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Planespotting

Anstelle mit der Playstation zu spielen, haben Colin und ich heute nachmittag unsere Olympus Kameras eingepackt und sind zum Planespotting Hotspot an die Startbahn-West gefahren. Musste ja auch endlich mal mein Superzoom ausprobieren. Nach drei Stunden war meine Körpertemperatur gefühlt unter 30 Grad gefallen, aber der A380 nach Shanghai war im Kasten, neben ungefähr 100 weiteren Flugzeugen.

Nackter Beton

Von den Einsitzenden liebevoll „Alcatraz“ genannt, erhebt sich am Rande des Gutleutviertels in Frankfurt die Zentrale des Personenverkehrs der Deutschen Bahn. Da ich dort bis zu meinem Wechsel nach Berlin meinen Arbeitsplatz hatte, schleichen sich immer etwas nostalgische Gefühle ein, wenn ich dort einen Termin habe.

Das erste was mir morgens um halb 10 begegnet, ist ein Hase, der gegenüber des Eingangs die Flucht vor mir ergreift.  War das Gebäude vor einigen Jahren noch ein Solitär am Rande des ehemaligen Güterbahnhofs, ist es heute fast umschlossen von Häusern und den Hallen der Messe. Das Europaviertel wuchert immer weiter hinaus Richtung Rebstockpark.

20 Jahre Bahnsinn

Die DB Konzernzentrale in Berlin am Potsdamer Platz - Foto: h|bDie DB Konzernzentrale in Berlin am Potsdamer Platz – Foto: h|b

Als am 28. Januar 1994 im Berliner Ostbahnhof einer der neuen ICEs und eine Dampflok langsam aufeinander zufuhren und exakt an einem vorher bestimmten Punkt aufeinander trafen, saß ich vermutlich noch gemütlich im Rechenzentrum in Frankfurt und haderte mit meinem Schicksal. In Berlin feierte man mit der Gründung der „Deutschen Bahn“ den Zusammenschluss der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn und ich hatte keine Ahnung wie es bei mir beruflich weitergehen würde. In Sichtweite war vor kurzem erst die ehemalige Hauptverwaltung der Bundesbahn gesprengt worden. Eine wilde Zeit, die Wiedervereinigung, auch für die Bahn.

Ich bin zwar Beamter, arbeitslos würde ich also nicht, aber ich hatte irgendwie damit gerechnet meinen Job im Rechenzentrum bis zur Pensionierung weitermachen zu können. Ich weiß, blöde Idee, aber damals war ich so drauf. Wir hatten nun aber mit der Reichsbahn ein weiteres Rechenzentrum geerbt und „meine“ Anwendung wurde seit einiger Zeit von Kollegen in Berlin Mahlsdorf betreut. Aber manchmal braucht man auch einfach so einen Anstoß von außen, um den Arsch hoch zu kriegen.

In der Folgezeit sprang ich jobmäßig durch die Bahn. Ich durfte sogar meinen Beamtenstatus ruhen lassen um Angestellter zu werden, dadurch weiter aufsteigen und irgendwann sogar 1.Klasse fahren. Diese Möglichkeiten sah die Laufbahn des „Mittleren Beamten“ einfach nicht vor. Am Ende landete ich dann in der großen Stadt Berlin, in der Konzernzentrale am Potsdamer Platz. Bahnsinn. „Mein“ Rechenzentrum in Frankfurt wurde irgendwann auch gesprengt, was dem Bahntower bis heute Gottseidank erspart blieb. Mir bleibt da nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch „Deutsche Bahn„, danke für die schöne Zeit und auf die nächsten 20 Jahre. Stößchen.

Down by the river

Skyline Frankfurt bei Nacht

Städte durch die sich ein Fluss zieht, haben schon ein besonderes Flair. Man kann am Ufer sitzen, dabei den Schiffen zusehen, oder daran entlang spazieren gehen, im Sommer die Kühle genießen und vieles mehr. Wenn dann der Fluss noch eine malerische Kulisse, wie die beleuchtete, nächtliche Skyline von Frankfurt spiegeln kann, wirkt das alles gleich noch viel magischer. Der linke schwarze Block ist für heute Nacht mein zu Hause und mein Blick aus dem Zimmer im elften Stock breitet das ganze Frankfurt-Panorama vor mir aus. Wie 3-D Kino in HD.