Wir beenden die Woche mit einem weiteren, wie aus dem Himmel gefallenen, Gebäudes und springen dabei weit in den Westen von Berlin. Die Rede ist vom „Internationalen Congress Centrum“, kurz ICC am Messegelände.


Bilder und Geschichten vom Bodensee
Wir beenden die Woche mit einem weiteren, wie aus dem Himmel gefallenen, Gebäudes und springen dabei weit in den Westen von Berlin. Die Rede ist vom „Internationalen Congress Centrum“, kurz ICC am Messegelände.

Das markante Gebäude in Kreuzberg mit den 12 Spitzen könnte aus einem Science Fiction Film stammen. Wenn dann abends noch 12 Raben direkt auf den Spitzen Platz nehmen, ist die Illusion perfekt.
Entworfen wurde es von Mitarbeitern des Architekturbüros Merkan, Gerg & Partner, die auch den Berliner Hauptbahnhof entworfen haben. Es hat die Anmutung eines Zirkuszeltes, was mit der Geschichte des „Tempodroms“ zu tun hat, um dass es sich hier handelt. Bereits in den 80er Jahren gab es ein echtes Zelt auf der Westseite des Potsdamer Platzes. Später zog es in die Nähe der Kongresshalle, wo es am Ende dem Neubau des Kanzleramtes weichen musste. Bevor es seine jetzige Form erhielt und damit das Zelt in Beton gegossen wurde, nutzte es noch kurz eine Fläche am Postbahnhof.
Weiterlesen „Berlin-Blues #21“„Ich bau dir ein Schloss so wie im Märchen…“ sang Heintje bereits im Jahr 1968, als in Ost-Berlin noch eine andere Art von Gebäude in Planung war, dass dann 1974 Richtfest feiern konnte: Der Palast der Republik. Die Monarchie war irgendwie out und so richtig coole Schlösser gab es nur in Frankreich. Aber die Zeit überdauert Ideen und warum nicht die Zeit etwas zurückdrehen? So ein bisschen preussisches Feeling am angestammten Platz? Also wurde nach der Wende flugs ein Grund gefunden, das alte DDR Relikt loszuwerden: Asbest.

Wenn man auf der Straße „Unter den Linden“ fast am Ende Richtung Spree abbiegt und dann wieder vor der Spree nach links zum Reichstag, findet sich die Installation „Grundgesetz 49“ von Dani Karavan. In 19 Glasscheiben sind die 19 Grundrechtsartikel des Grundgesetzes mit Laser eingraviert, die Grundrechtsartikel schweben gleichsam in Augenhöhe vor dem Haus der Fraktionen, dem Jakob-Kaiser-Haus.
Weiterlesen „Berlin-Blues #19“Das Bild habe ich während unserer letzten „Überwintern in Spanien“-Tour aufgenommen und es passt irgendwie zum dieswöchigen Thema „Einsam“. Das ältere Pärchen sitzt am Strand vor der grandiosen Kulisse des „Castell de Peníscola“, voneinander abgewandt und starrt dabei auf elektronische Devices.
Das Marx-Engels-Forum in der Nähe des Roten Rathauses ist ein echtes DDR-Relikt. Es zeigt Karl Marx und Friedrich Engels – die Urväter des wissenschaftlichen Kommunismus – als überlebensgroße Figuren. Hat unsere Enkeltochter damals aber nicht davon abgehalten drauf rumzuklettern und die großen Hände zu bestaunen.

Neben der Weltzeituhr gibt es im Umfeld des Alex ein weiteres Gebäude, was zur damaligen Zeit etwas schräg anmuten musste, das „Haus des Reisens„. Das 18-geschossige, 67 Meter hohe Haus des Reisens wurde vom 12. September 1969 bis zum 26. Oktober 1971 bei der sozialistischen Platzumgestaltung in der Nähe des zuvor abgerissenen Minolhauses errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich die Schalter für den Flugverkehr sowie den Eisenbahnverkehr für das In- und Ausland. Der zentrale Ausländerservice des Reisebüros mit dem Ausländermeldedienst der Deutschen Volkspolizei und einer Wechselstelle der Industrie- und Handelsbank waren Tag und Nacht für ausländische Gäste geöffnet.
Weiterlesen „Berlin-Blues #15“Heute ist die Mitte dran. Einmal hier im Blog, mit dem 15.11. ist die Mitte des Monats erreicht, und zum anderen die Mitte Berlins. Wahrscheinlich streiten sich die Gelehrten, ob der Standort des 365m hohen Fernsehturms die Mitte Berlins ist, aber es fühlt sich zumindest so an. Wenn man irgendwo in Berlin spazieren geht und sei es noch so weit draußen, immer schiebt sich irgendwann die filigrane Gestalt des Fernsehturms ins Sichtfeld.
Weiterlesen „Berlin-Blues #13“Bei dem ganzen fiesen, dunklen und regnerischen Novemberwetter wird es Zeit für ein wenig Farbe. Dazu bewegen wir uns vom Potsdamer Platz kommend ein wenig Richtung Norden und finden ein sehr berühmtes Tor. Das folgende Bild ist aus einem Frühlingstag aus den mittleren 2000ern. Der Keukenhof hatte im Herbst 55.000 Blumenzwiebeln am Pariser Platz eingesetzt, die dann zum Frühling in leuchtender Pracht standen. Die schöne Tradition gibt es leider nicht mehr.

Neben unserer Wohnung, habe ich sicher die meiste Zeit in Berlin am Potsdamer Platz zugebracht. Im dortigen Hochhausensemble steht nämlich der „Bahntower“, die Zentrale der Deutschen Bahn AG. Seit 2001 mein fester Arbeitsplatz in der internen Kommunikation. Zuerst im 20. Stock, später etwas nach unten gerutscht, in den 8. Stock. Zentraler ging zu der Zeit nicht. Hier hab ich Medwedew in seiner schwarzen Limousine im gegenüberliegenden Hotel vorfahren, zigmal die Winterwelt auf- und abbauen sehen, Demos, Streiks, Promiaufläufe im Sony-Center. Mittendrin statt nur dabei.
Weiterlesen „Berlin-Blues #11“