Berlin-Blues #5

Wir bleiben noch etwas im Kiez und tun so, als hätten wir in einer der vielen Bars was getrunken. Ähnlich könnte dann der Blick über die Spreee hinaus bis zur Oberbaumbrücke aussehen, auch wenn es dann vermutlich eher Nacht wäre. Obwohl, in Berlin im Hellen aus einer Bar zu kommen grundsätzlich möglich ist. Es gibt ja hier immer noch keine Sperrstunde, wie im Rest der Republik.

Aber in diesem Fall hat die Funktion meiner Kamera geholfen, die hat nämlich einen „Doppelbelichtungsmodus“. Man stellt die Funktion ein, drückt ab, das erste Bild bleibt im Sucher stehen. Dann kann man ein zweites Bild nachschiessen, was sich dann mit dem ersten Blid mischt. Passt nicht immer, aber hier finde ich es okay, zeigt es doch gleichzeitig beide Seiten der Spree von der Schillingbrücke in Richtung Osten.

Beleuchtung 45/52

Noch 7 Wochen bis zum Finale der #52WochenFotoChallenge von Norbert Eder. Das Thema der KW 45 lautet „Beleuchtung“. Städte ohne Licht würden gar nicht funktionieren und jeder versucht den anderen zu übertreffen, um Kunden zu locken. Schon die ollen Motten flogen und fliegen auf Licht. Im Gegensatz zur Dunkelheit, dem Thema der letzten Woche, sehnen sich Menschen geradezu nach Licht und Helligkeit. Suggeriert sie doch Sicherheit und Wärme. Aber nicht vergessen: Wenn es eng wird, NIEMALS ins Licht gehen. Ihr wisst ja wo das endet.

Wasser 44/52

Die letzten Wochen unserer Herbsttour waren wir ja fast ausschließlich am Wasser. Zuerst am Atlantik, später dann am Mittelmeer. Da habe ich auch den „Turtle Rock“ gefunden, der Stein in Sète, der aussieht wie eine Schildkröte. Also wenn man etwas Fantasie hat. Ist sogar extra in Google Maps als POI hinterlegt. Hätte ich ja sonst gar nicht gefunden.

Das ist der 44. Beitrag der #52WochenFotoChallenge zum Thema #wasser. Noch 10 Beiträge, dann ist auch 2023 Geschichte.

Alles hat seine Zeit

Von der untergehenden Sonne rot angestrahlte Wolken

22 Jahre wohnen wir jetzt in der quirligen Metropole Berlin. Mitten drin statt nur dabei. In Friedrichshain, nicht in Wilmersdorf oder Spandau. Kurz nach unserem Herzug haben wir unsere Idee des Reisens umgesetzt und 2005 zum ersten Mal ein Wohnmobil gemietet. Es schien uns für eine Reise nach Norwegen als die perfekte Wahl. Die Fjorde entlang, die Berge hinauf, zu den Gletschern und – ganz aus Versehen – gleich noch zum Nordkapp. Erster!

Da es uns diese Art des Reisens gut gefallen hat, fahren wir im Folgejahr gleich noch mal nach Norwegen, aber nur in den Süden. Stehen mit den Beinen im Geirangerfjord, erklimmen den Prejkestolen und wagen uns auf den Kjeragbolten. In Alesund sehen wir unser erstes Kreuzfahrtschiff, die MV Century. Zufällig bietet eine lokale Berliner Zeitung ein Jahr später eine Norwegenkreuzfahrt mit eben diesem Schiff an. Da wir das schon immer mal probieren wollten, schlagen wir zu und sind 2007 zum dritten Mal in unserem Lieblingsland Norwegen, was wir später noch mehrfach besuchen werden.

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Technik 41/52

Ein 6-Zylindermotor als Explosionsartefakt im Technikmuseum in Berlin

Wo kann man mehr Technik sehen, erleben und darüber staunen als in einem Technikmuseum. In einem Land wie Deutschland, wo die Automobiltechnik der Motor für Wohlstand ist, oder eben auch Berlin, wo Technik mit den Siemenswerken eine lange Geschichte hat. Das Foto zeigt einen 6-Zylindermotor als Explosionsobjekt im Technikmuseum Berlin. Eine Technik, die über kurz oder lang verschwinden wird, da Motoren dieser Art aussterben werden. Ein E-Motor ist wesentlich unterkomplexer und wahrscheinlich auch weniger fotogen. Daher ist dieser Art Technik im Museum gut aufgehoben.

Das Thema #motor ist der 41. Beitrag der #52WochenFotoChallenge von Norber Eder aus dem sozialen Netzwerk „Mastodon“. Das Foto wurde mit der Olympus OM-D E-M5II aufgenommen und und in Lightroom berarbeitet.

Les Baux-de-Provence

Les Baux-de-Provence

Les Baux-de-Provence ist ein malerisches Dorf in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Es hat eine reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, und ist heute ein beliebtes Touristenziel. Die Geschichte von Les Baux-de-Provence ist eng mit seiner geografischen Lage und den Ressourcen der Region verbunden. Die Gegend ist zwar seit prähistorischen Zeiten besiedelt, aber die eigentliche Geschichte des Dorfes beginnt in der Römerzeit, als die Römer hier Bauxit, ein Erz zur Aluminiumgewinnung, abbauen. Tatsächlich leitet sich der Name „Les Baux“ von „Bauxit“ ab.

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Wörter 40/52

Wortinstallation im "Christlichen Garten" in den "Gärten der Welt" in Berlin

Buchstaben bilden Wörter, Wörter füllen Seiten, Seiten ergeben ein Buch. Zum Beispiel: Die Bibel besteht aus 66 Büchern mit 1189 Kapiteln, 31.171 Versen und 738 765 Wörtern. Diese wiederum ehen aus 4.410.133 Buchstaben. Eine ganze Menge zu lesen. Nicht ganz so viele Wörter finden sich im christlichen Garten in den „Gärten der Welt“ in Berlin-Marzahn. Das Projekt des Berliner Büros relais landschaftarchitekten enthält Textcollagen vieler Menschen, unter anderem steht ein Zitat des von den Nazis ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer direkt neben drei Strophen aus einem Rocksong der „Scorpions“, der 1989/90 entstandenen Wende-Hymne „Wind of Change“. Auch der dem Christentum nicht sonderlich gewogene Goethe kommt zu Wort und der Lyriker Reiner Kunze mit einem sehr beruhigenden Gedicht für alle, die sich mehr der säkularen Aufklärung verpflichtet fühlen ist hier zu finden. Der kleine Garten in der Mitte der vielen Wörter lädt zum kontemplativen Verweilen und Nachdenken ein.

Alles in allem ein gutes Beispiel für die Macht von #Wörtern, die in dieser Woche das Thema der #52WochenFotoChallenge sind.

Mantis

Gottesanbeterin

Eigentlich sind wir mit den Rädern auf dem Weg zu einem Felsen in Sète, der aussehen soll wie eine Schildkröte. Bei Google Maps nennt sich das „Crique de la Tortue“, also genau das was es sein soll. Von unserem Campingplatz sind es rund 16 km bis dahin und meist auf Radwegen hinter den Dünen, vor denen das Mittelmeer gemächlich an den Strand klatscht. Die Augen immer auf den Weg gerichtet, springt mir mit einem mal etwas in die Augen, was ich bisher noch nie im realen Leben gesehen habe. Eine Fangschrecke, oder auch Gottesanbeterin. Sie sitzt auf dem Radweg und rührt sich nicht. Wie lange wird sie dort überleben, bevor ein anderer Radler einfach drüberbügelt?

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Leben 39/52

Ein Mann springt von einem Felsen auf einen anderen Felsen (sw)

Savoir-vivre, sagen die Franzosen und meinen damit „Das Leben genießen“. Das ist seit ein paar Wochen auch unser Mantra. Wir sind unterwegs in Frankreich und waren auch eine Woche in Quiberon. Auf dem Campingplatz direkt am Sofitel, wo 1981 Michael Jürgs vom Stern und der Fotograf Robert Lebeck Romy Schneider aufgesucht haben, um ein Interview mit ihr zu führen. Dabei entstanden auch eine Menge Fotos, wobei sich Lebeck und Romy Schneider menschlich nahe kamen. Während der Fotosessions brach sich Romy den Fuß, als sie für ein Foto von einem Felsen auf einen anderen sprang.

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Fort Boyard

Fort Boyard in der Bucht von La Rochelle

Dem Einen oder Anderen ist der Name „Fort Boyard“ vielleicht noch im Gedächtnis. Zwischen 1990 und 2018 fand dort eine internationale Spielshow statt. Die Teams mussten Schlüssel gewinnen, um sich aus ihren Zimmern zu befreien und konnten am Ende einen Geldgewinn erspielen. Bei uns lief das unter anderem auf SAT 1. Zufälligerweise liegt das Fort direkt zwischen der Île d’Oleron – auf der wir gerade im Urlaub sind – und der Île-d’Aix vor der Küste von La Rochelle. Eigentlich diente es natürlich der Sicherung der Mündung des Flusses Charente vor Rochefort.

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