Ich war die Woche mit der Kamera und der Drohne unterwegs im Westen von Überlingen, wo auch der kleine Spetzgarter Hafen liegt. Von weitem konnte ich sehen, dass gerade zwei Segelboote den Hafen verlassen. Sie fuhren allerdings nicht selbstständig, sondern mussten erst mal gezogen werden.
Weiterlesen „Schwere Zeiten für Segler“Ebbe am Bodensee
98 Jahre würde es ungefähr dauern, bis der Bodensee ausgetrocknet wäre, hat der Südkurier letzt ausgerechnet. Vorausgesetzt, es würde die ganze Zeit nicht regnen. Wo vor zwei Jahren noch Wege überschwemmt und sogar gesperrt waren, ziehen sich die Uferzonen inzwischen weit in den See hinein.

Hagelslag
In den Niederlanden bezeichnet der „Hachelschlach“ einen Brotbelag aus Schokolade oder gefärbtem Zucker. Man streut das Ganze auf sein Butterbrot. Also eigentlich was Leckeres.

Was der Hagelschlag Ende August hier am Bodensee angerichtet hat, greift dagegen die Substanz einiger Obstbauern an. Wenn man sich der großen Apfelplantage in Aufkirch nähert riecht es schon von weitem wie in einer Kelterei. Der süße, leicht faulige Geruch macht keine Lust auf das Betreten der Anlage.
Weiterlesen „Hagelslag“Am Waldesrand #4
„Von der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter: Sie strahlen Leichtigkeit und Ruhe aus und begeistern durch vielfältige Farben und Muster. Ein Sommer ohne Schmetterlinge wäre nur halb so bunt – und für die meisten von uns kaum vorstellbar. Etwa 3.700 verschiedene Schmetterlingsarten leben in Deutschland. Nur rund 200 dieser Arten sind Tagfalter. „

Mathe mit Sonnenblumen
Was aussieht wie ein Flammenmeer hinter einer verbrannten Landschaft, ist das Innere einer Sonnenblume. Wie in Frankreich, Spanien und Griechenland, besteht auch im Süden Deutschlands aktuell die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Grillen, Feuerwerk und ähnliches ist verboten. Es ist definitiv zu heiß und zu trocken für einen normalen Sommer.

Klimaschock
Das Ende der verrückten Hitzeperiode ist in Sicht. Morgen soll es laut Wetter-App bis zu 10° weniger auf dem Thermometer haben als heute. Teile Deutschlands erwarten allerdings für heute noch mal neue Rekorde, die gar nicht so schnell entstehen, wie sie auch schon wieder purzeln. Über 40° soll das neue Normal sein? Früher war auch Sommer?
Auf Autobahnen brechen die Betonpisten auf, die Bahn rät davon ab mit dem Zug zu fahren, selbst die Infrastruktur hält der Hitze nicht stand. Veranstaltungen werden abgesagt, Rettungsdienste sind am Limit und holen immer wieder Hitzeopfer aus Wohnungen. Menschen sterben wegen Dehydrierung, Hitzschlag, oder beidem. Wenn das das neue Normal sein soll, weiß ich auch nicht. Aber wie sagt unser BuKa so schön: “ Die Welt geht ja deswegen morgen noch nicht unter“. Das mag stimmen, aber was ist mit Übermorgen? Egal, Hauptsache weiter so.
Das Foto entstand gestern Nacht kurz nach 23 Uhr von unserem Balkon mit Blick über den See in Richtung Schweiz. Ich hab meine OM-D E-M 1 III dazu auf das Stativ gestellt, „LiveComposite“ eingeschaltet und 4 Minuten laufen lassen. Jede Belichtung dauert 4 Sekunden, hinzugefügt wird immer nur, was sich im Bild ändert. Hier eben das Wetterleuchten und die Blitze.
Mal sehen, ob das Ende der Hitzewelle mit Unwettern einhergeht, oder ob wir morgen einfach wieder normal Leben können, ohne Angst vor dem nächsten Sonnenaufgang haben zu müssen.
Natur 31/52
Wenig gibt den Begriff Natur besser wider, als die Symbiose zwischen Flora und Fauna. Die fleissigen Hummeln fliegen unermüdlich die Blüten von Pflanzen und Blumen an, sammeln Pollen und Nektar, fliegen zur nächsten Blüte, um Teile der eben gesammelten Pollen dort zu lassen. Damit ist die Bestäubung gesichert, die Fortpflanzung auch.

Zeitlos 23/52
Wenn man diesen Punkt erreicht hat, spielt Zeit keine Rolle mehr. Zumindest für den oder die, die hier begraben liegen. Eben noch ging der Blick vielleicht zur Uhr, im nächsten Moment ist Zeit völlig bedeutungslos, da sie ab sofort nur noch für alle anderen einen Bezugswert hat. In etwa vier Milliarden Jahren wird die Erde von der Sonne verschlungen, aber vermutlich schafft es die Menschheit auch so, sich bis dahin irgendwie selbst die Lebensgrundlagen zu entziehen. Übrigens wird in derselben Zeit auch die Andromeda Galaxie mit der Milchstraße kollidieren. Dürfte ein ziemliches Spektakel werden. Gut dass wir bis dahin völlig zeitlos längst alle im Schoss der Erde ruhen.
Rund 21/52
Gestern war Irisblütenfest in Überlingen. Im Rosennobelgarten auf dem gleichnamigen Turm, präsentiert sich ein Farbkreis aus 15 fein aufeinander abgestimmten Irissorten. Von Weiß über leuchtendes Gelb, Orange und Rot bis hin zu Lila und nahezu Schwarz sowie verschiedenen Blautönen erstreckt sich eine Palette von Iris-typischen Farben.

Mittendrin wachsen Pflanzen des Riesenlauchs empor, deren oberes Ende ein fast perfektes Rund abbildet. Damit passt der Lauch hervorragend in das heutige Thema der #52WochenFotoChallenge. Rund ist ja in unserer Welt vieles, sogar der Planet auf dem wir leben ist … fast … rund. Ein bisschen eierig, aber das sieht man ihm von außen nicht wirklich an. Es wäre nur schön, wenn wir ein wenig mehr auf ihn achtgeben würden. Wir haben schließlich nur den Einen. Und der ist nicht auf uns angewiesen, umgekehrt wir aber schon auf ihn. Da heute auch „Tag der Naturvielfalt“ ist, sollten wir vielleicht ein wenig in uns gehen und darüber nachdenken, was wir dazu beitragen können, dass es so bleibt.

April, April
Das war er nun, der April 2025. Ein April, der – wenn ich mich recht erinnere – alle Konventionen gesprengt hat. Ein Monat der eigentlich dafür steht, alle Wettervariationen im Laufe seiner 30 Tage aufzubieten. Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit sogar nochmal Schnee. Diesmal fühlte er sich aber eher wie Vorsommer an.

