Heute gibt es nur einen kleinen Beitrag und ein Stückchen Natur aus den Wäldern rund um Überlingen. Das Moos unterstützt hier den Zersetzungsprozess von Totholz am Haldenhof. Die Moosblüten stecken dabei ihre Köpfe in die Sonnenstrahlen.
Kurzer Prozess
Gestern Abend wurde in Überlingen die Fasnet zu Grabe getragen. Mit einem Fackelzug machte sich die Trauergemeinde – begleitet von zwei Musikkapellen – vom Renker über die Münsterstraße auf den Weg zur Hofstatt. Dort angekommen gab es ein paar Reden, Schluchzer ob dem Ende der närrischen Tage waren auch dabei, aber dann ging es ans Eingemachte. Die Verbrennung der „Hexe“ stand auf der Tagesordnung.

Begegnungen
Noch sind Boote auf dem Bodensee Mangelware. Einsame Fischerboote manchmal, ansonsten hat der private Schiffsverkehr noch Winterpause. Ein paar Fähren fahren, aber das wars dann auch. Gestern nachmittag tauchte dann der Fasnetsachter aus dem Bodenseenebel auf und zog seine Kreise. Auf dem Foto treffen sich dann Achter und Angler vor dem Überlinger Landungsplatz, aus dem Hintergrund beobachtet von zwei Schwänen.
Schmotziger Dunschtig
Nicht nur, dass man sich hier auf eine komplett andere Art von Fasching oder Karneval einstellen muss – das heißt hier übrigens „Fasnet“ – nein, auch die dazugehörigen Begriffe und Abläufe sind anders als wir sie bisher kannten. Gut, in Berlin lief das quasi komplett an uns vorbei, aber die Zeit in Steinbach war ja etwas Jeckenlastiger. Da gab es zum Beispiel „Weiberfasching“. Das war der Donnerstag als Start der tollen Tage. Hier in Überlingen nennt sich das „Schmotziger Dunschtig“ und wird gekrönt vom Aufstellen des Narrenbaumes auf der Hofstatt. Anschließend ist Party in der Stadt.
Weiterlesen „Schmotziger Dunschtig“Haldenhof
Über Tage hielt sich über dem Bodensee und der Region dichter Nebel. Nur gelegentlich kamen ein paar Sonnenstrahlen durch. Durch eine Hochdrucklage und den schwachen Wind in den Hochdruckgebieten löste sich der Nebel in der Bodenseeregion nur langsam oder gar nicht auf. Dort, wo er sich auflöste, entstand dann schnell neuer Nebel.


Schneeglöckchen
Während sich der Schnee hier am Bodensee langsam zurückgezogen hat – die Sonne ließ ihn quasi „verdampfen“ – sprießen die Schneeglöckchen keck aus der grünen Wiese hoch oben am Schloss Heiligenberg. Das liegt rund 18 km von Überlingen entfernt und eignet sich gut für einen Tagesbesuch mal abseits des Sees.
Weiterlesen „Schneeglöckchen“Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #4
Das Wochenende versöhnt uns wieder mit dem Regen und Nebel der vergangenen Woche. Zeit für etwas „Ommmmm“ unten am See. Die Aussicht genießen, die Luft atmen, die Sorgen wegschwimmen lassen, alles loslassen. Der Blick geht weit hinüber zu den Schweizer Alpen, die aber nur schemenhaft im leichten Dunst zu erkennen sind. Perfekt.
Weiterlesen „Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #4“Der Tod der Agave
Aufmerksam geworden durch einen Artikel im Südkurier habe ich das Pflanzenenhaus in Überlingen besucht. Dort gibt es aktuell eine blühende Drachenbaum-Agave. Okay, Blumen, Kakteen, generell Flora blüht öfter, also was ist das Besondere daran, dass einen Besuch rechtfertigt? Der Grund: Sie blüht nur einmal in ihrem Leben. Danach stirbt sie.
Weiterlesen „Der Tod der Agave“Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #3
Nach einer grauen und teilweisen regnerischen Woche, kam am Wochenende in Überlingen endlich Licht ins Dunkle. Wir konnten unsere neuen Balkonmöbel einweihen und in der Wintersonne ließ es sich bereits prima aushalten. Klar, warm anziehen ist Bedingung, aber die Kraft der Sonne ist bereits Ende Januar echt erstaunlich.
Vorher waren wir aber noch unten am See, eine Runde spazieren gehen. Die Idee hatten wir aber nicht alleine, die Promenade war voll mit sonnenhungrigen Spaziergängern und die Restaurants am Landungsplatz gut gefüllt mit Menschen, die sich in der Sonne einen Aperol oder Wein munden ließen.

Trecker auf Speed
Bei einem kleinen Spaziergang am Wochenende durch die Überlinger Weinberge konnte ich fotografieren, was man sinnvolles mit einem Trecker anstellen kann, anstelle wütend nach Berlin zu dieseln. Statt mühsam zu Fuß und mit einer Heckenschere bewaffnet der wuchernden Reben Einhalt zu gebieten, hat der kleine Trecker scharfe übereinanderliegende Rotoren an einem Ausleger, mit denen die oberen Spitzen der Weinreben gekürzt werden. So kann der Saft und die Kraft auf den unteren Bereich beschränkt werden. Coole Sache. Spart sicher eine Menge Arbeitszeit und Kraft, braucht aber eine Maschine und damit Treibstoff. Rechnet man nun Zeitersparnis gegen Manpower und Mehrkosten, dürfte sich die Maschine – auch bei fehlender Dieselsubvention – immer noch rechnen.


