Rosen öffnen sich in strahlender Pracht – und doch liegt in jeder Blüte schon der Hauch des Vergehens. Für einen kurzen Moment scheinen sie zeitlos, als könnten sie das Licht für immer festhalten. Doch ihre Schönheit ist auf Zeit, vergänglich wie der Sommer. Vielleicht liegt gerade darin ihr Zauber: im bewussten Wahrnehmen des Augenblicks, bevor die Blätter fallen.
Für manche Puristen gelten Comics ja nicht als Bücher. „Das sind ja Bilderbücher. Ist doch nur was für Kinder.“ Wer noch nie eine kleine Träne verdrückt hat während der Lektüre der anrührenden Comicstrips „Schöne Töchter“ von „Der Flix„, liest vielleicht auch keine richtigen Bücher. Flix alias Felix Görmann lebt und zeichnet in Berlin.
Ich merke immer wieder mal, dass die Gegend um den Bodensee doch recht ländlich geprägt ist. Es gibt eine Menge Viechzeug, was im weitesten Sinne zur bäuerlichen Diaspora gehört. Kurz vor dem Überlinger Ortsteil Andelshofen findet sich eine Art Hühnerhof, eigentlich eher eine große Hühnerwiese. Eine Sorte der Hühnerhaltung, wo auf den Eierpackungen eine 1 zu finden wäre. Vielleicht sogar eine 0, falls es noch Biohühner sind, was ich aber von außen nicht erkennen kann.
Hahn im Korb
Ich habe mein Fahrrad am Zaun kaum abgestellt, als alle Hühner auf mich zugerannt kommen. Anscheinend triggert eine Bewegung am Zaun frisches Futter. Da ich aber nur meine Kamera dabei habe, verliert sich das Interesse schnell und die Hühner gehen ihrer normalen Beschäftigung nach. Rumliegen, hektisch rumrennen, oder im Gras nach was zu Essen picken.
Ein stolzer Hahn der die Aufsicht über seine zahlreichen Hennen hat, darf natürlich auf der Hühnerwiese nicht fehlen. Mit aufgerichtetem Kamm hat er alles im Blick, auf dass nichts die Hühnerhofidylle störe. Mache ich natürlich nicht. Mit dem 600er Tele (VF) und meiner Olympus bleibe ich auf Abstand. Das Ergebnis sind ein paar schöne Bilder von Hahn und Hühnern, denen ich den letzten Fotoschliff mittels Lightroom verpasse. Schön hier.
Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Galerie Fauler Pelz hier in Überlingen, konnte ich am Sonntag eine Performance der österreichischen Künstlerin Evelyne M. Fricker fotografisch begleiten. Mit dem BSB Schiff um kurz nach zwei, kamen einige der beteiligten Künstler:innen der aktuellen Ausstellung „Über den See“ aus Österreich und brachten eine fast drei Meter hohe rosa Plüschfigur mit.
Irgendwelche Witzbolde haben im Überlinger Stadtgarten – dort wo gerade die Rosen blühen – zwei Sonnenblumen etwas entfremdet. Durch strategisches Entfernen von Sonneblumenkernen scheinen die Sonnenblumen ihrem Namen alle Ehre zu machen und grinsen um die Wette.
Zu den Rosen komme ich in einem späteren Beitrag nochmal zurück. Darin soll es dann um Blühen und Verblühen gehen, wie dicht nebeneinander die beiden Zustände liegen. Diesmal gibt es nur eine einzige Rose zu sehen, nämlich eine Seerose. Interessanterweise ist es auch die Einzige in dem kleinen Teich.
Um diesen Teich gruppieren sich auch die paar Sonnenblumen. Die beiden grinsenden Blumen sieht man schon von weitem und sie zaubern einem direkt ein Lächeln ins Gesicht. Vielen Dank an den oder die kreativen Menschen, die das ermöglicht haben.
Da stehen wir nun, Aug in Aug. Die Frage ist, wer ist mehr überrascht? Der Ochse als Chef im Ring, oder ich armes Hascherl? Immerhin konnte ich mein iPhone als Schutz vor mich halten und den bösen Blick damit abwehren. Nummer 98/125 schien aber recht friedlich zu sein und bereit für ein persönliches Überraschungsportrait.
Im Gegensatz zu Überlingen hat es ja in Berlin – wo wir grad ein paar Tage Urlaub machen – durchaus Hochhäuser. Es ist nicht New York, aber nach Frankfurt sicher die deutsche Stadt mit den meisten „Skyscrapern“. In meinem kleinen Projekt „Look up“ hab ich versucht die meisten davon in Szene zu setzen. Der umstrittene Amazon Tower „The Edge“ im linken Friedrichshain-Kreuzberg ist der erste in der Reihe.
Eigentlich hatte ich mein Foto für die #52WochenFotoChallenge 2025 schon in Sack und Tüten, auch wenn ich noch nicht so ganz zufrieden war. Das Thema ist GRÜN und ich habe unseren Lavendelbaum vom Balkon vor den grünen Blättern des Nachbarbaumes fotografiert.
Nur die Blätter des Baums wären mir zu langweilig gewesen. Im Gegensatz zum Lila des Lavendels war aber immer noch genug GRÜN auf dem Bild, was zum Thema passt.
Heute morgen werde ich jedoch vom erschrockenen Ausruf meiner Frau geweckt: „Wir haben einen Gast!“ Noch dazu einen GRÜNEN. Und tatsächlich, oben auf der Tür zum Schlafzimmer hockt ein riesiger Heuschreck. Grasgrün und groß. Was macht ein Fotograf zuerst? Den Besucher fotografieren. Mit Kamera und Handy. Erst dann wird zur Rettung geschritten. Der Heuschreck mit Glas und Deckel eingefangen und in die Freiheit entlassen.
Und wenn einem am Tag der Challenge ein so großer grüner Gast beehrt, ist es nur recht und schlecht, wenn er auch die Titelrolle bekommt. Grüner wird es nicht.
Nein, für diesen Beitrag ist nicht das Klimaphänomen im tropischen Pazifik gemeint, dass alle paar Jahre Auswirkungen auf das globale Wettergeschehen haben kann. Es geht um eine Figur des Bildhauers Ubbo Enninga. Die Figur findet sich an der Radolfzeller Hafenmole, in Sichtweise des Bahnhofs, und ist ein beliebtes Fotomotiv.
Ich bin ja seit kurzem „Tags im Museum„. Als Kassierer und Aufsicht in der Galerie „Fauler Pelz“ in Überlingen. Was man halt als Rentner so macht. Wir sollen ja nicht einfach so auf der faulen Haut liegen und vielleicht sogar noch angeln, oder etwas ähnlich Unnützes tun. Sagt zumindest die Regierung. Und die Wirtschaft. Also bewache ich die Kunstwerke, die vom IBC aktuell in der Ausstellung „Über den See“ zu sehen sind.