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Wir haben es satt

Heute gingen unter dem Motto „Wir haben es satt“ in Berlin rund 20.000 Menschen auf die Straße, um gegen die Agrarindustrie zu demonstrieren. Gegen Gentechnik, für Artenvielfalt, gegen Megatierställe, für artgerechte Tierhaltung, gegen Monokulturen, für umweltfreundliche Landwirtschaft. Von der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz zog die Demonstration durch das Regierungsviertel, vorbei am Bundesrat zur Abschlusskundgebung am Kanzleramt. Mit „Rock for nature“ und vielen Wortbeiträgen wurden die Ziele lautstark ausgerufen. Die sie hören sollten, waren vermutlich allerdings nicht zu Hause. Die zahlreich anwesende Presse wird aber sicher für das notwendige Medienecho sorgen. Eine wichtige Veranstaltung als Gegengewicht zur aktuell laufenden „Grünen Woche„.

Übung macht den Meister

Stolz lächeln sie in ihren, teilweise noch zu großen, Uniformen in meine Kamera. Sie haben sich an diesem Samstag am Weißkirchener Bahnhof vor den Löschfahrzeugen aufgestellt für das 2013er Jahrgangsfoto der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr in Steinbach am Taunus. Sie sind schon ein bisschen aufgeregt, denn es wird heute nicht nur bei den gestellten Gruppenfotos bleiben. Gleich wird der Ernstfall geprobt, die Jahresabschlussübung 2013 steht an. Das was die jungen Feuerwehrmänner und -frauen das ganze Jahr über geübt haben, sollen sie heute im simulierten Ernstfall umsetzen.

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Lummerland

Letzte Woche waren wir ja auf der Insel Helgoland. Einen Beitrag dazu habe ich bereits im Blog veröffentlicht. Ich war dabei auch am Lummenfelsen und habe ein paar schöne Fotos der dort am Felsen „klebenden“ Vögel machen können. Aktuell waren dort nur Basstölpel zu sehen, die Lummen waren wohl gerade aus, und viele Jungvögel noch im schwarzen Federkleid, die sich – heftig mit ihren Flügeln flatternd – schon mal auf das baldige Fliegen vorbereiten.

Ein ohrenbetäubendes Gekreische unterstreicht die Bemühungen und die Eltern haben auch nicht gerade ein Schweigegelübde abgelegt. An einem der Felsen steht man direkt über den Vögeln, man kann sie fast mit der Hand erreichen, wenn einen nicht ein bestialischer Gestank davon abhalten würde, auch nur einen Meter weiter nach vorne zu gehen. Ich hoffe, dass Vögel keinen Geruchssinn haben, oder sie das als angenehm empfinden. Ansonsten muss es die Hölle sein. Hier also eine kleine Auswahl aus dem Leben der Basstölpel auf ihrem Nistfelsen auf Helgoland.

Grenzerfahrungen

Seit dem an der Eastside-Gallery die großformatigen Bilder von Grenzen aus aller Welt zu sehen sind habe ich mir überlegt die 2 D Bilder mit 3 D Menschen in Szene zu setzen, als wären sie Bestandteil der Originalszene. Das ist mit fremden Menschen natürlich so eine Sache, aber mit den eigenen Enkeln sollte es doch funktionieren. Der „Gag“ dabei ist nun, so zu tun, als nutze man Mauern, Vorsprünge, oder Gegenstände, um sich darauf zu setzen, anzulehnen, um so ein annähernd realistisches Bild zu erzeugen. Erstaunlicherweise haben sie nach kurzer Erklärung sofort begriffen, was ich von ihnen wollte und waren ab da extrem kreativ im Auffinden der korrekten Integration in das Bild. Anbei drei Bilder in schwarz-weiss die dabei entstanden sind.

Das soll keinesfalls das Elend verniedlichen, was sich in all diesen Bilder exemplarisch manifestiert, sondern vielleicht eher die Situation konterkarieren, die Absurdität aufzeigen, mit der man dort jeweils leben gelernt hat. Andererseits ist es schön zu wissen, dass meine Enkelkinder in einem Land ohne sichtbare Grenzen aufwachsen können. Grenzen existieren natürlich weiterhin. Entweder in den Köpfen der Menschen, oder ganz weit weg von uns, am Rande von Europa. Wobei erstere ohne Probleme überwunden werden könnten, wenn man nur wollte.

Schreckliche Aussichten

Als ein Scheppern und Rasseln einsetzte und laute Stimmen an der Querseite des Brandenburger Tores zu hören waren, schnappten die zahlreich anwesenden Pressefotografen ihre Kameras fester und konzentrierten sich auf die Ankunft des Folterwagens mit Pestopfer, Weißer Frau und Folterknecht. Diese drei waren laut ihrer Ausrufe auf der Suche nach einem „langen, grauen Alex“. Schreckliche Aussichten weiterlesen