Ride a white swan

Ein Schwan vor weißem Hintergrund

Inspiriert von einer Ausstellung in der Leica Galerie in Konstanz, war ich heute mal am See um weiße Tiere vor weißem Hintergrund zu fotografieren. Die Ausstellungsbilder hatten allerdings meist Schnee vor oder hinter Eisbären und Polarfüchsen, was es etwas einfacher macht, aber an Schnee mangelt es hier unten gerade etwas. Also bleibt nur der See, ein hübscher Schwan und ein wenig Nachbearbeitung zur Aufhellung in Lightroom.

Wer wie ich in den 70ern seine Musiksozialisation durchlaufen hat, kann vielleicht sogar den Blogtitel richtig einordnen 😉

Abgeschliffen

Ein Holzblick mit weißer Rinde, auf das ein gelbes Viereck und ein verstümmeltes blauser N zu sehen sind.

Ich bleibe über diesem Stück Holz stehen, weil es nichts mehr eindeutig sagt.
Die Farbe formt etwas, das einmal Buchstaben gewesen sein könnten – oder auch nicht.
Zeit hat die Bedeutung abgeschliffen, aber nicht die Wirkung.
Im Unlesbaren liegt eine eigene Ruhe, und genau dort beginnt für mich Wabi Sabi.

Segeltörn

Ein Segelboot auf einem See, verfremdet durch Bewegungsunschärfe (Adamski-Effekt)

Der See liegt still im Winter, fast wie eingefroren zwischen Zeit und Raum. Ein einsames Segelboot durchbricht die Ruhe, während sich See und Berge im Hintergrund in sanfter Bewegungsunschärfe auflösen – inspiriert vom Stil von Josh Adamski. Es sind die kleinen Unvollkommenheiten im Moment, das Fließen der Zeit, die mich beim Fotografieren fesseln. Jedes Bild ist vergänglich, jeder Blick einmalig – und genau darin liegt für mich die Schönheit.

Lost in Überlingen

Ein leicht angerosteter Überflurhydrant vor einem Gartenzaun. Im oberen Bereich wurden ihm 2 Kulleraugen aufgeklebt.

Gestatten, mein Name ist PN16GG25 und ich stehe schon sehr lange hier am Rande des Mainauwegs in Überlingen wie man sieht. Jahrelang liefen Menschen an mir vorbei, aber ich konnte nur ihre Schritte hören. Mal schleppend bergauf, mal fröhlich und hüpfend bergab, mal knirschend im Schnee. Nun hat sich endlich jemand erbarmt und mir Augen zum Sehen geschenkt. Jetzt kann ich endlich sehen, wer meinen Weg kreuzt. Für eine freundliche Umarmung reicht es leider nicht, ihr seht ja selbst. Wenn alles gut geht, werde ich noch lange hier stehen, langsam aus der Zeit fallend und trotzdem alles tun, um der DIN 100 zu genügen. Besucht mich doch mal im Mainauweg in Überlingen, ich würde mich freuen.

Wassereis

Ein Foto einer Landschaft, verfremdet im Stil von Josh Adamski

Wie vergänglich manche Dinge sind, zeigte sich in Überlingen im Stadtgraben. Ich hatte gestern noch, bei rund – 3° die Gelegenheit genutzt die riesigen Eisgebilde zu fotografieren, die sich dort an der Wand gebildet hatten. An dieser Wand läuft permanent Wasser herunter – was den Graben im Sommer herrlich runterkühlt – und bildet natürlich bei den aktuellen Minusgraden formidable Eisstrukturen.

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Eiszeit

Ein filigranes Stück Eis an einer Bank

Die Kälte hat uns jetzt schon ein paar Tage fest im Griff. Wobei Kälte natürlich relativ ist. Es schwankt hier unten am Bodensee zwischen -3 und -7°. Die Webcam am Weihnachtsmanndorf (YouTube) in Finnland zeigt heute -25°. Das ist kalt! Für mich ist schon alles unter 0° kalt, dann frieren meine Finger. Selbst im Handschuh.

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Doppelzopf

Baumrinde

Letztens bin ich über den Begriff „Wabi Sabi“ gestolpert. Wabi-Sabi ist ein japanisches ästhetisches und philosophisches Konzept, das grob gesagt die Schönheit des Unperfekten, Vergänglichen und Unvollständigen feiert. Dabei bedeutet Wabi Schlichtheit, Bescheidenheit, das Unaufgeregte und Sabi Patina, Alter, Spuren der Zeit, das „Gelebte“.

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Auf ein Neues

Ein Ruderboot auf einem See, der durch Bewegungsunschärfe leicht verwischt ist

So zäh wie sich das vergangene Jahr manchmal anfühlte, war es in Wirklichkeit gar nicht. Ich hab mir gestern die Top 100 Bilder aus 2025 rausgesucht, mit dem ich das Jahr chronologisch ein wenig im WhatsApp Status Revue passieren lassen möchte. Es ist ne ganze Menge passiert. Sowohl persönlich als auch fotografisch. Und es fühlt sich im Rückblick nach ’ner Menge Spaß an.

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Diagonal 52/52

Zwei blaue Linien auf einer Eislauffläche

Das war’s. Das ist das letzte Foto für die 52WochenFotoChallenge in 2025. 52 mal habe ich versucht die Vorgabe, die ja meist nur aus einem Wort besteht, fotografisch umzusetzen. Ich musste auch sehr selten auf mein Archiv zugreifen und wenn, dann höchstens eine kurze Zeit zurück. Es hat Spaß gemacht, man ist aber auch irgendwie fremdbestimmt. Daher werde ich im kommenden Jahr eine Runde aussetzen und wieder eigene Fotoprojekte hier vorstellen. Natürlich auch Bilder vom schönen Bodensee, oder wo immer es uns vielleicht mal hintreibt. Also dranbleiben 😉