Segeltörn

Ein Segelboot auf einem See, verfremdet durch Bewegungsunschärfe (Adamski-Effekt)

Der See liegt still im Winter, fast wie eingefroren zwischen Zeit und Raum. Ein einsames Segelboot durchbricht die Ruhe, während sich See und Berge im Hintergrund in sanfter Bewegungsunschärfe auflösen – inspiriert vom Stil von Josh Adamski. Es sind die kleinen Unvollkommenheiten im Moment, das Fließen der Zeit, die mich beim Fotografieren fesseln. Jedes Bild ist vergänglich, jeder Blick einmalig – und genau darin liegt für mich die Schönheit.

Lost in Überlingen

Ein leicht angerosteter Überflurhydrant vor einem Gartenzaun. Im oberen Bereich wurden ihm 2 Kulleraugen aufgeklebt.

Gestatten, mein Name ist PN16GG25 und ich stehe schon sehr lange hier am Rande des Mainauwegs in Überlingen wie man sieht. Jahrelang liefen Menschen an mir vorbei, aber ich konnte nur ihre Schritte hören. Mal schleppend bergauf, mal fröhlich und hüpfend bergab, mal knirschend im Schnee. Nun hat sich endlich jemand erbarmt und mir Augen zum Sehen geschenkt. Jetzt kann ich endlich sehen, wer meinen Weg kreuzt. Für eine freundliche Umarmung reicht es leider nicht, ihr seht ja selbst. Wenn alles gut geht, werde ich noch lange hier stehen, langsam aus der Zeit fallend und trotzdem alles tun, um der DIN 100 zu genügen. Besucht mich doch mal im Mainauweg in Überlingen, ich würde mich freuen.

Wassereis

Ein Foto einer Landschaft, verfremdet im Stil von Josh Adamski

Wie vergänglich manche Dinge sind, zeigte sich in Überlingen im Stadtgraben. Ich hatte gestern noch, bei rund – 3° die Gelegenheit genutzt die riesigen Eisgebilde zu fotografieren, die sich dort an der Wand gebildet hatten. An dieser Wand läuft permanent Wasser herunter – was den Graben im Sommer herrlich runterkühlt – und bildet natürlich bei den aktuellen Minusgraden formidable Eisstrukturen.

Weiterlesen „Wassereis“

Eiszeit

Ein filigranes Stück Eis an einer Bank

Die Kälte hat uns jetzt schon ein paar Tage fest im Griff. Wobei Kälte natürlich relativ ist. Es schwankt hier unten am Bodensee zwischen -3 und -7°. Die Webcam am Weihnachtsmanndorf (YouTube) in Finnland zeigt heute -25°. Das ist kalt! Für mich ist schon alles unter 0° kalt, dann frieren meine Finger. Selbst im Handschuh.

Weiterlesen „Eiszeit“

Doppelzopf

Baumrinde

Letztens bin ich über den Begriff „Wabi Sabi“ gestolpert. Wabi-Sabi ist ein japanisches ästhetisches und philosophisches Konzept, das grob gesagt die Schönheit des Unperfekten, Vergänglichen und Unvollständigen feiert. Dabei bedeutet Wabi Schlichtheit, Bescheidenheit, das Unaufgeregte und Sabi Patina, Alter, Spuren der Zeit, das „Gelebte“.

Weiterlesen „Doppelzopf“

Auf ein Neues

Ein Ruderboot auf einem See, der durch Bewegungsunschärfe leicht verwischt ist

So zäh wie sich das vergangene Jahr manchmal anfühlte, war es in Wirklichkeit gar nicht. Ich hab mir gestern die Top 100 Bilder aus 2025 rausgesucht, mit dem ich das Jahr chronologisch ein wenig im WhatsApp Status Revue passieren lassen möchte. Es ist ne ganze Menge passiert. Sowohl persönlich als auch fotografisch. Und es fühlt sich im Rückblick nach ’ner Menge Spaß an.

Weiterlesen „Auf ein Neues“

Schwebend 49/52

Ein roter Apfel schwebt zwischen Untertasse und einer Hand

Für manche Themen der #52WochenFotoChallenge muss man schon mal die Magie herbeirufen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Wie soll denn sonst bitte etwas schweben? Wir sind doch nicht in Stranger Things, wo der fiese Vecna dauernd Leute schweben lässt, bevor er ihnen die Knochen im Leib krachend verdreht, oder bei Harry Potter, wo ja auch dauernd was schwebt. Also habe ich die Magie der Fotografie herbeigerufen und gebeten meine Hand zu leiten, um den frischen Apfel zum Schweben zu bringen. Hat dann ganz gut geklappt. Voila, ein Apfel, #schwebend. Aufgabe erfüllt 😉

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #27

Nachtaufnahme vom Kloster Birnau in Richtung Mühlhofen

Letzt stand das Jahresthema „Nächtliche Landschaften“ auf der Tagesordnung meines Fotoclubs in Überlingen. Es war unser Jahresthema und wurde daher von einem befreundeten Fotoclub ausgewertet. Mit dem Aufmacher dieses Beitrages habe ich von 35 eingereichten Fotos den 5. Platz belegen können.

Zu dem Foto bin ich gegen halb acht Abends zum Kloster Birnau gefahren und hab dort mein Stativ aufgebaut. Ich wusste dass kurze Zeit später ein Zug der Gürtelbahn von Uhldingen kommen würde, den ich mit einer längeren Belichtungszeit in das nächtliche Bild integrieren wollte. Zum Zeitpunkt der Aufnahme fuhren dann hinter mir noch ein paar Autos den Berg hinunter, so dass sie mit ihren Schweinwerfern, dem Vordergrund noch etwas Licht spenden konnten. Wer genau hinschaut, sieht auch die Sterne im nächtlichen Himmel über Uhldingen und dem Bodensee.