Zimtschnecken

Heute sind wir auf unserer Wohnmobiltour durch Norwegen fast uns selbst begegnet. Wir hätten nur einen kleinen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit machen müssen, dann hätten wir vom Schiff aus gesehen, wie wir aufs Schiff schauen. Aber gut das sich Zeiten nicht mischen lassen.

Vorhin hat im Wohnmobilforum jemand gefragt, ob es eine Seite gibt, auf der es uns besser gefällt. Nein, gibt es nicht. Beides hat seinen Reiz, das Eine fremdbestimmt, mehr Luxus, viele Häfen und Städte in kurzer Zeit, das Andere individuell, einfach mal länger bleiben, wenn es einem gefällt und das Wetter schön ist, der Weg ist gleichzeitig das Ziel, Landpartie statt Seetag.

Wir sind seit 2005 mit dem Wohnmobil unterwegs und haben dabei gut 80.000 km in Europa zurückgelegt. Die letzte Kreuzfahrt mit dem Schiff auf dem Bild, der Costa Favolosa, war unsere Achte,  und Nummer 9 und 10 sind fürs nächste Jahr gebucht. Immer schön im Wechsel. Aber jetzt genießen wir erstmal den Urlaub in Norwegen mit unserem Wohnmobil.

Jenseits der Mauer

Was oder wer sich jenseits einer Mauer befindet, liegt ja immer im Auge des jeweiligen Betrachters. Dafür hat ja eine Mauer auch zwei Seiten. Bei der Mauer, um die es bei der Ausstellung „Beyond the wall“ des Künstlers Stefan Roloff an der Rückseite der East Side Gallery geht, handelt es sich um die Berliner Mauer. War die eine Seite der Mauer (West) meist bunt und im Laufe ihres Bestehens eher Folklore, konnte man auf der anderen Seite (Ost) schon mal erschossen werden, wenn man sich ihr unerlaubt näherte. Heute vor 56 Jahren wurde sie geschlossen, damit niemand mehr aus dem Sozialismus abhauen konnte. Das hatten bis zu diesem Zeitpunkt im August 1961, aus Sicht der DDR Führung, nämlich bereits viel zu viele Menschen getan. Das war natürlich Verrat an der Sache und als „versuchter Republikflüchtling“ wurde man auch im Laufe der nächsten Jahrzehnte gern mal länger weggesperrt.

Fotograf – Foto: h|b

Neben Videostills der damaligen Grenzanlagen finden sich Interviews von Betroffenen und deren Silhouetten auf der Rückseite der Mauer. Die großformatige Arbeit erstreckt sich auf 229 Metern entlang der Spree und kann noch bis zum Tag des Mauerfalls am 9. November besucht werden. Die Interviews sind in deutsch, englisch und spanisch, so dass auch die meisten Touristen den Hintergrund der Ausstellung verstehen können.

Ausstellung zur Berliner Mauer
Ausstellung zur Berliner Mauer – Foto: h|b

Planet der Affen

Diese Woche haben wir – mein Enkelkind und ich – uns intensiv mit unseren nächsten Verwandten beschäftigt. Zuerst waren wir im Berliner Zoo wo wir – nach den langweiligen Pandas – ins Affengehege zu den Gorillas gewechselt sind. Da war wenigstens was los und um 14 Uhr sogar Essenszeit. Ibo und sein Harem warteten bereits auf den Lieferdienst, klopften ungeduldig aufs Gras, oder trommelten sich auf die Brust.  Zur Belohnung gab’s dann viel gesundes Gemüse.

Im Laufe der Woche lief dann auf 3Sat eine gut gemachte Dokumentation in drei Teilen, wo – gefühlt – sämtliche Affenrassen vorgestellt wurden. Abgeschlossen haben wir das dann mit dem dritten und vorerst letzten Teil der Neuverfilmungen vom „Planet der Affen“ in 3D. Cooler Film mit viel Action und Pathos.  Mehr Affen geht nicht. Oder doch? Hier sind noch ein paar …

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und dem Olympus 75-300 mm