Aktionskunst

Reste von Farbe auf Oberbaumbrücke

Heute war Aktionstag von „Fridays for Future“ in Berlin, unter anderem mit einer temporären Kunstaktion auf der Oberbaumbrücke, der Schnittstelle zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Die Brücke wurde flächendeckend bemalt, mit Motiven die dem Aktionstag entsprechen.

Aktionskunst auf der Oberbaumbrücke - Foto: Fridays for Future
Aktionskunst – Foto: Fridays for Future

Leider war ich ein wenig zu spät. Als ich mit meiner Drohne an der Brücke ankam – wäre sicher eine coole Aktion gewesen – konnte ich nur noch Spuren des Kunstwerks sehen, der Rest war bereits den Saubermachern der Stadtreinigung und den FFF Leuten zum Opfer gefallen. Verständlich, wäre die Farbe doch sonst zu einer Gefahr für Rad- und Autofahrer geworden. So reichte es immerhin noch für ein paar Bilder mit der „normalen“ Kamera.

The Race

Am Wochenende konnte ich wieder mal das „mitziehen“ mit der Kamera üben. Die Radfahrer des Berliner Velothons kreuzten meinen Kiez und nach einem kurzen Spaziergang hatte ich meinen Platz am Ausgang der Oberbaumbrücke Richtung Mühlenstraße gefunden. Groß vorbereiten und einen besseren Platz suchen konnte ich nicht, war eh schon ziemlich spät und die Radler kamen nur noch sporadisch in kleinen Gruppen.

Was brauchts fürs mitziehen? Hohe Blende, niedrige ISO ergibt lange Belichtungszeit. Stabilisator aus, ganz wichtig, dann ruhig visieren, erfassen, mitziehen und in der Bewegung auslösen. Klappt nicht jedesmal, aber mit einer Digitalkamera ist das ja kein Problem. Alle Bilder der Serie (bis auf das WW) entstanden bei Blende 18 / ISO 200 und 1/60stel Sekunde. Kamera: OM-D E-M5 mit dem 40-150mm PRO.

Neuer deutscher Kummer

Videodreh der Sängerin Raffete auf der Oberbaumbrücke - Foto: h|b
Videodreh der Sängerin Raffete auf der Oberbaumbrücke – Foto: h|b

Eigentlich wolle ich am Samstagmorgen das Wikingerschiff „Havhingsten fra Glendalough“ fotografieren, was gegen zehn Uhr gemächlich die Spree in Richtung Oberbaumbrücke herunterruderte. Mitten auf der Brücke, unter den roten Backsteinbögen, drehte sich aber gleichzeitig eine junge Frau, verkleidet als Clown, zu Musik die irgendwo aus einem Lautsprecher kam. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Ganze als Videodreh (meine Vermutung) zu einem Musikstück. Melancholisch lief die Musik, passend zum langsamen Rudertakt der „Wikinger“, und wie ein träumender Clown in der Manege drehte sich „Raffete“ um sich selbst. Das ist der Name der Künstlerin, wie ich später im Netz herausfinden konnte. Da man Gelegenheiten nutzen muss, wenn sie sich einem bieten, nutzte ich sie für ein paar Fotos der Sängerin. Getreu ihrem eigenen Motto: „… den Soundtrack zu deinem Schwarzweißfilm“ zu liefern, habe ich die Kamera flugs auf schwarzweiss gestellt und ein paar Stills „gestohlen“. Wer braucht schon Wikinger.