Der Ausruf aus der allemannischen Fasnet steht für den heutigen Aschermittwoch im Programmheft der diesjährigen Überlinger Session. Zuerst musste ich mal kurz recherchieren was das eigentlich bedeutet, zum Anderen dann von Einheimischen erklären lassen, wieso der Spruch denn am Aschermittwoch steht.
Die Narren haben es dieses Jahr nicht leicht, die Schönwetterphase endete hier unten am Bodensee genau zum „Schmotzigen Dunschtig“ auch bekannt als „Weiberfasching“. Es ist grau und regnerisch, richtige gemütliche Stimmung, um als Zuschauer irgendwo länger als 10 Minuten auszuhalten. Aber wahrscheinlich stört sie es doch nicht. Was ein echter Fasnetter ist, ist Kummer und schlechtes Wetter gewohnt und lässt sich davon nicht die Laune verderben. In diesem Sinne: Narri, Narro und ein kräftiges „Überlingen, juhuuuu“
Das Titelbild zeigt die Friedhofsstraße in Überlingen kurz vor dem Hänselebrunnen. Aus den Fenstern hängen die Fahnen der Überlingen Fasnetvereine. Verfremdet wurde das Foto durch den Adamski-Effekt in Photoshop.
Mit dem schicken Fernrohr am Fuß der Birnau hat man einen großen Teil des Obersees im Blick und kann bei schönem und klarem Wetter bis weit hinaus in die Schweizer Bergwelt schauen. Auch ohne Fernrohr ist die Plattform einen Besuch wert, da sie auf jeden Fall einen tollen Blick garantiert. Wer möchte, kann direkt nebendran im „Kiosk Birnau“ zu einem Sundowner einkehren oder am Nachmittag zu Kaffee und leckerem Kuchen. Die Aussicht gibt es gratis dazu.
Die erste Februarwoche läutet scheinbar das Ende der langen Nebelzeit ein. Die Sonne setzt sich immer mehr durch und die Menschen strömen ins Freie. Wo im Norden und Osten noch die Ostsee und die Elbe zufrieren und sich bizarre Eisformationen bilden, stellen sich hier unten am Bodensee schon leichte Frühlingsgefühle bei Plusgraden ein.
Durch die lange Zeit ohne nennenswerte Niederschläge und bedingt durch den aufsteigenden Nebel, der am Ende von der Sonne aufgelöst wird, ist der Pegel des Bodensees momentan recht niedrig. Noch so knapp im jährlichen Mittel, aber es könnte langsam mal wieder regnen. Und zwar nicht nur ein paar Tropfen.
Viel Strand und Steine, wenig See
Andererseits genießen wir natürlich die Zeit um spazieren zu gehen, auf dem Landungsplatz ein Weinchen in der Sonne zu trinken und die Wärme auf der Haut zu spüren. Es weckt die Lebensgeister, die sich in der zurückliegenden dunklen Zeit rar gemacht haben.
Jeder Sonnenuntergang ist daher ein willkommener Anlass ihm das Gesicht – und natürlich auch die Kamera (iPhone only) – entgegenzustrecken und den Augenblick festzuhalten. Der Bodensee bedankt sich mit goldenem Wasser und immer neuen Reflektionen.
Blick aus der Galerie auf See und Landungsplatz
Heute endet auch die Ausstellung „75 Jahre IBC“ in der Galerie „Fauler Pelz“, wo ich ja seit letztem Jahr als Aufsicht tätig bin. Ein letzter Blick durch die sonnendurchfluteten Fenster, ab jetzt habe ich 5 Wochen Pause. Erst am 20. März startet die Ausstellung „Universum Mensch“ der „Freien Kunstakademie Überlingen“. Ich bin sehr gespannt, was mich an meinem ersten Tag nach der Pause erwartet. Wird sicher spannend. In diesem Sinne, allen eine schöne Woche und lasst es euch gut gehen.
Stehen musst du von den Bäumen lernen, das Feststehen, das verwurzelt sein das Kraftholen aus den Tiefen, das sich biegen lassen von den Stürmen, das geduldige Tragen der Schneelasten, das Hinaufsehen der Äste dem Himmel zu.
Inspiriert von einer Ausstellung in der Leica Galerie in Konstanz, war ich heute mal am See um weiße Tiere vor weißem Hintergrund zu fotografieren. Die Ausstellungsbilder hatten allerdings meist Schnee vor oder hinter Eisbären und Polarfüchsen, was es etwas einfacher macht, aber an Schnee mangelt es hier unten gerade etwas. Also bleibt nur der See, ein hübscher Schwan und ein wenig Nachbearbeitung zur Aufhellung in Lightroom.
Wer wie ich in den 70ern seine Musiksozialisation durchlaufen hat, kann vielleicht sogar den Blogtitel richtig einordnen 😉