Bei den aktuellen Temperaturen sitzt es sich am Ufer eines Flusses sicher am angenehmsten. Das könnte in Berlin auch der Fall sein, wenn zwischen Marie-Elisabeth-Lüders – und Paul-Löbe-Haus nicht alle paar Minuten eines der vollgestopften Touristenschiffe vorbeidieseln würde, die einem das Ganze leider etwas verleidet. Warum man hier nicht längst die Notbremse gezogen hat, um nur noch Elektroschiffen die Erlaubnis zu erteilen, werd ich nicht verstehen. Seit dem wir hier wohnen – was inzwischen 22 Jahre sind – ziehen die Schiffe der Stern&Kreis ihre Runden und emittieren – von wenigen Solarbooten abgesehen – weiter Schadstoffe mitten in der Stadt.
Kreis 28/52
„Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis“. Altes Sprichwort für Amtsstuben oder Behörden. Muss ich aber diesmal nicht, da ich den perfekten Kreis ein paar Tage zuvor schon gefunden habe, nämlich am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin-Mitte. Wer meinen Blog die Woche verfolgt hat, wird das Motiv wiedererkennen, nur diesmal nicht im Anschnitt, sondern als kompletten #Kreis. Daher passt es auch gut zur #52WochenFotoChallenge die Norbert Eder auf Mastodon ins Leben gerufen hat. 52 Begriffe über das Jahr verteilt, sollen die Kreativität des Fotografen anregen und diese Woche wird der „Kreis“ gesucht.
Weiterlesen „Kreis 28/52“Walking, Running, Cycling – 3/3
Walking, Running, Cycling – 2/3
Walking, Running, Cycling – 1/3
Emotion 26/52
Halbzeit in der #52WochenFotoChallenge mit einem nicht ganz so einfachen Thema: Emotion. Aktuell hab ich dazu nichts geschafft und daher musste ich in der digitalen Fotokiste wühlen. Gefunden habe ich mein damaliges Lieblingsmodel, Enkeltochter Denise. Auf dem Foto ist sie sieben Jahre alt und war oft zu Besuch bei uns in Berlin. Wenn wir unterwegs waren, hatte ich immer meine Kamera dabei, in dem Fall die Spiegelreflex Olympus E-30. Nach 1000en Fotos hatte Denise dann meist irgendwann keinen Bock mehr (was ich super verstehen kann 😉 ) und ließ mich das auch spüren. Der Blick spiegelt nämlich genau das wider: Hör jetzt auf zu fotografieren und nerv mich nicht.
Fête de la Musique
Was haben ein englischer Schlagzeuger, ein irischer Sänger, ein lokaler Mundharmonikaspieler und viele weitere Gitarristen und Sänger gemeinsam? Die Freude an der Musik, die Bereitschaft umsonst aufzutreten und den vielen Menschen bei einem Bierchen oder einem Wein gute Laune zu vermitteln. So geschieht es jedes Jahr am 21. Juni in Berlin, im Rahmen der Fête de la Musique. Auch vor dem Pub Molly Malones in Berlin-Friedrichshain.

Aus und vorbei
Verwirrte Menschen irren auf den Treppenstufen des ehemaligen REWE an der Warschauer Straße herum, versuchen die Tür zu öffnen, schauen ungläubig durch die Scheiben in das Innere, nur um dort Mitarbeiter zu sehen, die dabei sind entgültig die Regale auszuräumen. Auf den Stufen stehen Sektflaschen und Trauerschilder. Seit gestern ist Schluss mit dem „Party-Rewe“, der früher mal der „Party-Kaisers“ war und noch viel früher eine Kaufhalle.
Seit dem wir in der Gubener Straße wohnen – seit 2001 – war das „unser“ Einkaufsmarkt. Zu Fuß erreichbar, gab es alles was man zum überleben brauchte. Aus und vorbei. Eine Aera geht zu Ende. Was kommt? Irgendwas mit Wohnen oder Arbeiten, so genau scheint das niemand zu wissen. Der nächste REWE ist in der Eastside-Mall, einige Meter weiter über die Warschauer Brücke, ein weiterer wurde vor kurzem an der Modersohnbrücke komplett neu strukturiert aufgemacht.

Boden 25/52
Für den aktuellen Begriff der #52WochenFotoChallenge „Boden“ gibt es ja mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Es gibt den Boden als Pendant zum Keller, Hort für alle Dinge, die in der Wohnung Platz wegnehmen, daher weggeräumt werden und erst bei einem Umzug wieder überraschend auftauchen.
Oder den #Boden auf dem wir stehn und gehn. Im Moment sitz ich ich allerdings drauf und fünf Meter unter dem Boden – auf dem sich eine Pizzeria befindet – schwappt die Ostsee an den Strand von Heringsdorf. Wir genießen Sonne und Meer bei einem fruchtigen Chardonnay und dem weiten Blick von der Seebrücke in die Ferne. Der Boden der Tatsachen – den gibt es ja auch noch – spielt heute keine Rolle. In diesem Sinne …

O Quilombismo
Seit dem letzten Wochenende ist das Haus der Kulturen der Welt in Berlin wieder eröffnet. Unter der Leitung von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, hat sich das ganze Haus in ein buntes Spektakel aus Kunst, Malerei und Mystik verwandelt und das weitere Programm, so hat Ndikung verkündet, solle von Menschen aus allen 190 Nationen gestaltet werden die in Berlin leben. Als Quilombo bezeichnete man zur Zeit der portugiesischen Herrschaft eine Niederlassung geflohener schwarzer Sklaven in Brasilien. Das Wort Quilombo stammt aus den Bantu-Sprachen Kikongo und Kimbundu und bedeutet Wohnsiedlung.




