Einhundert

Mit dem Anlauf der Costa Favolosa heute in Warnemünde konnte Crociere ein Jubiläum feiern. Es war der hundertste Besuch eines Costaschiffes in diesem Hafen. Die Favolosa sollte um 19 Uhr auslaufen, aber durch verspätete Passagiere wurde es dann doch fast 21 Uhr und fiel leider mit heftigem Regen zusammen. Das Feuerlöschschiff fügte noch etwas Wasser dazu und verabschiedete damit das Jubiläumsschiff in Richtung Kopenhagen.

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Abschiedsfontänen - Foto: h|b
Abschiedsfontänen – Foto: h|b

 

Abgehoben

Eiderente beim Start knapp über dem Boden

Ich hoffe mein Start nach München heute morgen verläuft nicht ganz so schwerfällig wie der einer Eiderente auf Helgoland. Die Tierwelt auf der Düne Helgolands ist ja wirklich sehr vielfältig. Bedingt durch wenige Menschen die sich dort tummeln, ist die Fauna recht ungestört und im Zweifel passen die Ranger auf, dass man nichts Falsches macht. Sogar an den Flughafen haben sich die Tiere gewöhnt, die Robben liegen auch schon mal am Rande des Flugfeldes, und von startenden oder landenden Flugzeugen lässt sich schon mal gar niemand stören.

[Olympus OM-D E-M5 | 150 mm | f5.6 | 1/2000 | ISO 200]

Schnäbeln

Zwei Basstölpel beim Schnäbeln

Wer sich ein wenig Zeit nimmt und die Basstölpelkolonie am Helgoländer Lummenfelsen beobachtet, wird feststellen, wie innig die Pärchen miteinander umgehen. Da wird gekäckert und geschnäbelt, dass es nur so eine Freude ist. Laut dem Vogelkundler vor Ort, sind die Basstölpel in der Regel treu und bleiben ein Leben lang zusammen. Das können auch durchaus mal 30 Jahre sein. Mir wär das ja alles viel zu laut und zu eng. Aber Helgoland hat noch viele Felsen mit freien „Wohnungen“, es muss nur jemand den ersten Sprung machen.

Lummenland

Basstölpel vor Kreuzfahrtschiff

Heute waren wir Kegelrobben und Seehunde auf der Helgoländer Düne besuchen. War aber weniger spektakulär als gedacht. Das Pack liegt nämlich breit und dösig auf dem Nordstrand (Robben) oder Südstrand (Seehunde) und ist nicht besonders willig für die interessierten Touristen ein wenig Animation zu bieten. Das höchste der Gefühle ist mal ein Heben der Flosse, um sich damit am Bauch zu kratzen.

Näher als 30 Meter darf man – aus Eigenschutz – auch nicht ran, um ein bißchen Stimmung in die Bude zu bringen. Kegelrobben haben nämlich ein ausgezeichnetes Gebiss, mit dem sie notfalls kräftig zubeißen können, falls sie sich bedrängt fühlen. Und schnell sind sie auch. So hab ich mich nach der Düne wieder den Basstölpeln auf dem Lummenfelsen gewidmet. Da kommt man dicht ran und muss auch keine Angst haben gebissen zu werden. Die sitzen brav auf ihren Nestern und brüten und turteln allerliebst.

Heute ist auch der letzte Tag unserer Wattenmeer Mini-Kreuzfahrt. Die Nacht geht es nach Bremerhaven, morgen früh dann mit dem Zug zurück nach Berlin. Wir hatten wieder mal super Glück mit dem Wetter. Fünf Tage lang schien die perfekte Sonne vom Himmel, die Nordsee zeigte sich von ihrer besten Seite und die Cocktails aus der Hansebar, am Heck der MS Astor, trugen zu unserer völligen Entspannung bei. Besser geht Urlaub nicht.

Ellenbogen

Es gibt ja diese deutsche Insel, auf der ich als klassisches Westkind nordseesozialisiert wurde. Also bis auf die Quallen, die kann ich bis heute nicht ab. Vor deren nördlichstem Ende, dem Ellenbogen, lagen wir gestern und heute mit der MS Astor auf Reede und haben die Gelegenheit genutzt, kurz den Sehnsuchtsort der „Ärzte“ zu besuchen. Obwohl der Titel wohl eher ironisch gemeint war, hab ich mal irgendwo gelesen.

Mit dem Bus braucht man von List ne gute halbe Stunde nach Westerland und für 3,50€ „Eintritt“ darf man dort sogar den Strand betreten. Bissi überteuert wie ich finde, aber, vielleicht tragen wir damit ja zur Rettung der Insel vor dem Untergang durch Sturm und Klimaerwärmung bei, wer weiß.

Der „Fußtest“ attestierte der Nordsee noch keine Badetemperatur, eher so …. brrrrr, eiskalt. Aber als Ausgleich zu den sommerlichen Temperaturen ganz erfrischend. Inzwischen sind wir wieder unterwegs, umrunden Sylt und steuern unser nächstes Inselziel an. Dort gibt es dann Lummen und Robben.

Klein aber fein

Wir sind mal wieder auf den Weltmeeren unterwegs und haben uns als Kontrastprogramm zur Mittelmeertour einen kleinen Kreuzfahrer ausgesucht. 500 statt 5000 Passagiere, 20.000 statt 60.000 PS und 170 statt 380 Meter Länge, von der Höhe ganz zu schweigen. Sehr kuschelig das Ganze und das Weltmeer ist auch nur die Nordsee. Heute morgen sind wir in Esbjerg, nachher gehts rüber nach List auf Sylt. Schiff ahoi 😉

Leuchtturm des Mittelmeers

Vullkaninsel Stromboli im Mittelmeer mit blauem Himmel

Auf der Mittelmeerkreuzfahrt im Januar hat unser Schiff, die Norwegian Epic, auf dem Weg von Palermo nach Neapel zum Zeitschinden einen Umweg gemacht. Erwartete ich die Sonne morgens beim Aufwachen im Fenster zu sehen, lag dort -unerwarteter Weise – eine von der Sonne angestrahlte Insel. Also schien die Sonne von der anderen Seite. Beim kürzesten Weg läge unsere Kabine auf der rechten Seite des Schiffes aber Richtung Osten. Merkwürdig. Des Rätsels Lösung: Stromboli, eine der liparischen Inseln.

Um einen weiteren Seetag zu ermöglichen – die Strecke Palermo – Neapel ist sonst locker in einer Nacht zu schaffen – hatte der Kapitän beschlossen uns am Morgen erstmal mit einer Vulkaninsel zu beglücken. Damit auch alle Passagiere ausreichend Zeit und Muße hatten die Insel zu bestaunen, haben wir sie gleich 2x in Schleichfahrt umrundet. Der Vulkan rauchte ein bißchen vor sich hin, sah aber ansonsten recht idyllisch aus. Erstaunlicherweise gibt es dort sogar zwei Ortschaften, Stromboli und Ginostra. Knapp 600 Menschen leben dort. Fürs Anlegen war unser Schiff leider etwas zu groß. so dass es bei den Umrundungen blieb.

Barcelona

Barcelona mit Hafen aus dem Flugzeug während des Landeanfluges

Nach 1845 Seemeilen einmal kreuz und quer durch das Mittelmeer und Unmengen von Tempotaschentüchern komme ich doch noch dazu am letzten Januartag einen Blogpost zu schreiben. War ja etwas dünn im Januar. Leider hatte mich eine Erkältung direkt vor dem Urlaub erwischt, während der Kreuzfahrt war zwar gesundheitlich alles okay, aber das Roaming macht es auch nicht einfacher etwas zu veröffentlichen, und kaum war ich wieder zu Hause in Berlin, pääääng, Schüttelfrost und Fieber, wieder Bett. Das macht alles so keinen Spaß und ich hoffe mein Kontingent ist für dieses Jahr erfüllt. Es reicht.

Das Foto entstand im Landeanflug auf Barcelona, morgens gegen halb neun. Ich hatte gehofft, dass wir den Hafen so überfliegen, da der Flughafen etwas unterhalb von Barcelona liegt und extra Sitzpätze auf der rechten Seite gebucht. Die Morgensonne taucht Barcelona in goldenes Licht und am unteren Rand liegt das Ziel unserer Flugreise, die „Norwegian Epic“, die uns 11 Tage durchs Mittelmeer als neues „Zu Hause“ dienen sollte. Das Wetter war dann kühler als erwartet, selbst die Einheimischen in den besuchten Städten waren etwas verwirrt über Temperaturen um die 5 Grad Marke. Musste mir in Palermo extra noch eine dicke Daunenjacke zulegen. Insgesamt eine sehr schöne Tour, von der noch einige Blogposts folgen werden.

Eisblumen

Statt Eisblumen am Fenster zu Hause in Berlin, haben wir uns heute zwei mallorquinische Eisblumen aus leckerer Eiskrem in Palma gegönnt. Bei sonnigen 17 Grad ein Genuss. Leider ist heute der letzte Tag unserer Kreuzfahrt mit der Norwegian Epic, morgen fliegen wir zurück ins winterliche Deutschland.

Kathedrale von Mallorco
Die „Kathedrale des Meeres“ im Palma de Mallorca