Bei aktuellen Wetter mit viel Sonne und blauem Himmel, spielt das Thema Kerzenlicht gar keine so große Rolle im Moment. Also muss ein Stillleben her. Auf unseren Reisen entlang der europäischen Küsten, haben wir eine Menge Steine gesammelt und heben die in einem Glasbehälter auf, um uns daran zu erinnern. Dazu kommt nun das Licht der Erkenntnis und ein sternenbedeckter Himmel. Ein perfekter Erinnerungsschrein an tolle Reisen.
April, April
Das war er nun, der April 2025. Ein April, der – wenn ich mich recht erinnere – alle Konventionen gesprengt hat. Ein Monat der eigentlich dafür steht, alle Wettervariationen im Laufe seiner 30 Tage aufzubieten. Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit sogar nochmal Schnee. Diesmal fühlte er sich aber eher wie Vorsommer an.

Unschärfe 17/52
Wo ist der Unterschied zwischen „Unschärfe“ und „Unscharf“ ? In de Fotografie sind ja der „Schärfeverlauf“ oder auch die „Tiefenschärfe“ Mittel der Bildgestaltung. Je offener die Blende, desto kleiner der Bereich der als „scharf“ abgebildet wird. Bei der Makrofotografie kann dass dann schon mal in den Millimeterbereich gehen. Hier hilft am Ende nur „Focusstacking“. Dabei nimmt die Kamera mehrere Bilder hintereinander auf und stellt bei jedem Foto den Fokusbereich ein winziges Stück nach hinten. Am Ende wird das in ein Bild verrechnet. Man bekommt so scharfe Details, behält aber einen weichen – und in der Unschärfe verschwindenden – Hintergrund. So wie bei dem folgenden Foto einer Blume.

Unschärfe muss also nicht zwingend ein komplett unscharfes Foto sein, dazu reicht ja ein Dreh am manuellen Fokusring. Es kann eben auch ein Foto sein, wo die erste Lampe noch die Erleuchtung bringt, während die weiteren Lampen im Hintergrund nur noch als diffuses Licht zu erkennen sind.
Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #24
Es ist Frühling am Bodensee. Der Blick von Aufkirch geht weit hinaus auf den Überlinger See und die Kirschblüten leuchten im schönsten rosa. Die schönste Jahreszeit.
Waldrappe kehren an den Bodensee zurück
Die Waldrappe sind wieder da: Ende März zeigte der „Animaltracker“ die Überlinger Vögel noch in ihrem Winterquartier in der Toskana – inzwischen ist die kleine Kolonie wohlbehalten an den Bodensee zurückgekehrt. Zehn Tiere der Überlinger Population haben es zurück an den Katharinenfelsen geschafft: Marcello, Ciop, Mowgli, Zoppo, Calzino, Vincino, Urmel, Bernardo, Kazoo und Obelix – die alte Garde aus dem Vorjahr ist vollständig wieder vereint.

Fensterbank 16/52
Diesmal also eine Fensterbank als Teil der #52WochenFotoChallenge. Na gut, dazu muss ich ja nicht mal vor die Tür gehen. Dank meiner besseren Hälfte ist unsere Fensterbank in Richtung Bodensee und Appenzeller Alpen immer gut bestückt mit allerlei Pflanzentöpfchen. Zur leichteren Pflege und da diese Seite auch die morgendliche Sonnenseite ist, aber ausschließlich Sukkulenten. Wie man sehen kann, freuen sich die Minikakteen durchaus hier zu sein und unsere Fensterbank zu verschönern.
Rhyfall
Als wir die ersten Bilder vom aktuellen Rheinfall gesehen haben, war klar, dass wir uns das vor Ort anschauen müssen. Eine Vignette für die Schweiz haben wir noch, Kamera eingepackt und los geht es Richtung Schweiz. Nach einer dreiviertel Stunde parken wir bereits auf dem P1 und machen uns auf den Weg runter zum Rhein. Das letzte Mal waren im Sommer ’24 während des Hochwassers da. Das bedeutete damals: 900 Kubikmeter Wasser stürzen sich pro Sekunde die Felsen hinab. Das sind 900.000 Liter pro Sekunde. Das war auch zu hören.


Niedrigwasser
Kaum verliert der Bodensee ein paar Liter Wasser steigt die Panik in Deutschland. Selbst der Tagesspiegel, eine Berliner Tageszeitung, und damit weit weg, am anderen Ende der Republik, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Thema. Auch bange Fragen werden gestellt: Wie lange noch bis der Bodensee zu Fuß überquert werden kann? Wann trocknet der See komplett aus?


Durchscheinend 17/52
Im Spielbereich zwischen unseren Wohnblöcken hat die Baugenossenschaft Überlingen eine Art „Öffentliches Wikipedia“ errichtet. Neben einem langen Zeitstrahl, der in den Boden eingelassen ist, stehen am Rand große Glasplatten, auf denen die Entwicklung der Menschheit – oft im lokalen Bezug zur Stadt Überlingen und dem Bodenseekreis – aufgelistet ist.
Der Text ist auf halbtransparenten Folien aufgedruckt und wurde dann auf die Glasplatten geklebt. Als wir letztens Abends nach Hause kamen und meine Frau auf der anderen Seite gegen das Licht durchschien, hatte ich endlich eine Möglichkeit zur Umsetzung des Themas gefunden. Wir – der Homo Sapiens – schreiten am Ende der aktuellen Menschheitsgeschichte in die Zukunft und scheinen durch die alten Zeiten hindurch. Perfekt.
Farbenrausch
Auf einem Feld hinter dem EDEKA in Überlingen hat ein Blumenanbieter drei lange Reihen Tulpen zum Selbstpflücken gepflanzt. Mit der richtigen Kameraeinstellung sieht es ein wenig aus wie ein Stückchen holländische Tulpenblüte. Nur dass die Felder dort natürlich unendlich viel größer sind. Aber die Vielfalt der Farben ist schon toll und ein absoluter Hingucker. Werde wohl bei Gelegenheit mit dem Messer vorbeigehen, um ein wenig Farbe ins Haus zu holen.

