine DC 3 mit ihren Starts den Schlusspunkt einer bewegten Vergangenheit setzten. Als rasender Reporter „Harry Hirsch“ war ich natürlich dabei und stand wie hundert andere Planespotter und Nostalgiker mit der Kamera am Zaun. Seitdem war ich oft auf dem Tempelhofer Feld, was per Volksentscheid im Jahr 2014 dazu verurteilt wurde, immer zu sein und niemals zu werden.
Die letzten Wochen unserer Herbsttour waren wir ja fast ausschließlich am Wasser. Zuerst am Atlantik, später dann am Mittelmeer. Da habe ich auch den „Turtle Rock“ gefunden, der Stein in Sète, der aussieht wie eine Schildkröte. Also wenn man etwas Fantasie hat. Ist sogar extra in Google Maps als POI hinterlegt. Hätte ich ja sonst gar nicht gefunden.
Das ist der 44. Beitrag der #52WochenFotoChallenge zum Thema #wasser. Noch 10 Beiträge, dann ist auch 2023 Geschichte.
22 Jahre wohnen wir jetzt in der quirligen Metropole Berlin. Mitten drin statt nur dabei. In Friedrichshain, nicht in Wilmersdorf oder Spandau. Kurz nach unserem Herzug haben wir unsere Idee des Reisens umgesetzt und 2005 zum ersten Mal ein Wohnmobil gemietet. Es schien uns für eine Reise nach Norwegen als die perfekte Wahl. Die Fjorde entlang, die Berge hinauf, zu den Gletschern und – ganz aus Versehen – gleich noch zum Nordkapp. Erster!
Das „Erste Mal“GletscherNordkap
Da es uns diese Art des Reisens gut gefallen hat, fahren wir im Folgejahr gleich noch mal nach Norwegen, aber nur in den Süden. Stehen mit den Beinen im Geirangerfjord, erklimmen den Prejkestolen und wagen uns auf den Kjeragbolten. In Alesund sehen wir unser erstes Kreuzfahrtschiff, die MV Century. Zufällig bietet eine lokale Berliner Zeitung ein Jahr später eine Norwegenkreuzfahrt mit eben diesem Schiff an. Da wir das schon immer mal probieren wollten, schlagen wir zu und sind 2007 zum dritten Mal in unserem Lieblingsland Norwegen, was wir später noch mehrfach besuchen werden.
Als wir die letzten Tage in Südfrankreich unterwegs waren, haben wir auch den Mont Ventoux besucht. Einer der vier heiligen Berge der Frankreichrundfahrt „Tour de France“. Schon von weitem erhebt sich der „Mystische Gigant der Provence“ ganz in weiß und ohne Bäume aus der Ebene. Wir begegnen beim ersten Anstieg bereits den ersten Radfahrer:innen die nach oben streben, es ist aber noch ein weiter Weg bis zum Gipfel.
Mit dem Wohnmobil ist es natürlich viel einfacher. Der Aufstieg zum Mont Ventoux ist auch nicht ganz so kurvenreich wie andere französische Berge der höchsten Kategorie. Manche Abschnitte sind recht lang und eher leicht kurvig. Mittendrin machen wir Pause und Charlie muss vor dem Gipfel als Model herhalten. Anschließend starten wir zur letzten Etappe bis hinauf auf knapp 2000 Meter Höhe. Wir suchen uns einen Platz für das Wohnmobil, machen das obligatorische Gipfelfoto und setzen uns dann mit Blick auf die unendlichen Weiten der Provence in ein Bistro zu einem Mittagssnack.
Es gibt Pommes mit einem Burgerpaddy und ein wenig Salat. Ein alkoholfreies Bier für mich, denn ich muss uns ja auf der anderen Seite wieder den Berg hinunterfahren. Durch die fehlenden Bäume kommen wir uns dabei vor wie bei einem Landeanflug mit dem Flieger. Uns wird ganz schwummrig.
Der Beitrag und natürlich vor allem das Titelfoto gehören zur #52WochenFotoChallenge zum Thema #Essen. Für uns waren es die leckersten und höchsten Pommes unserer Herbsttour 2023.
Les Baux-de-Provence ist ein malerisches Dorf in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Es hat eine reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, und ist heute ein beliebtes Touristenziel. Die Geschichte von Les Baux-de-Provence ist eng mit seiner geografischen Lage und den Ressourcen der Region verbunden. Die Gegend ist zwar seit prähistorischen Zeiten besiedelt, aber die eigentliche Geschichte des Dorfes beginnt in der Römerzeit, als die Römer hier Bauxit, ein Erz zur Aluminiumgewinnung, abbauen. Tatsächlich leitet sich der Name „Les Baux“ von „Bauxit“ ab.
Eigentlich sind wir mit den Rädern auf dem Weg zu einem Felsen in Sète, der aussehen soll wie eine Schildkröte. Bei Google Maps nennt sich das „Crique de la Tortue“, also genau das was es sein soll. Von unserem Campingplatz sind es rund 16 km bis dahin und meist auf Radwegen hinter den Dünen, vor denen das Mittelmeer gemächlich an den Strand klatscht. Die Augen immer auf den Weg gerichtet, springt mir mit einem mal etwas in die Augen, was ich bisher noch nie im realen Leben gesehen habe. Eine Fangschrecke, oder auch Gottesanbeterin. Sie sitzt auf dem Radweg und rührt sich nicht. Wie lange wird sie dort überleben, bevor ein anderer Radler einfach drüberbügelt?
Savoir-vivre, sagen die Franzosen und meinen damit „Das Leben genießen“. Das ist seit ein paar Wochen auch unser Mantra. Wir sind unterwegs in Frankreich und waren auch eine Woche in Quiberon. Auf dem Campingplatz direkt am Sofitel, wo 1981 Michael Jürgs vom Stern und der Fotograf Robert Lebeck Romy Schneider aufgesucht haben, um ein Interview mit ihr zu führen. Dabei entstanden auch eine Menge Fotos, wobei sich Lebeck und Romy Schneider menschlich nahe kamen. Während der Fotosessions brach sich Romy den Fuß, als sie für ein Foto von einem Felsen auf einen anderen sprang.