Gerstenfeld

Ein Gerstenfeld vor dem Bodensee

Bereits im Juni leuchtet das Gerstenfeld am Eglisbol goldgelb vor dem dahinterliegenden blauen Bodensee. Wo wird die Gerste wohl landen, wenn der Bauer das Feld geerntet hat? Wird aus dem Getreide schlichtes aber leckeres Brot? Wird es zu Malz und damit am Ende zu einem Bier, einer leckeren Gerstenkaltschale? Oder wird es genutzt um Malzkaffee zu brauen, wer immer den auch trinken mag? Vielleicht wird sogar ein süffiger Whisky daraus.

Das Schöne an einem Gerstenfeld als Fotograf sind ja die langen Grannen, die sich im Winde bewegen. Ein Meer von gelben Halmen, immer in Bewegung, je nach Richtung und Stärke des Windes. Wenn man dann mit der Kamera etwas länger belichtet, ist es nur noch ein Rauschen auf dem Sensor. Ein weichgezeichnetes Abbild der Realität.

Klatschmohn

Klatschmohnblume im Getreidefeld

Beim letzten Spaziergang fand sich eine wunderschöne Mohnblume in einem Gerstenfeld. Der Kontrast zwischen dem knalligen Rot der Blume und dem feinen Grün der Ähren mit den langen Grannen lud direkt zu einem Foto ein. Da ich nur das iPhone dabei hatte, musste das genügen. Meist genügt es ja auch wirklich. Die Qualität der Fotos ist inzwischen so exzellent, dass es mit der „richtigen“ Kamera auch nicht viel besser geworden wäre.

Weiß noch jemand, warum man diese Blume auch Klatschmohn nennt? Man reißt ein Blütenblatt ab, faltet es so, dass es ein kleines Säckchen ergibt und ditscht sich das auf die Hand, oder die Stirn, je nachdem. Dann gibt es ein knallendes Geräusch und der Klatschmohn ist Geschichte. Ich meine mich zu erinnern, dass der Name daher kommt.