Technik die begeistert

Frontansicht eines Zuges
Das DB Ufo für den Verkehr der Zukunft – Foto: h|b

Heute war ich das erste Mal auf der Innotrans, der Fachmesse für alles rund um die Eisenbahn. Zur Verstärkung hatte ich drei Tf Kollegen dabei, die wenigstens etwas technischen Background haben, im Gegensatz zu mir klassischem Nichttechniker. In den Hallen schauten wir kurz am DB Stand vorbei, in dem ein Mockup des künftigen ICx zu sehen war, der ab 2016 die alte IC Flotte ersetzen soll.

Das war allerdings auch der einzige Hallenpunkt, durch die wir uns ansonsten mehr oder weniger interessiert in Richtung Freigelände treiben ließen. Vorbei an neuen Bremsanlagen (bestimmt wichtig), Weichenzungen (Komfort) und Brandschutzanlagen (gaaanz wichtig) stellten wir schnell fest, dass die Innotrans nicht unbedingt eine Consumermesse ist. Man braucht schon einen entsprechenden Sachverstand, um daran Gefallen finden zu können.

Drei Männer zeigen auf einen Schriftzug
Fototermin mit Technikvorstand Volker Kefer (re) nach der Übergabe der neuen Hybridlok – Foto: h|b

Draußen war es dann schon interessanter, gab es doch hier echte Züge zu bestaunen. Der neue Regionalexpress der ODEG, ein Talgo AVRIL, viele Straßenbahnen, die neue 430er S-Bahn für Stuttgart und die Bahn bekam von MTU eine neue Hybridlok übergeben. Nach rund drei Stunden war ich doch dann etwas technikmüde und nahm die gute alte Berliner S-Bahn zurück in die City.

Im Wandel der Zeiten

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Als ich eben so, gemütlich auf der Couch mit einem Glas Rosé sitzend, mit dem iPad dem Konzert von Norah Jones beim iTunes Festival lausche, schweifen meine Gedanken ab. In eine Zeit, lange vor MTV oder VIVA. Musikvideos gab es auch nicht, höchstens DISCO mit Ilja Richter oder die Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Was es damals schon gar nicht gab, waren Konzertmitschnitte, da es ja noch gar keine Trägermedien dafür gab. Mit Einführung der VHS Kassetten in den 80er Jahren sollte sich das ändern, allerdings nicht in Deutschland. Ich weiß noch wie begeistert ich war, als ich bei einem Tripp nach London in einen Musikladen am Trafalgersquare geriet. Die ganzen Wände voll Kassetten mit Konzerten von David Bowie, Paul Mc Cartney und vielen anderen Musikgrößen. Channel 5 war damals der führende Musiksender Englands und die Kassetten lagen in einem Preissegment was durchaus erschwinglich war.

Nach einigem Zaudern entschloss ich mich dann zwei Kassetten mit nach Hause zu nehmen und fühlte mich wie King Louie. Heute sitze ich hier zu Hause und zeitgleich läuft in England im Roundhouse eine Konzertreihe mit vielen Stars an der ich „over the air“ teilhaben kann. Das ist schon faszinierend. Die Qualität, sowohl vom Ton als auch vom Bild (HD) ist fantastisch, kein Vergleich mit den damaligen Kassetten, und wenn ich will, kann ich mir die Musik auch noch gleich herunterladen. Schöne neue Welt.

Boulevard der Stars

Eine ganze Zeitlang konnte ich vom Bahntower aus beobachten, wie alte Sterne neu poliert und neue Sterne hinzugefügt wurden. Auch die rote Oberfläche wurde penibel gereinigt und wirkt wieder original rot. Im Rahmen der IFA und der heute stattfindenden MediaNight 2012 erfuhr der „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz ein Brush-Up und darf sich über zwei Hände voll neuer Sterne freuen.

Kenneth Adam
Boulevard der Stars – Ein Stern für Sir Kenneth Adam – Foto: h|b

Dabei unter anderem Thomas Gottschalk, Bully Herbig, Produzentin Regina Ziegler und Hannelore Hoger. Eröffnen durfte das der „Neusterninhaber“ Sir Kenneth Adams, der mit Klaus Wowereit das goldene Band durchschnitt. Kenneth Adams ist Filmarchitekt und schuf die Bauten zu den James Bond Filmen der 60er und 70er Jahre.

Hier ein kleines Portfolio der anwesenden Stars am heutigen Nachmittag.

Esparanza

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Während wir im Wohnmobil sitzen und auf die Ausfahrt der Seven Seas of Voyager warten, echot im Hintergrund die Band Irish Coffee, die am alten Strom in Warnemünde zum Stromfest singt. Das Stromfest ist das Pendant zum Stromerwachen im Mai und läutet langsam das Ende der Saison ein.

Die ist in Warnemünde zwar nicht mehr unbedingt an den Sommer gebunden, da auch im Herbst und Winter viele Gäste kommen, aber es wird in Kürze sicher insgesamt ruhiger, da auch die Kreuzfahrtsaison sich dem Ende zuneigt. Gegen acht Uhr hat bereits die Costa Fortuna unter lautem Tuten Warnemünde Richtung Kopenhagen verlassen.

Wir haben es heute auch endlich mal geschafft, die Mittelmole bis zum Ende zu gehen, wo die neue, goldene Figur „Esparanza“ die Schiffe begrüßt und verabschiedet. Dazu ein dramatischer Himmel mit verblassendem Sonnenuntergang. Ein schöner Spätsommertag in Warnemünde geht damit zu Ende. Gute Nacht.

Historiale im Nikolaiviertel