Regenzeit

Während in unserer Heimat Berlin die Leute bei 36 Grad schwitzen müssen, haben wir gerade die Heizung am Laufen um die 16 Grad draußen ein wenig zu kompensieren. Nachdem heute morgen beim aufstehen noch die Sonne im Sandvik Camping in unser Wohnmobil scheint, ist es ab Mittag vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Himmel ist grau und dicke Wolken entladen ihre Last auf die Erde und auf uns. Der Scheibenwischer kommt kaum noch hinterher der Regenflut Herr zu werden. Die Spurrillen auf der Straße lassen die Gischt in alle Richtungen spritzen. Gut dass niemand auf der Straße unterwegs ist.

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Edersee

Luftbild der Staumauer am Edersee

Als Kind war der Edersee einer der „Favorite Places“ meiner Heimat würde man heute sagen. Rund 40 km von meinem Heimatort entfernt, konnte man ihn sogar mit dem Fahrrad erreichen. Auto hatten wir ja am Anfang noch nicht. Später, mit Moped oder Auto, war er natürlich nur noch ein Katzensprung entfernt. So geht es – immer der Eder entlang – flussaufwärts über Felsberg, Wabern und Fritzlar als erstes zur Staumauer.

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Anleger

Bootsanleger aus der Luft

Mit der Zeit beginnt man ja beim Blick ins Land oder auch über Wasser Strukturen zu sehen, die sich aber nur aus der Luft darstellen lassen. Quasi die verinnerlichte Drohnensicht. So ging es mir bei einer kurzen Rast am Müllroser See auf dem Weg ins Schlaubetal. Der Anleger für die malerisch vertäuten Bootchen wollte unbedingt von oben betrachtet werden. Ein bißchen eingependelt bis der Ausschnitt stimmt und Foto im Kasten, bzw. der Drohne. Kleine Korrekturen in Lightroom und fertig ist die luftige Sicht auf die kleinen Ruderboote im Wasser. Für die drumherumflitzenden kleinen Fische reicht die Auflösung der DJI leider nicht. Die konnte man nur vom Ufer aus sehen.

Wustrau #fontane.200

Steg in den See

Wir kommen in einem Boot über den See gefahren, legen an einer Wasserbrücke an und springen ans Ufer. Ein kurzer Weg, an Parkgrün und blühenden Linden vorbei, führt uns an den Eingang des Hauses.

Mit diesem Satz aus dem Buch „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt Fontane die Ankunft im Örtchen Wustrau am Südende des Ruppiner Sees. Mit „dem Haus“ meint Fontane das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute „Zietenschloss“. Heute dient es schön herausgeputzt als „Deutsche Richterakademie“ der Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten. Es liegt idyllisch am See und kann nach Absprache auch besichtigt werden.

Zietenschloss
Zietenschloss – Foto: h|b

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Welttage

Bäume am Olbersdorfer See

Gefühlt scheint es gerade eine Invasion der „Welttage“ zu geben. Jeder Tag ein anderer Welttag. Heute konkurrieren zum Beispiel die Bäume und die Pinguine miteinander. Da es in unseren Breitengraden mit Pinguinen etwas dünn bestellt ist, wir andererseits aber nichts so viel haben, wie Bäume, bietet sich dieses Motiv geradezu an. Das Bild zeigt eine bestimmte Baumart – hab leider vergessen welche – am Olbersdorfer See in Zittau.

Ein weiterer Welttag, nämlich der „Internationale Tag gegen Lärm“ findet übrigens morgen statt. Wie wir inzwischen wissen, macht zu viel Lärm die Menschen krank. Am Olbersdorfer See kann man die Ruhe noch genießen, außer Vogelzwitschern und dem Rauschen des Windes ist in der Vorsaison nicht viel zu hören. Leider wird das in der Hochsaison nicht so bleiben. In den umliegenden Wäldern, fernab des Trubels, findet man aber sicher immer ein Ruheplätzchen, vielleicht sogar mit Aussicht auf See und Zittau.

Blick auf Zittau über den Olbersdorfer See
Blick auf Zittau von der Helmut-Sattler-Aussicht – Foto: h|b