Seit gestern sind wir unterwegs in den hohen Norden. Vermutlich wird es nur halb so warm werden, wie aktuell hier am Bodensee, aber wir können vielleicht auch wieder Luft holen. Während die Störche sich hier langsam auf den Abflug in ihre südlichen Überwinterungsgebiete vorbereiten, drehen wir die Richtung um. Laut Tourismusverbänden der skandinavischen Länder scheint das auch eine neue Entwicklung zu sein. Kein Urlaub mehr im heißen Süden, sondern „Cooltourism“ in den nordischen Ländern. Für die nächsten zwei Wochen ruht daher dieser Blog. Wir sehn uns im September. Bis dahin, bleibt gesund.
Auf Augenhöhe
„The Waldrapps have left the building“! War vor rund 14 Tagen noch „Stress im Oberhaus„, zeigt sich die Felsspalte im Katharinenfelsen inzwischen verwaist. Nur die beiden Attrappen halten noch die Stellung. Der Rest der Waldrappkolonie hat Überlingen verlassen.


Seerosenteich
Bei jedem Besuch der Insel Mainau- bisher waren es sieben Mal – gehen wir auch am neu angelegten Seerosenteich vorbei, immer in der Erwartung, dass – neben den fetten Fischen – sich auch endlich die Seerosen zeigen. Beim letzten Mal war es dann soweit, alles voller weißer und rosafarbener Seerosen. Mir schwebte so eine Art Monetbild vor. Der hat ja ne Menge Seerosen gemalt, oft noch mit einer kleinen Brücke im Hintergrund. Eine Brücke gibt es auf der Mainau zwar auch, aber nicht ganz so malerisch. Daher heute nur Seerosen mit einem leichten Monettouch. Den richtigen Filter für seine Art des Malens habe ich nicht gefunden, daher musste ein wenig Ölfarbenfilter in Photoshop herhalten.
Weiterlesen „Seerosenteich“Standfest
Es sind gewaltige Wassermassen, die Tag für Tag den Rheinfall hinunterstürzen. 600 Kubikmeter pro Sekunde fliessen im Sommer im Schnitt über die 25 Meter hohe Felsstufe. Diese Wucht nagt langsam, aber stetig an den beiden Felszähnen, die aus dem Rheinfall ragen. Beim Hochwasser waren es zuletzt sogar bis zu 900 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, ein absolutes Spektakel für die Touristen aus aller Welt, aber ein steter „Tropfen“ der den Stein „höhlt“. So sagt es ein bekanntes Sprichwort.

Sonnenstrahlen
Aktuell hat uns der Sommer hier am Bodensee voll im Griff. Bei Temperaturen über 30 Grad muss man seine Freizeitaktivitäten geschickt planen. Eine Bootsfahrt – auch wenn sie nur eine gute halbe Stunde dauert – bringt dank der Seekühle und leichtem Fahrtwind die erste Erleichterung auf dem Weg zur Insel Mainau.

Stress im Oberhaus
Einer der 3-D Waldrappen liegt umgekippt im Nest, der Zweite sieht auch nicht glücklich aus. Drumherum steht der Nachwuchs der Waldrappen und überlegt vielleicht, ob man das Nest nicht vielleicht für sich selbst nutzen könnte und die weiterhin schweigenden „Geschwister“ einfach den Felsen herunterkickt. Wer weiß 😉

Eine Ode an die Sonnenblume
„Sonnenblumen, die stillen Gesichter des Sommers, stehen stolz auf endlosen Feldern, ihre goldenen Köpfe dem Himmelslicht entgegengewandt. Sie sind die leuchtenden Kronen der Natur, majestätisch und doch bescheiden, ein Symbol für Hoffnung und Wärme.“

Touchdown
Normalerweise sehen wir den Bodensee-Zeppelin immer nur von weitem. Vom Schiff oder vom Balkon aus. Mal ist er ganz nah und überfliegt Überlingen, mal klitzeklein, vor der Kulisse der Appenzeller Alpen, vielleicht auf dem Weg zum Rheinfall. Er startet und landet dabei von seinem Heimatflughafen Friedrichshafen.

Mondqualle
Der Mond geht aktuell bereits am frühen Nachmittag auf, was es erlaubt ein wenig mit der Kamera und dem Tele zu spielen. Im Dunkeln bleibt ja oft nur der Mond übrig, ohne irgendwelches Umfeld. So saß ich vorgestern Abend mit der Kamera im Anschlag auf dem Balkon und beobachtete den Weg des Mondes, durch die Wolkenschleier. Irgendwann stellte sich die Assoziation mit einer Qualle ein, der Mond als Körper, die Wolken als Nesseln, perfektes Foto einer seltenen „Mondqualle“.
Schwertletanz
Zum Abschluss der zweiten Schwedenprozession – über die Erste im Mai hatte ich ja bereits berichtet – fand heute auf der Hofstatt, der traditionelle „Schwertletanz“ statt. Der Schwerttanz ist ein uralter Zunfttanz, dessen Wurzeln im Überlinger Fastnachtsbrauchtum zu finden sind. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Tanz im reichsstädtischen Ratsprotokoll vom 8. Februar 1646.


