Kaufrausch

Weihnachtsendzeitrallye - Foto: h|b
Weihnachtsendzeitrallye – Foto: h|b

Heute ist der letzte verkaufsoffene Sonntag vor Weihnachten. Grund genug noch mal die Berliner Shoppingcenter – wie hier das Alexa – zu stürmen. Handys, Bücher, Stofftiere, Parfüm, Socken, Pullover, alles muss in die Tüte. Für die Lieben. Der Handel freut sich. Die Beschenkten hoffentlich auch. Geld sparen ist ja im Moment auch blöd, bringt ja eh nichts bei den Zinsen. Da kann man es auch gleich ausgeben. Süßer die Kassen nie klingen, als in der Vorweihnachtszeit. In diesem Sinne, einen schönen und geruhsamen vierten Advent.

Übung macht den Meister

Verwüstetes Land

Bild eines brüllenden Löwen
Das passende Bild für jedes Managerbüro – Foto: h|b

Bilder in der Größe von bis zu zwei Meter wünscht sich wohl jeder für zu Hause. Entweder die eigenen, oder besser noch die atemberaubenden Bilder von Nick Brandt. In der Ausstellung „Across the Ravaged Land“ in der Berliner Galerie „Camera Work“ brüllen sie einen direkt an, die Löwenportraits, oder, wer es etwas kontemplativer mag, schaut sich die leicht melancholischen Fotos der Elefanten an, die bis in die letzte Runzel magischen Giganten der Steppe. Aber hintern den Bildern steckt auch eine Botschaft, die Warnung vor den schwindenden Lebensgebieten der Giraffen, Elefanten, Löwen und Büffeln.

Die durch Wilderung gefährdete Einmaligkeit der afrikanischen Tierwelt verändert den Kontinent. Bilder von Stoßzähnen, zur Trophäe glorifiziert, bringen das Problem auf den Punkt. 2010 gründete Nick Brandt die „Big Life Foundation“ mit dem Ziel der Erhaltung der afrikanischen Tierwelt. Wer etwas dazu beitragen möchte und sich vielleicht wirklich eins der großformatigen Bilder in seine Wohnung hängen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Zwischen 15.000 bis 125.000 Euro kosten die limitierten Prints. Wer die Bilder noch auf sich wirken lassen möchte muss sich beeilen. Die Ausstellung endet leider bereits morgen. Letzte Gelegenheit also Aug in Aug dem Löwe gegenüber zu stehen.

November Rain

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Mein Timehop von vor drei Jahren zeigt mir ein Instagramfoto von der Warschauer Brücke mit dem ersten Schnee und ein Screenshot der Wetterapp mit prognostizierten Temperaturen von bis zu -8 Grad. Aus der Sicht gesehen, macht mir aktuell das bisschen Novemberregen bei fast angenehmen Plusgraden gar nichts aus. Im Gegenteil, lädt es doch geradezu ein, ein paar Fotos mit Lichtspielereien auf nassen, sich spiegelnden Flächen zu schießen. Da es inzwischen auch dunkel ist, wenn ich auf dem Weg nach Hause bin, sieht das gleich noch schöner aus. Die Kamera setze ich dabei auf eine längere Belichtungszeit, suche mir einen Laternenmast als stabilen Halt und schon kann ich locker ein paar Sekunden belichten. In diesem Sinne: „It’s raining man, hallelujah…“

Vogel-Flug-Linie

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Ich denke diese drei Begriffe, die ja auch an anderer Stelle gemeinsam existieren, beschreiben das Bild ganz gut. Als ich morgens zur Straßenbahn gelaufen bin, kreisten die Krähen über der Oberleitung und ließen sich immer wieder für kurze Zeit nieder. Dahinter die pittoresken rosa Wölkchen und als ich mir das Bild später anschaute, war sogar noch ein Flugzeug darauf zu erkennen, dem die Krähe sehnsuchtsvoll hinterherschaut. Tut sie doch, oder?

Nachwuchs

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Nachdem es mir gelungen ist, mein ganzes DSLR Equipment am letzten Wochenende in gute Fotografenhände abzugeben, war es Zeit für den nächsten Schritt. Da Amazon mir entgegenkam und den aktuellen Preis, just als die Entscheidung anstand, noch mal gesenkt hat, ging die Bestellung gestern Abend raus und heute steht sie nun in trauter Dreisamkeit bereits auf dem Tisch. Sie ist ausnahmsweise sogar kleiner als die analoge Olympus. Die Einstellungen sind gesetzt, ab morgen muss sie sich im Feld bewähren. Ich bin gespannt.

Sonne für die Ohren

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In der dunklen und zugigen Passage zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Alexanderplatz steht der schwarzhaarige Geiger und versucht die vorbeihastenden Einkäufer einen Moment innehalten zu lassen, um zu lauschen, die Musik aufzunehmen. An diesem grauen Samstag streicht er beharrlich ein wenig Sonne für die Ohren in die Luft. Ab und an klingelt es im bereitliegenden Geigenkasten, aber die meisten Menschen hasten eilig vorbei. Keine Zeit.

Spiegellos in die Zukunft

Nach langem hin- und herüberlegen habe ich heute meine Olympusausrüstung in der Verkauf gestellt. Die Zeit ist reif für Neues und das Neue kommt ohne Spiegel aus. Was bisher Spiegelreflex war und mich mit Unterbrechungen aus den 70er bis heute fotografisch begleitet hat, muss für die Zukunft ohne Spiegel auskommen. Zumindest für mich. Die neuen Systemkameras, allen voran Olympus, haben den Trend eingeleitet und es wird spannend zu sehen sein, wie es sich die nächsten Jahre weiterentwickelt. Werden die Anderen auch über kurz oder lang auf den Spiegel verzichten? Leiten die Spiegellosen nur eine Epoche der Verirrung ein? Werden wir später alle wieder analog fotografieren? Wer muss in die Nische? Interessante Fragen, die ich für mich jetzt erstmal entschieden habe: Die Zeit der Spiegellosen beginnt. Die Olympus OM-D EM5 wird mich ab Dezember fotografisch begleiten, geübt habe ich ja bereits mit der E-PL3 und das kleine aber trotzdem hochwertige System begeistert mich. Wer Interesse am Verkaufsangebot hat, kann hier nachschauen.

Mit Luther in den Gulag

Orientierung ist auch in einem Museum wichtig - Foto: h|b
Orientierung ist auch in einem Museum wichtig – Foto: h|b

Am letzten Wochenende haben wir die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und sind endlich mal im Deutschen Historischen Museum in Berlin gewesen. Einerseits war das Wetter dafür gut geeignet, grau und regnerisch, andererseits war Museumsfest und der Eintritt daher frei. Wir hatten schon damit gerechnet gar nicht erst hineinzukommen, aber der Besuch war normal, nichts war überlaufen.

Den normalen Museumsbereich haben wir nur durchquert, durch das große Atrium geht es hinüber zum Neubau. Dort findet man aktuell die Sonderausstellungen, die wir uns von unten nach oben angeschaut haben. Im Parterre beginnt es mit der Ausstellung zur Reformation „Leben nach Luther“. Bilder und Exponate zur „Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses“, so ist die Ausstellung untertitelt. Portraits von Familien und Situationen im Protestantismus, Hetzplakate der katholischen Kirche zu den lutherischen Neuerungen, sehr interessant. Weiterlesen „Mit Luther in den Gulag“

Abenteuerspielplatz Berlin – Stadt

Der Anstieg beginnt mit dem Victory-Zeichen - Foto: h|bDer Anstieg beginnt mit dem Victory-Zeichen – Foto: h|b
Die Kinder werden ja heute, wie wir damals, mit den Helden aus den Comics groß. Nur hatten wir die Hefte, die Kids von heute haben die Filme. So wie sich Spiderman durch die Hochhausschluchten von New York hangelt, mit Leichtigkeit die Gebäude erklettert, so möchte manches Kind auch die Menschen vor dem Bösen retten. Eine gute Gelegenheit und mit ein wenig Phantasie bietet sich rund um den Berliner Fernsehturm. Zwar sind die eigentlichen Rampen inzwischen mit Gittern vor dem Erklettern geschützt, aber an den vier Ecken zur Zwischenetage gibt es noch die glatten Rampen, die geradezu einladen, ein wenig Spiderman, oder besser Spidergirl, zu spielen.
Mit Schwung die Rampe hinauf - Foto: h|bMit Schwung die Rampe hinauf – Foto: h|b
Mit Anlauf und ohne Netz und doppelten Boden hat man die obere Brüstung erreicht und kann nun auf dem Hosenboden wieder herunterrutschen. Geht natürlich auch auf dem Bauch. Wer möchte kann sich auch in Spinnenhaltung auf der Rampe hin- und her bewegen, ist aber dank der Schräge nicht ganz so einfach. Ach ja, für Väter eignet sich die Aktion, ein wenig Vertrauen in das kleine Spinnenmonster vorausgesetzt, um ein paar Actionfotos zu schießen, die aus der richtigen Perspektive nah an das wirkliche Abenteuer herankommen.
Über den Dächern der Stadt - Foto: h|bÜber den Dächern der Stadt – Foto: h|b