En Garde!

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Degenfechten in tiefem Sand, keine leichte Herausforderung – Foto: h|b

Um den vielen Urlaubsgästen etwas zu bieten und gleichzeitig die Brücke nach London zu schlagen, wird am Strand von Warnemünde aktuell an Wochenenden ein kleiner Ausschnitt olympischer Sportarten geboten. Natürlich am Strand. Am Samstag stellten sich bei brütender Hitze Studenten der Rostocker Uni den Zuschauern im Degenfechten. Die dürften unter ihren „Kampfanzügen“ nicht schlecht geschwitzt haben. Aber volle Technik, mit roten Lampen und Piepsen und allem drumrum. Respekt.

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Der Mond ist aufgegangen

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Vor kurzer Zeit hatten wir noch Nachts eher mit der Sonne zu tun, aber inzwischen sind wir ja wieder weit unterhalb des Polarkreises und von den Temperaturen her sogar gefühlt in der Nähe des Äquators. Vom Berghain schwappt den ganzen Tag die Tekknomucke herüber, Friedrichshain könnte auch auf Ibiza liegen. Dazu passt ein herrlich rotgelber und tief stehender Mond, der allerdings schon gestern den Weg auf meine Speicherkarte fand. Sommer in Berlin.

Hitzewelle

Als wir den Sommer aus dem Urlaub mitgebracht haben, dachte ich ja nicht, dass er gleich wieder über die Stränge schlägt. Es gibt scheinbar kein Mittelmass mehr. Entweder Ertrinken im Regen, oder Verdorren in der Sonne, dazwischen scheint es nichts mehr zu geben. Noch dazu ist im Büro die Klimaanlage ein kompletter Ausfall und Fenster gehen eh nur auf, wenn das Haus dazu Lust hat und nicht, wenn wir glauben ein wenig frische Luft – notfalls auch warme – wäre jetzt ganz nett.

Haben wir im Urlaub noch die Sonnenseiten gesucht, schleiche ich aktuell wenn möglich im Schatten der Häuser entlang, um der schlimmsten Hitze zu entgehen. Unser Balkonthermometer zeigt aktuell – viertel nach acht – noch 38 Grad. In der Sonne. Wir gehen jetzt mal lieber in den Biergarten und genießen ein kühles Blondes.

Wiedereingewöhnung

Nach einem kleinen Spaziergang zum Ostbahnhof (Restgeld umtauschen), dann entlang der Eastside-Gallery und zurück über die Warschauer Brücke habe ich festgestellt, dass ich noch nicht bereit bin für zu viele Menschen. So viele wie heute bei dem kurzen Spaziergang habe ich in drei Wochen Skandinavien nicht gesehen 😉 Noch dazu lauter fotografierende Touristen, von denen ich bis vor drei Tagen selber noch einer war. Aber hier tauchen sie immer in geballter Masse auf. Sehr ungewohnt.

Ebenfalls ungewohnt sind die Temperaturen. Von höchstens 15 Grad kommend, steh ich auf einmal in der glühenden Sonne bei gefühlten dreissig Grad. Ich merke schon, ich muss mich dringend akklimatisieren. Was mir gerade noch beim schreiben auf einer normalen Tastatur auffällt, ich versuche dauernd die Umlaute dadurch zu erzeugen, dass ich die normalen Tasten drücke und nach oben wischen will. Klappt blöderweise nicht. Muss mir also noch was abgewöhnen.

Hab heute morgen den Tagesspiegel auf dem iPad gelesen und musste feststellen, weder etwas versäumt, noch etwas vermisst zu haben. Die Welt dreht sich weiter, ob mit mir, oder ohne mich. Immer eine gute Erfahrung für den Zeitpunkt, wenn es denn wirklich mal soweit ist. Mal sehen, ob in nächster Zeit vielleicht auch mal wieder etwas spannendes passiert, über dass es sich zu berichten lohnt. Morgen früh beginnt erstmal der Alltag mit Arbeit und gleich zu Beginn einer vollen S-Bahn. Mich gruselts jetzt schon.

Bilder und Geschichten aus Berlin und der Welt