Heut Nachmittag lief der 2. Überlinger CSD durch die Straßen der Stadt. Selbst dem Berliner Tagesspiegel war der 1. CSD 2023 in Überlingen einen Beitrag wert und war erstaunt, was das kleine Städtchen hier auf die Beine stellt. Mussten die Teilnehmer letztes Jahr noch im Regen laufen, war heute angenehmes Wetter zum demonstrieren. Am Ende ließ sich sogar die Sonne blicken.
Nicht immer sind die Appenzeller Alpen von Überlingen aus zu sehen. Manchmal tagelang überhaupt nicht, mal nur als Schemen, oder – wie auf dem Titelfoto – verschämt in der Abendsonne über die Wolken schauend. Die höchste Erhebung ist dabei der Säntis der hier auch gut zu sehen ist mit seinem Gipfelmast. Das Foto ist mit einer langen Brennweite direkt aus unserer Wohnung in Überlingen aufgenommen worden. Ein – fast – unbezahlbare Aussicht, wie auch die Folgende aus dem Frühjahr.
Hier am Bodensee gibt es nicht nur viel Obst, sondern auch klassische Felder mit Weizen, Roggen, oder auch Mais. Etwas oberhalb von Überlingen geht der Blick weit hinaus über ein reifes Weizenfeld und unser Wohnquartier bis zum Bodensee. Da es die Tage auch oft windig ist, habe ich in der Olympus für ein Foto den Live ND eingeschaltet und konnte so mit einer halben Sekunde Belichtungszeit den Tanz der Ähren einfangen.
So richtig kann man die Köpfe des Waldrappnachwuchses nicht zählen, aber so grob dürften sich inzwischen 8-10 junge Waldrappe in den Nestern am Katharinenfelsen bei Überlingen tummeln. Immer wieder testen sie ihre Flügel aus, ähnlich wie die Storchjungen in Salem.
Für den heutigen Beitrag habe ich eine Gastfotografin, meine Tochter Sara, eingespannt. Sie hat uns für 4 Tage hier am Bodensee besucht, ist total begeistert und hat spontan meine „alte“ Kamera übernommen. Ich hatte mir ja eine Neue gegönnt und die OM-D E-M5 II lag seitdem ungenutzt in der Fotoschublade. Da sie eh mit dem Gedanken gespielt hat, weniger mit dem iPhone fotografieren zu wollen, war es eine logische Entscheidung, mit meiner Kamera den Einstieg in die digitale Fotografie zu starten.
Shoe for you
Das Titelfoto entstand im Überlinger Westbad am gestrigen Samstag. Es sieht leerer aus als es in Wirklichkeit war. Bei 31 Grad zog es doch viele Überlinger:innen ans und ins Wasser, auch wenn sie sich das Wasser aktuell mit viel Treibholz teilen müssen, dass aus den Hochwasserflüssen und -bächen in den See gespült wurde.
Ich schau ja immer fasziniert auf die Fotografen bei einem Fussballspiel. Jetzt gerade wieder bei der EM gut zu sehen. Verteilt um den Platz sitzen sie am Rande, Supertele vor der Kamera, in der Hoffnung DAS EINE Bild zu schießen, was am nächsten Tag die Berichterstattung ziert. Schließlich bekommt nur der auch seinen Lohn, dessen Bild angekauft wird. Stell ich mir ziemlich stressig vor.
Am Mittwoch haben wir es endlich geschafft den Pfänder in Bregenz zu besuchen. Den „Hausberg“ des Bodensees. Die liebe Bahn wollte das zwar verhindern, durch Verspätungen haben wir uns BSB Schiff in Friedrichshafen verpasst, aber wir sind ja flexibel und sind einfach weitergefahren bis nach Lindau und haben eben dort unser Schiff erwischt. Von hier ist es ja – wie auf dem Titelbild zu sehen – nur noch ein Katzensprung bis nach Bregenz.
Auf der Seebühne Bregenz ist der Vollmond bereits aufgegangen, bei uns dauert es noch zwei Tage. Ist heute auch Sommeranfang, sprich die Sommersonnenwende, sieht es auf der schnee- und eisbedeckten Bühne am Rande des Bodensees eher trist und dystopisch aus. Windschiefe Hütten, ein Pferdegerippe im Wasser in dem auch eine silberne Schlange lauert. Schräges Setting, was nicht überall Anklang findet.
In der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es irgendwie um den Jägersbursche Max der Agathe heiraten will. Dabei muss man schießen und treffen, sonst wird das nix, der sogenannte „Probeschuss“. Dann kommt noch ein Teufel ins Spiel der mit einem Kaspar einen Bund eingegangen ist. Mehr dazu in aller Kürze ist hier nachzulesen. Am Ende wird aber scheinbar alles gut. Dank eines Eremiten.
Wie sieht unsere Erde aus der Höhe von rund 40 km aus? Flugzeuge fliegen nicht so hoch, auf die ISS kommen nur ausgewählte Personen und der Mond ist noch viel schwerer zu erreichen. Achim Mende, Fotograf und Abenteurer, hat sich dazu etwas überlegt und die Volksbank Überlingen, die heuer 100 Jahre alt wird, hat das Ganze in Auftrag gegeben.
Wenn man im Frühling oder Sommer einen genaueren Blick auf die Blätter von Ulmen wirft, kann man kleine, gallertartige Strukturen entdecken, die als Blasengallen bezeichnet werden. Diese ungewöhnlichen Wucherungen haben eine interessante Ursache und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Ulmen.