Mathe mit Sonnenblumen

Eine Nahaufnahme einer Sonnenblume von innen. Eine Biene sucht nach Blütenstaub

Was aussieht wie ein Flammenmeer hinter einer verbrannten Landschaft, ist das Innere einer Sonnenblume. Wie in Frankreich, Spanien und Griechenland, besteht auch im Süden Deutschlands aktuell die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Grillen, Feuerwerk und ähnliches ist verboten. Es ist definitiv zu heiß und zu trocken für einen normalen Sommer.

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Klimaschock

Nächtliche Szene mit Wetterleuchten in dunklen Wolken. Über dem Horizont sind Blitze zu sehen.

Das Ende der verrückten Hitzeperiode ist in Sicht. Morgen soll es laut Wetter-App bis zu 10° weniger auf dem Thermometer haben als heute. Teile Deutschlands erwarten allerdings für heute noch mal neue Rekorde, die gar nicht so schnell entstehen, wie sie auch schon wieder purzeln. Über 40° soll das neue Normal sein? Früher war auch Sommer?

Auf Autobahnen brechen die Betonpisten auf, die Bahn rät davon ab mit dem Zug zu fahren, selbst die Infrastruktur hält der Hitze nicht stand. Veranstaltungen werden abgesagt, Rettungsdienste sind am Limit und holen immer wieder Hitzeopfer aus Wohnungen. Menschen sterben wegen Dehydrierung, Hitzschlag, oder beidem. Wenn das das neue Normal sein soll, weiß ich auch nicht. Aber wie sagt unser BuKa so schön: “ Die Welt geht ja deswegen morgen noch nicht unter“. Das mag stimmen, aber was ist mit Übermorgen? Egal, Hauptsache weiter so.

Das Foto entstand gestern Nacht kurz nach 23 Uhr von unserem Balkon mit Blick über den See in Richtung Schweiz. Ich hab meine OM-D E-M 1 III dazu auf das Stativ gestellt, „LiveComposite“ eingeschaltet und 4 Minuten laufen lassen. Jede Belichtung dauert 4 Sekunden, hinzugefügt wird immer nur, was sich im Bild ändert. Hier eben das Wetterleuchten und die Blitze.

Mal sehen, ob das Ende der Hitzewelle mit Unwettern einhergeht, oder ob wir morgen einfach wieder normal Leben können, ohne Angst vor dem nächsten Sonnenaufgang haben zu müssen.

Natur 31/52

Eine Hummel auf einer Pflanze beim Sammeln von Blütenstaub und Nektar

Wenig gibt den Begriff Natur besser wider, als die Symbiose zwischen Flora und Fauna. Die fleissigen Hummeln fliegen unermüdlich die Blüten von Pflanzen und Blumen an, sammeln Pollen und Nektar, fliegen zur nächsten Blüte, um Teile der eben gesammelten Pollen dort zu lassen. Damit ist die Bestäubung gesichert, die Fortpflanzung auch.

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Zeitlos 23/52

Bild einer Reihe von Grabsteinen auf einem Friedhof in Überlingen

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, spielt Zeit keine Rolle mehr. Zumindest für den oder die, die hier begraben liegen. Eben noch ging der Blick vielleicht zur Uhr, im nächsten Moment ist Zeit völlig bedeutungslos, da sie ab sofort nur noch für alle anderen einen Bezugswert hat. In etwa vier Milliarden Jahren wird die Erde von der Sonne verschlungen, aber vermutlich schafft es die Menschheit auch so, sich bis dahin irgendwie selbst die Lebensgrundlagen zu entziehen. Übrigens wird in derselben Zeit auch die Andromeda Galaxie mit der Milchstraße kollidieren. Dürfte ein ziemliches Spektakel werden. Gut dass wir bis dahin völlig zeitlos längst alle im Schoss der Erde ruhen.

Rund 21/52

Großer Lauch

Gestern war Irisblütenfest in Überlingen. Im Rosennobelgarten auf dem gleichnamigen Turm, präsentiert sich ein Farbkreis aus 15 fein aufeinander abgestimmten Irissorten. Von Weiß über leuchtendes Gelb, Orange und Rot bis hin zu Lila und nahezu Schwarz sowie verschiedenen Blautönen erstreckt sich eine Palette von Iris-typischen Farben.

Mittendrin wachsen Pflanzen des Riesenlauchs empor, deren oberes Ende ein fast perfektes Rund abbildet. Damit passt der Lauch hervorragend in das heutige Thema der #52WochenFotoChallenge. Rund ist ja in unserer Welt vieles, sogar der Planet auf dem wir leben ist … fast … rund. Ein bisschen eierig, aber das sieht man ihm von außen nicht wirklich an. Es wäre nur schön, wenn wir ein wenig mehr auf ihn achtgeben würden. Wir haben schließlich nur den Einen. Und der ist nicht auf uns angewiesen, umgekehrt wir aber schon auf ihn. Da heute auch „Tag der Naturvielfalt“ ist, sollten wir vielleicht ein wenig in uns gehen und darüber nachdenken, was wir dazu beitragen können, dass es so bleibt.

April, April

Ein Wirtschaftsweg schlängelt sich durch Weinfelder

Das war er nun, der April 2025. Ein April, der – wenn ich mich recht erinnere – alle Konventionen gesprengt hat. Ein Monat der eigentlich dafür steht, alle Wettervariationen im Laufe seiner 30 Tage aufzubieten. Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit sogar nochmal Schnee. Diesmal fühlte er sich aber eher wie Vorsommer an.

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Rhyfall

Der Rheinfall bei Schaffhausen

Als wir die ersten Bilder vom aktuellen Rheinfall gesehen haben, war klar, dass wir uns das vor Ort anschauen müssen. Eine Vignette für die Schweiz haben wir noch, Kamera eingepackt und los geht es Richtung Schweiz. Nach einer dreiviertel Stunde parken wir bereits auf dem P1 und machen uns auf den Weg runter zum Rhein. Das letzte Mal waren im Sommer ’24 während des Hochwassers da. Das bedeutete damals: 900 Kubikmeter Wasser stürzen sich pro Sekunde die Felsen hinab. Das sind 900.000 Liter pro Sekunde. Das war auch zu hören.

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Niedrigwasser

Niedrigwasser am Überlinger Ufer

Kaum verliert der Bodensee ein paar Liter Wasser steigt die Panik in Deutschland. Selbst der Tagesspiegel, eine Berliner Tageszeitung, und damit weit weg, am anderen Ende der Republik, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Thema. Auch bange Fragen werden gestellt: Wie lange noch bis der Bodensee zu Fuß überquert werden kann? Wann trocknet der See komplett aus?

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Fischräuber

Kormoran mit ausgebreiteten Flügeln am Bodensee

Da sitzt er. Ganz unschuldig. Sein Gefieder trocknet in der Sonne. Der Kormoran. Der erklärte Feind der Fischer am Bodensee. Ein halbes Kilo Fisch vertilgt der Raubvogel pro Tag sagen Experten. Allein 1200 Paare brüten aktuell am Bodensee und sorgen damit für weiteren Nachwuchs. Wenn man das hochrechnet, fressen sie pro Tag rund 1200 kg Fisch. Politiker aus Baden-Württemberg sprechen sogar von bis zu 3 Tonnen. Kein Wunder, dass die Fischer sie als Bedrohung sehen.

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Ernte sei Dank

Kastanienmännchen

Am ersten Sonntag nach Michaelis wird in unseren Breitengraden das Erntedankfest gefeiert. Meist läuft das auf den ersten Sonntag im Oktober hinaus. Beide Kirchen haben sich auf diesen Termin festgelegt, da er auch weitgehend mit dem Ende der Ernte übereinstimmt.

Auf 2000 m², die rein rechnerisch jedem Menschen an fruchtbarer Ackerfläche zur Verfügung stünden, zeigt der Überlinger Weltacker in einer Freiluftausstellung die meistangebauten Ackerkulturen der Welt. Auch hier wird heute das Erntedankfest gefeiert.

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